Das Radio geistigen Widerstands
Erstausstrahlung: Sonntag, 22.01.23, 06:05 Uhr

Felix Perrefort: Das verlorene Recht auf Kindheit – eine Erinnerung

Es ist erschreckend, wie selten der Gedanke aufkommt, was die Corona-Regeln mit einem selbst wohl als Kind gemacht hätten. Eine persönliche Erinnerung von Felix Perrefort, Redakteur bei der „Achse des Guten“, macht die traumatische Situation heutiger Kinder klar – und die Schuld, die die dafür Verantwortlichen auf sich geladen haben.

Kommentare
Cornelia Buchta
Sehr geehrter Herr Perrefort, ich kann Ihre Analyse in allen Aspekten bestätigen. Als Physiotherapeut in und Querflötenpädagogin hatte ich in der "Maskenzeit" mit bleichen, unkonzentrierte n und oftmals unter Übelkeit leidenden Schülern nach ihrem 6 oder mehrstündigen Schulalltag zutun. Unsere Blasinstrument Unterrichte mutierten zu Therapiestunden , in denen ich gegen die erschreckende Kurzatmigkeit meiner Schüler ankämpfen musste. So sehr es mich freute, wenn sie das Zimmer mit rosigem Gesicht und gut durchlüfteter Lunge verließen, so unablässig stieg jedoch gleichzeitig meine Wut über die Zumutungen, die eine zwanghafte Erwachsenenwelt diesen Kindern aufbürdete. Am gravierendsten betraf das meine Schülerinnen im Alter von 10-12 Jahren. Also in der frühen Phase der Pubertät.
luxpatria
Exzellente Analyse, dir einen gesellschaftlic hen Abrund offenbart. Es ist ganz klar ein totalitäres Verbrechen an unseren Kindern verübt worden. Das wird weitreichende Konsequenzen in die Zukunft haben.Wächst da eine neue Kontra-Generation heran, wenn diese Corona-Tragödie aufgearbeitet ist ?
Sehr hörenswerter Beitrag, der auch ein bezeichnendes Licht auf Lehrer, Eltern und Ärzte wirft.


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  • Felix Perrefort: Das verlorene Recht auf Kindheit – eine Erinnerung
    22.01.2023 06:05

    Es ist erschreckend, wie selten der Gedanke aufkommt, was die Corona-Regeln mit einem selbst wohl als Kind gemacht hätten. Eine persönliche Erinnerung von Felix Perrefort, Redakteur bei der „Achse des Guten“, macht die traumatische Situation heutiger Kinder klar – und die Schuld, die die dafür Verantwortlichen auf sich geladen haben.

  • Norbert Bolz: Ist der Mensch gut oder böse? – Über politischen Moralismus und die Folgen
    15.01.2023 06:05

    Rousseaus ebenso naive wie totalitäre Idee vom natürlichen Gutsein des Menschen hat nicht nur das Unheil der Französischen Revolution begründet, sondern wirkt in den heutigen Vorstellungen von Ökosozialismus, Wokeness und ähnlichem Tugendterror fort. In diesem Essay geht der Philosoph Prof. Norbert Bolz dem Kitsch des Sündenstolzes, der um sich greifenden Gefühlsherrschaft und der Cancel Culture auf den Grund: es ist der Defekt einer Aufklärung, welche die Tatsache des Bösen in der Welt nicht erkennen will. 

  • Klaus-Rüdiger Mai: Tiefe oder freie Gesellschaft - Der Westen steht vor der Entscheidung
    08.01.2023 06:05

    Niemand ist in der öffentlichen Debatte so verachtet wie der Kapitalismus, der zum Sündenbock für alles Schlimme gemacht wird und deshalb abgeschafft, wenigstens reformiert gehört. Die Verdammungsfloskeln der Erz-Kapitalisten unterscheiden sich kaum noch von denen der Marxisten. Doch hinter dem Theaterdonner geht es für die einen darum, eine neue heißende, doch leider altbekannte Gesellschaft zu schaffen und für die anderen beim Umbau der Wirtschaft das Geschäft ihres Lebens zu machen: Prinz John, der Sheriff von Nottingham und Robin Hood haben ein Bündnis geschmiedet – gegen das Volk.

  • Alexander Meschnig: Eine kurze Geschichte des Krieges (Teil 2)
    01.01.2023 06:05

    Im zweiten und letzten Teil seiner „kurzen Geschichte des Krieges“ behandelt der Politologe und Psychologe Dr. Alexander Meschnig die Zeit von den napoleonischen Kriegen bis in die Gegenwart. Die Entwicklung war seit dem 19. Jahrhundert zunächst durch eine Mechanisierung und Maschinisierung gekennzeichnet, wobei der moderne Massenkrieg dann vor allem zu einem wirtschaftlichen Kampf wurde. In Anbetracht dieser historischen Linie erscheint der Ukraine-Krieg wie ein Rückfall in eine vergangene Epoche.

  • Peter J. Brenner: Vom „Wiener Kreis“ zu „Follow the Science“. Die Theoriegeschichte eines Irrtums
    25.12.2022 06:05

    Im politischen Kampfruf „Follow the Science“ spiegelt sich das hohe Ansehen, das „die Wissenschaft“ heute hat. Dieses Ansehen verdankt sie  nicht zuletzt den Philosophen, die sich in den Jahren um 1930 unter dem Namen „Wiener Kreis“ zusammengefunden hatten. Ihr eigentliches Ziel der Begründung einer rationalistischen Weltauffassung haben sie nicht erreicht. Aber in Auseinandersetzung mit Ludwig Wittgenstein und Karl R. Popper haben sie Impulse für das Wissenschafts- und Politikverständnis gegeben, die bis heute nachwirken.

  • Milosz Matuschek: Corona - Die Stunde der Wahrheit
    18.12.2022 06:05

    In unserer Sendereihe Audimax – Das Kontrafunkkolleg“ hören Sie heute fünf Essays des Publizisten Milosz Matuschek zum Thema: Corona – Die Stunde der Wahrheit. Das Motto lautet: „Im Reich der Lüge ist Wahrheit Verrat“. 

    Die Texte sind auf der Webseite des Autors unter den folgenden Links abrufbar:

    https://www.freischwebende-intelligenz.org/p/gotzendienst-der-luge

    https://www.freischwebende-intelligenz.org/p/was-fuer-eine-macht

    https://www.freischwebende-intelligenz.org/p/wanted-drosten-luege

    https://www.freischwebende-intelligenz.org/p/corona-die-stunde-der-wahrheit

    https://www.freischwebende-intelligenz.org/p/die-20-sozialgesetze-von-felix-somary

    https://www.freischwebende-intelligenz.org/p/inseln-der-weltklugheit

  • Norbert Bolz: 90 Minuten Weltausgrenzung. Warum der Fußball so viele Menschen fasziniert
    11.12.2022 06:05

    Während es in der modernen Gesellschaft immer schwieriger wird, einen Zusammenhang zwischen Leistung und Prominenz zu erkennen, gilt beim Fußball immer noch: Man wird kein weltberühmter Spieler, wenn man nichts kann. Natürlich spielt beim Spiel auch Zufall eine Rolle. Gerade der Fußball vermag deshalb aus einfachsten Regeln eine hohe Komplexität aufzubauen. Es lohnt sich, überhaupt einmal über die Funktion von Spiel und Wettkampf als großes Stimulans des Lebens nachzudenken. In einer Welt, wo Leidenschaften und Enthusiasmus nur noch verloren umherirren, generiert der Fußball jene Momente der Überraschung und Aufregung, die beglückend wirken.

  • Alexander Meschnig: Eine kurze Geschichte des Krieges (Teil 1)
    04.12.2022 06:05

    Mit dem Angriff russischer Truppen auf ukrainisches Staatsgebiet ist der Krieg wieder nach Europa zurückgekehrt. Ein Kontinent, auf dem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die verheerendsten Kriege in der Geschichte der Menschheit stattgefunden haben, der aber nach 1945 weitgehend befriedet wurde. Seit dem Februar 2022 ist der Krieg nun wieder in aller Munde, Frontverschiebungen, militärische Offensiven und strategische Fragen sind ein wichtiger Teil der täglichen Nachrichten geworden. Der Krieg in der Ukraine erscheint, auf dem Hintergrund der Entwicklung des Krieges nach 1945, als ein Anachronismus, als Rückfall in eine frühere Epoche der Kriegführung. Grund genug, einmal die Geschichte des Krieges von seinen Anfängen bis in die Gegenwart nachzuzeichnen. Teil 1 dieses Vortrages behandelt die Kriegführung von ihren Anfängen bis zur Französischen Revolution. Teil 2 folgt Anfang Januar und behandelt die Ära der Weltkriege bis zu den sog. Neuen Kriegen. Die Einordnung des Ukrainekriegs beendet abschließend eine kurze Geschichte des Krieges.

    Die hier gemachten Ausführungen finden sich, für interessierte Hörer, in detaillierter Form in der von Parviz Amoghli und mir 2018 veröffentlichten Studie: „Siegen oder vom Verlust der Selbstbehauptung“, erschienen in der Werkreihe von TUMULT.

  • Peter J. Brenner: „Furcht und Zittern. Vom Erdenbeben zum Klimatod: Katastrophen und ihre Folgen“
    27.11.2022 06:05

    Am 1. November 1755 brachte das Erdbeben von Lissabon das europäische Denken in Verlegenheit. Es warf ein neues Problem auf: Ist die Welt für den Menschen eingerichtet oder muss er sich in ihr selbst einrichten? Mit jeder Naturkatastrophe, mit jedem Unglück stellte sich seitdem die Frage, was versäumt wurde und was künftig getan werden müsse. Die apokalyptischen Szenarien der Klimakatastrophe hingegen fallen dahinter wieder zurück in eine voraufklärerische Panik-Strategie. 

  • Katja Leyhausen: „Entfesselt! - Eine Diskursgeschichte des Impfens“
    20.11.2022 06:05

    In „Entfesselt! – Eine Diskursgeschichte des Impfens“ erörtert Katja Leyhausen die Geschichte der „Biomacht“ in Frankreich, einem der Pionierländer des Impfens. Leyhausen entwickelt, wie die staatliche Kontrolle der Bevölkerung vor allem über das Impfregime implementiert werden konnte. Gerade vor dem Hintergrund der drohenden Verstetigung der Covid-„Schutzmassnahmen“, wie einer erneuten Impfempfehlung des deutschen Bundesgesundheitsministers, ist der historische Blick auf die Geschichte des Impfens lehrreich. Der Text erschien im Oktober 2022 in drei Teilen auf 1bis19.de – Magazin für demokratische Kultur. 

  • Norbert Bolz: „Die Faszination der Katastrophe"
    13.11.2022 07:05

    Worin besteht der Erfolg der deutschen Grünen? Dem Philosophen und Medienwissenschaftler Norbert Bolz zufolge haben die Grünen politische Ideen durch Rituale einer Zwangsneurose ersetzt, aus denen sich der Wohlstandsbürger der westlichen Welt seine eigene Privatreligion zusammenzimmern kann: sei es durch das Festkleben an Kunstschätzen, Strassen, oder wenigstens durch Hausmülltrennung. So haben die Grünen Politik zugunsten einer hysterischen Theologie der Katastrophe ersetzt, die die Apokalypse erfolgreich als Ware vermarktet und das rational-kritische Bewusstsein in Abrede stellt. Dabei wäre die Einsicht, dass Fortschritt mit Risiko, aber auch mit Chancen verbunden ist, die Grundüberzeugung wirklicher Aufklärung.

  • „Die Stunde des Verlierers. Gottfried Benn und Peter de Mendelssohn über die literarische Emigration“
    30.10.2022 06:05

    Im März 1950 sendete der Nordwestdeutsche Rundfunk ein fast einstündiges Streitgespräch zwischen Gottfried Benn und dem vormaligen Emigranten Peter de Mendelssohn. Die Analyse dieses Rundfunkgesprächs gibt einen Einblick in die Strategien der Schulddiskussionen in der Nachkriegszeit, in denen sich die junge Bundesrepublik ihre Identität schuf. Der Blick zurück auf die Rolle Gottfried Benns im „Dritten Reich“ wird zugleich zum Blick in die Zukunft der Kunst und Literatur in der Bundesrepublik.

    In unserer Sendereihe Audimax – das Kontrafunkkolleg senden wir hierzu einen Essay des Germanisten Prof. Dr. Peter J. Brenner, in dem er sich mit der wesentlichen Frage der inneren Emigration während der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzt. In seinem Beitrag „Die Stunde des Verlierers. Gottfried Benn und Peter de Mendelssohn im Streitgespräch über die literarische Emigration“ dient Brenner die Auseinandersetzung zwischen den Dichtern Gottfried Benn und Peter de Mendelssohn als Beispiel.

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