Erstausstrahlung: Sonntag, 02.10.22, 06:05 Uhr

„Verschwörungstheoretiker, Extremismusexperten und Expertenextremismus“

In unserer Sendereihe „Audimax – Das Kontrafunkkolleg“ bringen wir heute zwei Texte zum Thema “Verschwörungstheorie”. Der erste Text ist eine Rede, welche die Sprachwissenschaftlerin Katja Leyhausen am 12. März 2022 auf einer Demonstration der Offenen Gesellschaft Kurpfalz in Wiesbaden gehalten hat. Danach folgt ein Text des Philosophen und Psychologen Thierry Simonelli. Beide Texte stammen aus dem Online-Magazin des Vereins 1bis19 e.V., der sich im Jahre 2020 als eine Antwort auf die deutsche Corona-Politik und auf Initiative Paul Brandenburgs gegründet hat.

Kommentare
Meier
Ein Fehler liegt in allen Beschäftigungen mit "Demo-Nazi", "Verschwörungstheor etiker":
Verleumdete fühlen sich betroffen. Alle Verschwörungstheor ien haben das Nichtbelegbare oder die Substanzschwäche in sich (Geister, Bermuda, UFO).
Wer Belege, Aussagen, Studien, Messungen... zum Thema XY in den Händen hält, wird von denen angegriffen, die nur behaupten (Regierung). Das war es schon. Nach diesem, nicht neuen Allgemeinverständnis gehören Regierungsaussa gen tatsächlich zu den Verschwörungstheor ien? Nein, die strukturierte Bösartigkeit zeigt, das die Verschwörung keine Theorie ist.

fa
liebe kontrafunkteam, habe diese sendung leider life verpasst. wo finde ich den link der sednungen vomselben tag zum nachhören? danke

Melde Dich zum Kommentieren im Login-Bereich an, um kommentieren zu können.

Weitere Sendungen: Audimax

  • Peter J. Brenner: „Furcht und Zittern. Vom Erdenbeben zum Klimatod: Katastrophen und ihre Folgen“
    27.11.2022 06:05

    Am 1. November 1755 brachte das Erdbeben von Lissabon das europäische Denken in Verlegenheit. Es warf ein neues Problem auf: Ist die Welt für den Menschen eingerichtet oder muss er sich in ihr selbst einrichten? Mit jeder Naturkatastrophe, mit jedem Unglück stellte sich seitdem die Frage, was versäumt wurde und was künftig getan werden müsse. Die apokalyptischen Szenarien der Klimakatastrophe hingegen fallen dahinter wieder zurück in eine voraufklärerische Panik-Strategie. 

  • Katja Leyhausen: „Entfesselt! - Eine Diskursgeschichte des Impfens“
    20.11.2022 06:05

    In „Entfesselt! – Eine Diskursgeschichte des Impfens“ erörtert Katja Leyhausen die Geschichte der „Biomacht“ in Frankreich, einem der Pionierländer des Impfens. Leyhausen entwickelt, wie die staatliche Kontrolle der Bevölkerung vor allem über das Impfregime implementiert werden konnte. Gerade vor dem Hintergrund der drohenden Verstetigung der Covid-„Schutzmassnahmen“, wie einer erneuten Impfempfehlung des deutschen Bundesgesundheitsministers, ist der historische Blick auf die Geschichte des Impfens lehrreich. Der Text erschien im Oktober 2022 in drei Teilen auf 1bis19.de - Magazin für demokratische Kultur. 

  • Norbert Bolz: „Die Faszination der Katastrophe"
    13.11.2022 07:05

    Worin besteht der Erfolg der deutschen Grünen? Dem Philosophen und Medienwissenschaftler Norbert Bolz zufolge haben die Grünen politische Ideen durch Rituale einer Zwangsneurose ersetzt, aus denen sich der Wohlstandsbürger der westlichen Welt seine eigene Privatreligion zusammenzimmern kann: sei es durch das Festkleben an Kunstschätzen, Strassen, oder wenigstens durch Hausmülltrennung. So haben die Grünen Politik zugunsten einer hysterischen Theologie der Katastrophe ersetzt, die die Apokalypse erfolgreich als Ware vermarktet und das rational-kritische Bewusstsein in Abrede stellt. Dabei wäre die Einsicht, dass Fortschritt mit Risiko, aber auch mit Chancen verbunden ist, die Grundüberzeugung wirklicher Aufklärung.

  • „Die Stunde des Verlierers. Gottfried Benn und Peter de Mendelssohn über die literarische Emigration“
    30.10.2022 06:05

    Im März 1950 sendete der Nordwestdeutsche Rundfunk ein fast einstündiges Streitgespräch zwischen Gottfried Benn und dem vormaligen Emigranten Peter de Mendelssohn. Die Analyse dieses Rundfunkgesprächs gibt einen Einblick in die Strategien der Schulddiskussionen in der Nachkriegszeit, in denen sich die junge Bundesrepublik ihre Identität schuf. Der Blick zurück auf die Rolle Gottfried Benns im „Dritten Reich“ wird zugleich zum Blick in die Zukunft der Kunst und Literatur in der Bundesrepublik.

    In unserer Sendereihe Audimax – das Kontrafunkkolleg senden wir hierzu einen Essay des Germanisten Prof. Dr. Peter J. Brenner, in dem er sich mit der wesentlichen Frage der inneren Emigration während der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzt. In seinem Beitrag „Die Stunde des Verlierers. Gottfried Benn und Peter de Mendelssohn im Streitgespräch über die literarische Emigration“ dient Brenner die Auseinandersetzung zwischen den Dichtern Gottfried Benn und Peter de Mendelssohn als Beispiel.

  • Heinz Schott: „Mesmerismus und geistiges Heilen“
    23.10.2022 06:05

    Der Medizinhistoriker Prof. Heinz Schott spricht über Grenzgebiete der ärztlichen Kunst. Schott lehrte jahrzehntelang Geschichte der Medizin an der Universität Bonn und war Direktor des dortigen Medizinhistorischen Instituts. Er hat auch mehrere Bücher zur Geschichte der Medizin verfasst oder herausgegeben. Daraus entstammen die folgenden Vorträge über Franz Anton Mesmer und die Geschichte des Mesmerismus sowie über den schwäbischen Arzt und Dichter Justinus Kerner.

    Die damals entwickelten Ideen über geistiges Heilen und magische Einflüsse auf körperliche Vorgänge lassen sich zwar aus einer modernen wissenschaftlichen Perspektive der Biophysik als romantische Spinnerei abtun, doch sie sind angesichts der vielen rätselhaften, aber unleugbaren Wechselwirkungen zwischen Geist und Materie auch heute noch von Interesse.

  • Alexander Meschnig: „Die Wiederkehr des Verdrängten“
    16.10.2022 06:05

    Die Themen Klima, Corona und aktuell der Ukrainekrieg haben das Problem der Masseneinwanderung in den letzten Jahren weitgehend verdrängt. Für den in Berlin lebenden österreichischen Psychologen und Politologen Dr. Alexander Meschnig stellt sich die Frage, welche ökonomischen, sozialen und psychologischen Folgen die Verdrängung dieses essenziellen Themas hat. Er wirft dazu einen Blick in die Vergangenheit und durchleuchtet das gegenwärtig von Politik und Medien orchestrierte Schweigen von unterschiedlichen Seiten. „Die Wiederkehr des Verdrängten“ will so ein wenig die Erinnerung auf ein weitgehend tabuisiertes Thema lenken, das für die Zukunft Deutschlands und Europas von entscheidender Bedeutung sein wird.

  • Norbert Bolz: „Der Angriff auf die Normalität“
    09.10.2022 06:05

    Fast alles worauf wir heute stolz sein können verdanken wir den weissen alten Männern - den toten alten Männern. Davon ist Prof. Dr. Norbert Bolz überzeugt. Warum werden sie von der politisch korrekten, „woken" Kultur trotzdem so gehasst? Sie dienen scheinbar als Sündenbock, der die vielen im Hass auf den einen eint. Der Sündenbock-Mechanismus ist zwar schon so alt wie die menschliche Gesellschaft, aber einige Anzeichen deuten darauf hin, so Norbert Bolz, dass er in der modernen Welt immer wichtiger, gnadenloser und umfassender wird.

  • „Verschwörungstheoretiker, Extremismusexperten und Expertenextremismus“
    02.10.2022 06:05

    In unserer Sendereihe „Audimax – Das Kontrafunkkolleg“ bringen wir heute zwei Texte zum Thema “Verschwörungstheorie”. Der erste Text ist eine Rede, welche die Sprachwissenschaftlerin Katja Leyhausen am 12. März 2022 auf einer Demonstration der Offenen Gesellschaft Kurpfalz in Wiesbaden gehalten hat. Danach folgt ein Text des Philosophen und Psychologen Thierry Simonelli. Beide Texte stammen aus dem Online-Magazin des Vereins 1bis19 e.V., der sich im Jahre 2020 als eine Antwort auf die deutsche Corona-Politik und auf Initiative Paul Brandenburgs gegründet hat.

  • Peter J. Brenner: „Karl May. Ein Weltbürger im Reich der Phantasie“
    25.09.2022 07:00

    Karl May (1842 bis 1912) ist der erfolgreichste Autor der deutschen Literaturgeschichte. Ein Blick auf Leben, Werk und Wirkungsgeschichte zeigt, dass er mit seinen Romanen fast 150 Jahre deutscher Kulturgeschichte begleitet und auch mitgeprägt hat. Er hat Mythen geschaffen, in denen sich das deutsche Bürgertum wiedererkennen und mit denen es sich die Welt auf eine verständliche Weise zurechtlegen konnte. Karl May wurde 2022 ein Zufallsopfer der Cancel-Culture-Bewegung, aber die Kontroversen um ihn zeigen, worum es geht: um das Erbe der bürgerlichen Welt.

    Peter J. Brenner war Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität zu Köln, 2009 wechselte er an die Technische Universität München. Er ist Verfasser mehrerer Standardwerke seines Fachs und zahlreicher weiterer Bücher zur Kultur- und Bildungsgeschichte.

  • Norbert Bolz: „Die Tyrannei der Wehleidigen“
    11.09.2022 06:05

    Der Duden unterwirft sich dem Gendergaga und Apple kreiert als neues Emoji den schwangeren Mann. Der woke Wahnsinn tritt mit aggressiver Selbstherrlichkeit hervor und das Fühlen befreit sich vom Denken. Doch die Gefühle sind schon selber Fakes: es ist die Simulation, die Selbstsuggestion von Empfindungen, Verletzungen und Frustrationen. Prof. Norbert Bolz analysiert, mit welchem Treibstoff der Empörungsmotor läuft, den die Moralmachthaber bedienen, um ihre Tyrannei zu errichten.

  • Alexander Meschnig: „Selbstzerstörung als Erlösungsphantasma“
    04.09.2022 06:05

    Deutschland zeichnet sich insbesondere in den letzten Jahren durch ein stetiges Abgleiten der Politik in eine Art von Traumwelt aus. Der Mangel an realistischer Selbstwahrnehmung und die fehlende Integration von Binnen- und Außenwahrnehmung bestimmen den Charakter einer Gesellschaft, die mehr und mehr der Vernunft und dem Pragmatismus abgeschworen hat. Die deutsche Politik verliert sich dabei immer mehr in den Bildern der eigenen Größe und moralischen Erhabenheit, die mit einer Verdrängung der Realität einhergeht. Die daraus resultierenden Probleme und der unaufhaltbare Einbruch der Wirklichkeit in diese Scheinwelt sind Gegenstand dieser drei Essays.

  • Peter J. Brenner: „Gesichter einer Landschaft – Theodore Fontane und seine Mark Brandenburg“
    28.08.2022 06:05

    Die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ sind das heimliche Hauptwerk Theodor Fontanes, an dem er über dreißig Jahre lang gearbeitet hat. Fontane erfährt zwischen Havel und Oder eine Kulturlandschaft mit einer ereignisreichen Geschichte, eine Grenzregion, in der sich Deutsche und Slawen begegnen, Flüsse begradigt, Moore trockengelegt werden, Torfstecher und Ziegelbrenner die Hauptstadt versorgten. Literarische Nachfolger Fontanes konnten hundert Jahre später die gleichen Erfahrungen mit der jetzt in der DDR gelegenen Landschaft machen. Erst der Klimaschutz mit seinen Windkraftanlagen gab dieser Landschaft ein anderes Gesicht.

    Peter J. Brenner war Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität zu Köln, 2009 wechselte er an die Technische Universität München. Er ist Verfasser mehrerer Standardwerke seines Fachs und zahlreicher weiterer Bücher zur Kultur- und Bildungsgeschichte.

  • Norbert Bolz: „Realitätsverlust und Kommunikationsmacht – Wie die 68er-Meinungssoldaten das Denken durch Moralansprüche ersetzen“
    14.08.2022 06:05

    Woher kommt der Konformismus in einer freiheitlichen Gesellschaft? Was sind das für Parallelwelten, die sich in Parlamenten und Redaktionen etabliert haben, und Nachrichten aus der Wirklichkeit als Störgeräusche empfinden? Es gibt Grenzen der Aufklärung, weil die Menschen betrogen werden wollen. Denn der Wahn schafft wenigstens Ordnung. Norbert Bolz analysiert die Götterdämmerung der 68er-Generation als eine durch die sozialen Medien ausgelöste Kulturrevolution.

  • Peter J. Brenner: „Die deutsche Südsee – Ein koloniales Missverständnis“
    31.07.2022 06:05

Konto CHF
IBAN: CH72  0900 0000 1591 2773 8
BIC: POFICHBEXXX

Konto EUR
IBAN: CH43  0900 0000 1591 2777 5
BIC: POFICHBEXXX