„Irrlichter und Fixsterne“

Erstausstrahlung: Freitag, 09.09.22, 20:05 Uhr

Matthias Matussek und Rüdiger Safranski streiten über den Ukraine-Krieg. Muss der Westen das angegriffene Land gegen die russische Armee verteidigen? Oder hat der Westen selber soviel Dreck am Stecken, dass sich Empörung über Putin verbietet? Sind unsere Waffenlieferungen militärisch sinnvoll oder führen sie nur zur Verlängerung des Kriegselends? Dient der ganze Waffengang vielleicht dazu, von der längst angebahnten Wirtschaftskatastrophe in Europa abzulenken? Über diese Fragen offen zu diskutieren, ist in vielen Kreisen nicht mehr möglich. Matthias Matussek und Rüdiger Safranski führen im Kontrafunk vor, wie es geht. Sie sind befreundet, aber sie vertreten ganz gegensätzliche Meinungen und argumentativ fliegen die Fetzen.

Kommentare
Bastl
Ich habe versucht, mich anzustrengen, andere Meinungen gelten zu lassen, bin aber bei Herrn Rüdiger Safranski erbarmungslos an meine Grenzen und an meine Toleranz für den mir bisher angenehmen „Kontrafunk“ gestoßen,….ich glaube ganz u gar nicht, dass Sie sich mit „Rüdiger“ einen Gefallen für den Sender getan haben.-.-schade schade schade .
Hentzau
Man muss jede Meinung Anhören. So absurd sie für einen selbst ist. Man kann ja nicht nur da hinhören was man selbst für richtig hält. Nur durch Gegenmeinungen wird man zum Nachdenken angeregt. Oder wie in diesem Fall auch nicht
Donna Pablo
Ich stimme Ihnen voll und ganz zu!
Aber der Matussek hat auch nicht gerade geglänzt...

Onkel Herbert
Jaja..Herr Matussek ist durch "seine Russischlehrerin"geblendet...:-)
Hentzau
Ich fand die Sendung wunderbar! Sie zeigt mehr oder weniger die Meinungen die gerade herrschen, aber auch vor allem das man miteinander reden kann. Das man auf Grund unterschiedlicher Meinungen nicht Feinde sein muss, Freundschaften beenden muss. Ich selber bin auch gar nicht in Ansatz mit Herrn Rüdiger seiner Meinung im Einklang. Aber wenn man nicht auch andere Meinung hört und auch mit denen diskutiert, kann man selber nicht wachsen, reifen, und auch sich selbst weiterentwickeln. Schließlich muss man seine eigene Meinung auch immer wieder in Frage stellen, um sich sicher zu seien das sie noch richtig ist.
Frost
Eine sehr bereichernde Sendung! Beide Gesprächspartner große Klasse!

Endlich wird mal Verständnis für verschiedene Meinungen möglich durch Fairness und eine Fülle von Argumenten, die nachvollziehbar vorgebracht werden.
So kann eine Überprüfung der eigenen Meinung stattfinden.
Sprachliche Fähigkeiten leuchten mit naheliegender Musik um die Wette.
Ganz und Gloria mit Worten und Argumenten!
Herzlichen Dank für diese Idee eines Diskurses, dessen Dringlichkeit nicht größer sein kann! Wenn es um Krieg geht, sollten wir genau hinhören und uns auch an die Friedensbewegung erinnern.



GeraldKL
Ich finde es unglaublich, das sich das Gespräch in diesem kleinen "legitimierten" Rahmen abspielt. Keine Intention - a là Ulrike Guerot - die Vorgeschichte darzustellen.
Der Spiegel berichtete vor 2010, das Deutschland die Ukraine mit Polizeikräften & Ausbildung (Fußball EM) unterstützt. Warum fehlen vollständig die Bio Labore mit ihrer Virenforschung (Victoria Nuland) ?

Es sollte möglich sein an einer Lösung mitzuarbeiten und nicht nur Unterhaltung auf rhetorisch hohem Niveau.

Ralf Schröder
Ich finde es gut und wichtig, dass KONTRAFUNK konträre Meinungen bietet. Umso mehr, wenn sie von kompetenten Köpfen wie Matussek und Safranski sachlich und engagiert verhandelt werden. Demokratie lebt vom lebendigen Streit/Diskurs über das gesamte Meinungsspektrum hinweg. Das Politik, Mainstream-Medien und immer mehr Bürger das offenkundig anders sehen, ist befremdlich.
Rüdiger Safranski hat an anderer Stelle mal gesagt, dass gute Bücher im Kopf „geräumig“ machen. Genau das wünsche ich mir von KONTRAFUNK. Und hierfür braucht es ein Programm, das die Überzeugungen der Hörer auch herausfordern und nicht bloß bestätigen will.
Übrigens: Ist es nicht interessant, dass die unterschiedliche Einschätzung des Wesens Putins bzw. Russlands die beiden Diskutanten zu völlig unterschiedlichen, gleichwohl vernünftigen Schlussfolgerungen führt? Und sollte man sich vor diesem Hintergrund nicht bemühen, ein möglichst guter „Putin-Versteher“ zu werden?

Frank
Wir erleben die wEnden in Vielfalt: Waffen, Waffen, Waffen schreien die ehemals Friedensbewegten. Sie sind gegen den europäischen Konsens einer sauberen Kernenergie. Sie wollen die höchst möglichen Preise für Energie, um Deutschland und Europa zu vernichten. Sie fordern die Kriegswirtschaft und den Mangel, so wie das die Engländer 1939 machen mussten. (Siehe hierzu das neue Buch von Ulrike Herrmann: Das Ende des Kapitalismus). Vielfaltswahn führt zu multiplen Kriegen und Deutschland war schon immer ein Meister, gegen alle Vernunft und Gegner zu kämpfen, die nicht seiner Meinung waren/sind. Russland ruinieren, es tut mir leid, das von einer Grünen zu hören, lässt mich an den Vegetarier aus Braunau denken, an dessen Gemüsegarten ich vor kurzem lag. Trotzdem: das Gespräch war hervorragend und hat die Sichtweisen gut vermittelt. Klarer Gewinner nach Punkten: MM. RS schreit geradezu inbrünstig: „Russland, mein Feind, Feind, Feind“. Die Angst vor einem finalen Schlag wächst .
Epomeo
Safranski argumentiert wie meine Oma, die den 2. WK live in Schlesien miterlebt hat und panische Angst vor dem Russen hatte. Fast nach jeder seiner Antwort und leichtem "Kontra" von Matussek, relativiert er seine Argumente und gibt teilweise nach. Mehrere seiner Argumente sind nich nachvollziehbar und nicht belegbar. Habe den Eindruck, dass Matussek absichtlich vermied härter den Philosophen in die Zange zu nehmen und nicht alle Argumente angesprochen wurden. Es ist schwer zu verstehen wie ein 68-er, der damals gegen Kriege demonstriert hatte, jetzt verlangt nach Lieferung von Schwerwaffen ins Kriegsgebiet. Ich denke auf einen 2-ten Wortwechsel mit Rüdiger Safranski könnte man verzichten obwohl ich vor Jahren ihm gerne zugehört habe und seine Bücher im Regal stehen habe.

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