Lesestunde

Lesestunde: „Materialermüdung“ von Dietrich Brüggemann

24. November 2022 | Lesestunde

In unserer „Lesestunde“ hören Sie heute Auszüge aus dem Roman „Materialermüdung“ von Dietrich Brüggemann. Die drei ungleichen Freunde Jacob, Maya und Moses navigieren einen Herbst lang durch die Untiefen eines Lebens zwischen Kulturszene, Social Media, künstlicher Intelligenz und postmoderner Ellbogengesellschaft. Doch spätestens, als Moses sich auf Twitter anmeldet, um dort seine verschollene Schwester zu suchen, wird deutlich, dass das Leben der drei Freunde sich mehr verändern wird, als sie es ahnen. Denn die geplante Obsoleszenz, aufgrund derer heute jedes Gerät nach vier Jahren den Geist aufgibt, hat schleichend die ganze Welt befallen, und eine große Materialermüdung breitet sich aus. Also kämpfen die drei in einer zerfallenden Welt um das, was ihnen wichtig ist: Ihre Freundschaft, ihre Familien, ihre Liebe – und die Menschheit, die sich stets Geschichten vom eigenen Untergang erzählt und sich darin immer wieder neu erfindet. Der Roman erschien im August 2022 im Westend Verlag.

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Lesestunde: „Heimatnovelle“ von Gil Barkei

17. November 2022 | Lesestunde

In unserer Lesestunde liest Gil Barkei aus seiner 2021 erschienenen„Heimatnovelle“.
Heimat – das kann Vieles sein: Erinnerungen vor allem an die Kindheit, aber auch an Menschen mit denen man aufgewachsen ist, Gerüche, Lieblingsspeisen, Lieder und Filme. In „Heimatnovelle“ berichtet der Ich-Erzähler Leon von der Zusammenkunft seiner Familie in einer westfälischen Kleinstadt. Der Mittdreissiger aus Berlin erlebt eine innere Reise durch die Achtziger, Neunziger und Nullerjahre. Kriegsgeneration, 68er und Generation Y treffen mit all ihren Wandlungen und Widersprüchen aufeinander. Gil Barkei, 1983 geboren, hat Politikwissenschaften in Marburg, Budapest und Potsdam studiert und ist seit 2016 Redakteur der Wochenzeitung: „Junge Freiheit“. 

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Lesestunde: „Sieben Tage Sommer“ von Thommie Bayer

10. November 2022 | Lesestunde

In der Lesestunde liest der Schriftsteller Thommie Bayer. Er wurde 1953 in Esslingen am Neckar geboren und studierte in den 1970er-Jahren freie Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Nebenbei war er über viele Jahre als Liedermacher tätig und feierte mit seiner eigenen Band einige musikalische Erfolge. Seit den 1980er-Jahren konzentrierte sich Bayer auf die Schriftstellerei, verfasste Romane und Erzählungen, aber auch Drehbücher sowie Sketche und Glossen für den Rundfunk.

Thommie Bayer liest aus seinem aktuellem Roman „Sieben Tage Sommer“: Max ist über siebzig und hat fünf alte Freunde in seine Villa an der Côte d’Azur eingeladen. Diesen Menschen ist er vor Jahrzehnten auf einer Wanderung begegnet. Sie haben ihm bei einem Überfall das Leben gerettet. Max tauscht E-Mails mit Anja aus, einer sehr viel jüngeren Freundin, und bittet sie, die Gäste zu empfangen und zu bewirten. Erst allmählich wird enthüllt, was Max eigentlich im Sinn hat, und alles kommt ganz anders als gedacht. „Sieben Tage Sommer“ erschien in diesem Jahr im Piper-Verlag.

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Lesestunde: „Der Abschied“ von Giuseppe Gracia

03. November 2022 | Lesestunde

An der Grenze zwischen Leben und Tod, zwischen Erinnerung und Traum erlebt der Erzähler den Trip seines Lebens, als er mit seinem besten Freund, dem Regisseur Lichtenberger, einen Berliner Kulturanlass besucht, der von islamistischen Terroristen gestürmt wird. Live übertragen ins Internet, werden die Opfer mit Schwert und Maschinenpistole hingerichtet, während der Erzähler unter den Geiseln plötzlich seine vor Jahren verstorbene Frau entdeckt.

Der Autor Giuseppe Gracia lebt mit seiner Familie als Schriftsteller und Kommunikationsberater in St. Gallen. Er ist regelmässiger Feuilleton-Autor bei der NZZ, Kolumnist für andere Schweizer Medien sowie Gastautor in Deutschland bei Welt, Focus online und weiteren Titeln. Gracia ist Mitglied des AutorInnenverbandes der Schweiz AdS. Zu seinen Romanen gehören: „Der Tod ist ein Kommunist“ (2022), „Glorias Finale“ (2022) oder „Santinis Frau“ (2007).

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Lesestunde: „Der Wehrläufer“ von Jörg Bernig

27. Oktober 2022 | Lesestunde

In der Lesestunde liest der Autor Jörg Bernig aus seiner 2021 in der edition buchhaus loschwitz erschienenen Novelle „Der Wehrläufer“. Bernig, 1964 geboren, promovierte nach dem Studium der Germanistik und Anglistik und einer anschließenden Lehrtätigkeit in Schottland und Wales an der FU Berlin. Bekannt wurde Jörg Bernig neben seiner publizistischen Tätigkeit durch die Veranstaltung „Lesen in Kötzschenbroda“, bei der unter anderem Reiner Kunze, Ulrich Schacht, Bernhard Schlink, Barbara von Wulffen gastierten. 

Bernig wurde 2013 mit dem Kunstpreis der Großen Kreisstadt Radebeul ausgezeichnet. In diesem Jahr nahem er den Andreas-Gryphius-Preis der Künstlergilde Esslingen entgegen. In Bernigs Erzählung „Der Wehrläufer“ geht ein Schriftsteller nach Prag, um vor der Kulisse der Mutter der Städte seinen vor langem begonnenen Roman über einen Maler zu beenden. Seine stillen Tage sind erfüllt von den Geräuschen des Hauses und der Moldau, die er von seinem Fenster aus sieht. Eines Tages steht ein Wehrläufer mitten im Fluß, und der Schriftsteller sieht sich plötzlich im Verwirrspiel der Zeiten und Begegnungen, im Erinnern an Erlebtes und lebenslang Verschwiegenes.

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Lesestunde: „Im Drüben fischen. Nachrichten von West nach Ost (2)“

20. Oktober 2022 | Lesestunde

Die Frankfurter Autorin Cora Stephan reiste 1990 in ein ihr bislang unbekanntes Land: nach Mecklenburg-Vorpommern, in die Hauptstadt Schwerin. Sie beschreibt die verschiedenen Phasen ihres von Hilflosigkeit und Fassungslosigkeit geprägten Zonen-Kollers. Dieser findet seine Ursache im Erleben der Schwierigkeiten, die die Schweriner in der Begegnung mit den neuen politischen und strukturellen Gegebenheiten während der Wende erfahren. Sie beschreibt weiterhin die fragwürdige mediale Diskussion zwei Jahre später zu den Themen Stasi und Antifaschismus in der DDR.

Cora Stephans Buch „Im Drüben fischen. Nachrichten von West nach Ost“, erschienen in der Edition Buchhaus Loschwitz, versammelt Texte aus den ersten Jahren nach Wende und Wiedervereinigung. Der letzte Band aus ihrer Trilogie zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert „Ab heute heiße ich Margo“ erscheint unter dem Titel „Über alle Gräben hinweg. Roman einer Freundschaft“ Anfang nächsten Jahres. Cora Stephan schreibt außerdem für die Achse des Guten, Tichys Einblick und die Weltwoche.

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Lesestunde: „Im Drüben fischen. Nachrichten von Ost nach West“

13. Oktober 2022 | Lesestunde

Die Frankfurter Autorin Cora Stephan reiste 1990 in ein ihr bislang unbekanntes Land: nach Mecklenburg-Vorpommern, in die Hauptstadt Schwerin. Dort hatte eine Bürgerrechtlerin eine Zeitung gegründet - den „Mecklenburger Aufbruch". Vielleicht konnte Regine Marquardt Unterstützung gebrauchen? In der Folge fanden Wessi und Ossi nur langsam zusammen, dann aber umso intensiver. Einem Gemeinwesen beim Ableben zuzusehen, war so makaber wie lehrreich. Lehrreich auch im Vergleich mit der eigenen, der westdeutschen Kultur. Cora Stephans Buch: “Im Drüben fischen. Nachrichten von West nach Ost”, erschienen in der Edition Buchhaus Loschwitz, versammelt Texte aus den ersten Jahren nach Wende und Wiedervereinigung. Cora Stephan schreibt Romane, der letzte Band aus der Trilogie zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert: „Ab heute heiße ich Margo" erscheint unter dem Titel „Über alle Gräben hinweg. Roman einer Freundschaft" Anfang nächsten Jahres. Außerdem schreibt Cora Stephan für die Achse des Guten, Tichys Einblick und die Weltwoche.

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Lesestunde: „Das Atelier“ von Uwe Tellkamp

06. Oktober 2022 | Lesestunde

Bilder mit Worten malen – man könnte meinen, dies geschähe, liest man Uwe Tellkamps Texte. Die Erzählung „Das Atelier“ gewährt faszinierende Einblicke in die Bilder und Welt der sächsischen Kunstszene, insbesondere in Dresden. Dies geschieht hier freilich nicht in der Form eines Reports oder schieren Abbilds, sondern als Dichtung und Wahrheit: auf irisierende Weise stets auch das Ganze bedenkend. Im trunken wuchernden Gespräch entsteht eine ganze Welt vor unseren Augen, in der sächsischer Wein eine wichtige Rolle spielt, eine Luftpistole in einer pittoresken Nebenrolle zu sehen ist, eine Welt voll lebendiger Leute, in der Bücher von ebenso großer Bedeutung sind wie Bilder und Skulpturen. Freilich führt uns Tellkamps erlebnisreicher Essay am Ende auch die Bedrohung der Kunst vor Augen, wenn sie und der Künstler in die Mühle in der Politik und der Ideologen geraten…

Das Buch ist in der Edition BuchHaus Loschwitz erschienen. 

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Lesestunde: „Lob des Normalen: Vom Glück des Bewährten“ von Cora Stephan

12. September 2022 | Lesestunde

Die „Normalen“ stellen die Mehrheit im Lande. Oft ein bisschen spießig, verheiratet, ein bis zwei Kinder, Eigenheim, geregeltes Einkommen, verlässliche Steuerzahler; gutmütige Menschen. Lange haben sie es sich gefallen lassen, zum Auslaufmodell erklärt zu werden. Bis jetzt. Warum und wie sie sich jetzt wehren, davon erzählt Cora Stephan in ihrem Buch „Lob des Normalen: Vom Glück des Bewährten“. 

Die promovierte Politikwissenschaftlerin und Historikerin ist Kontrafunk-Hörern als Gast in vielen Diskussionssendungen sowie als Kommentatorin bekannt. Als Schriftstellerin schreibt sie Sachbücher und Romane.  Zuletzt „Margos Töchter“, erschienen bei Kiepenheuer&Witsch.

Es liest die Autorin. 

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