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    Sonntag, 29. Januar 2023, 6:05 Uhr
    Sonntag, 29. Januar 2023, 6:05 Uhr
    (Wdh.11:05, 15:05, 17:05)

    Peter J. Brenner: Die deutsche Reformpädagogik – eine schöne Illusion

    • Bis heute genießt die Reformpädagogik einen guten Ruf. Die Landerziehungsheime, die Montessori-, die Waldorf- und die Jenaplan-Schulen sowie andere Reformprojekte entstanden nach Vorläufern im 18. Jahrhundert um und nach 1900. Ein Blick auf ihre Geschichte zeigt, dass sie trüben ideologischen Quellen entspringen und dass sie ihre pädagogischen Versprechen selten einhalten konnten. Ob die Ideen der Reformpädagogik wirklich den Anforderungen einer modernen Gesellschaft entsprechen, erscheint nicht erst seit den Skandalen der jüngsten Zeit fraglich.

    Kommentare
    Wenzel
    Auf einen kritischen Kommentar zu diesem Beitrag, erhielt eine persönliche Antwort vom Autor! Leider war diese Antwort für mich enttäuschend, da sie unterstrich, dass er kaum an gegenüberstellen der Kritik der Fehlentwicklung en privater UND staatlicher Schulen interessiert ist, auch nicht an vorhandenen Konzepten zur Änderung der Bildungskrise insgesamt. Stichwort: Bildung als Rohstoff in einem ressourcenarmen Land. DAS war mal der Ansatz der 80er und 90er Jahre des letzten Jahrhunderts.

    Kein Wort von „Schule im Aufbruch“, „Akademie für Potenzialentfal tung", Revoluzern wie Ricardo Leppe, oder andererseits: Unterfinanzieru ng des Schulwesens insgesamt, programmierter Überforderu ng der Lehrer, Tücken der Digitalisierung (vergl. Manfred Spitzer), usw.

    Herr Brenner beließ es leider NICHT bei der einseitigen aber berechtigten Schmähung der Zustände an Schulen wie der "Odenwald Schule", welche leider kein Einzelfall war. Er unterstellt gleichzeitig eine Anfälligkeit ALLER Reformschulkonz epte für Übergriffig keiten sowie Autoritarismus, unterschlägt dann aber das ursächlichere Phänomen der Attraktivität alternativer Schulformen für narzisstisch auffällige Lehrer und deren Individualversa gen. Vergleiche: Kirche! Die multifaktoriell e Niveau-Abwärtsspirale mit Gewalt, Mobbing und diversem Leid von Lehrern und Schülern an staatlichen Schulen wird nicht einmal angedeutet.

    Meine Bitte: Bleiben Sie beim Kontrafunk ALLEN journalistische n Qualitätskriterie n treu.

    MfG!

    Hannelore Wolf
    Sehr geehrter Herr Professor Brenner, mit großem Interesse habe ich Ihre Lesung über die Reformpädagogik auf Kontrafunk gehört. Wir wohnen bei Frankfurt und sind früher öfters bei Oberhambach im Odenwald gewandert.
    Und kamen dabei stets an der Odenwaldschule mit ihren putzigen Häuschen vorbei. Ich bin aus allen Wolken gefallen, als vor ca. 10 Jahren die dortigen Verhältnisse bekannt wurden. Ihr Vortrag hat mir vieles doch in ganz anderem Licht gezeigt. Ich hatte nämlich in den 70er und 80er Jahren das Summerhill-Taschenbuch gelesen und auch viel über die Bielefelder Laborschule mit Hartmut von Hentig, einem Neffen Gräfin Dönhoffs, die ich sehr verehrte und deren Bücher ich mit großer Anteilnahme gelesen habe.
    Richtig erschüttert haben mich die Verhältnisse in der Odenwaldschule aber auch aus einem anderen Grund. Ich habe nämlich im Zuge meiner Berufstätigkeit einen sehr, sehr netten Herrn aus Jerusalem kennengelernt. Er lebte in Berlin und lernte über Frau Cassirer-Geheeb die Odenwaldschule kennen, die Herr Geheeb gegründet hatte. Er war so begeistert von dem Konzept der Odenwaldschule und lehrte dort ab 1929 bis 1933. Er schreibt, es sei eine glückliche Zeit gewesen. Er ging als Jude 1933 nach Israel, Geheeb in die Schweiz und gründete dort in Goldern eine neue Schule.
    Wenn man den Bericht "Aus meinem Leben" liest, den er mir bei einem Besuch in Jerusalem im Jahr  2000 kurz vor seinem Tod  schenkte, merkt man heute noch die Begeisterung, die ihn damals beseelte und die er s


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