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    Montag, 20. Mai 2024, 20:05 Uhr
    Montag, 20. Mai 2024, 20:05 Uhr
    (Wdh.23:05)

    Philosophieren #67: Falten

    • Auf dem Tisch liegt ein gefaltetes Hemd. Papier faltet man häufig, manchmal werden daraus kunstvolle Papierflieger. Falten kann man vieles, dann verbirgt sich im Inneren häufig etwas, das man nicht mehr unmittelbar sehen kann. Um es wieder ans Tageslicht zu bringen, muss man die Gegenbewegung des Ent-Faltens vollziehen. In dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ über die Geheimnisse, die sich in Falten verbergen, über Geschicklichkeit und Kreativität, über das Schaffen und Auflösen von Ordnung und über einen Weltenfalter.

    Kommentare
    IngeZH
    Dass das mit dem Papier, das bis zum Mond reicht, nur ein mathematischer Taschenspielert rick ist, habe ich mir schon gedacht. Es erinnert mich an die "Modellierer" unter den Wissenschaftler n, die uns "gedachte" Erkrankungsrate n oder Klimadaten präsentieren, die jeder realen Grundlage entbehren.
    IngeZH
    Danke - vor allem auch für die Erwähnung der Ausstellung von Erwin Hapke in der Gesellschaft für Kunst und Gestaltung Bonn. Leider wird es mir wohl nicht vergönnt sein, die zu besuchen. So bleibt mir nur, in der Erinnerung an Nürnberg und Kevelaer zu schwelgen, wo die Arbeiten schon einmal zu sehen waren.
    Falten ist mir durchaus vertraut, sowohl das Falten von Wäsche als auch von Briefen und Flyern. Boote und "Himmel und Hölle"-Spiele kannte ich aus meiner Kindheit, Dampfschiffe und leichtere Origami-Arbeiten habe ich mit meinen Kindern gelernt, war aber mangels Vorstellungsver mögen immer auf direkte Anleitung durch Vor- und Nachmachen angewiesen. Das gleiche gilt für Papierflieger, bei denen ich es erst als Erzieherin im Kindergarten zu einer gewissen 'Meisterschaft' gebracht habe, nachdem mir ein Junge seine Falttechnik gezeigt hat.
    Was die Falten angeht, die das Leben uns ins Gesicht schreibt, so habe ich mich damit schon vor vielen Jahren in einem kleinen Text auseinandergese tzt als sie sich angefangen haben, deutlicher abzuzeichnen.
    "Lebenszeichen
    Ich versuche nicht mehr, die Falten aus meinem Gesicht zu verbannen.
    Sie sind „Lebenszei chen“, die ich teils mit Stolz, teils mit Würde zu tragen versuche.
    Manche erinnern an schöne Zeiten voller Lachen und Glück,
    andere sind Zeugen meiner Unfähigkeit, gelassen zu bleiben."
    Den Gedanken von Alexander Christ, das Ent-Falten immer mitzudenken, nehme ich als Anregung gerne mit.

    Wolfgangus
    Tja, es sieht aus als sei nicht nur das Hemd vom Winde verweht und der Papierflieger ist entweder entführt oder irgendwo über dem Indischen Ozean verschwunden, bis Australien jedenfalls hat es weder Hemd noch Flieger geschafft. Schade, nicht nur die begeisterte Kritik weiter unten oder oben hat mich furchtbar neugierig gemacht, auf eine Sendung, von denen ich noch keine je verpasst, und jetzt scheint sie vielleicht ja auch den Falten des Himalaya in die Falle genangenzu sein, oder wurde Oper irgendeines anderen mörderischen Kalauers - es hat halt nicht sollen sein.
    Wolfgangus
    Das Hemd scheint auf dem Tisch liegengeblieben zu sein und zu schweigen. Es ist in Australien nicht zu hören. Vielleicht ist es ja das einsame Hemmed, das da baß verdämmet, Flatteratata flatteratata, und das jetzt weint wie ein kleines Kinde, Windurudei, windurudei. Es hat es nicht geschafft bis down under, leider, leider, windurudei....
    Prager
    Welch eine wunderbare Sendung! Ich habe gerne zugehört, mitgedacht und dabei, wie so oft beim Hören einer KF-Sendung, irgendeinen Zettel zusammengefalte t – allerdings ohne ein wirkliches Ergebnis. Dass Mathematik mit der Zahl 42 soviel Vergnügen bereiten und nebenbei die Exponentionalfu nktion veranschauliche n kann!
    Am meisten fasziniert und berührt hat mich aber die Arbeit und das Schicksal des „Weltenfal ters“ Erwin Hapke. Vielen Dank, Herr Burchardt, für die offenen Worte über Ihre Familie. Schön, dass man im Netz einiges mehr darüber erfahren und auch per Video einen Eindruck von dem Haus und den Arbeiten Ihres Onkels erhalten kann. Die SZ schreibt bei dieser ungewöhnlichen Kunst von „Outsider Art“, und meint damit „die oft verstörende Kunst von Autodidakten, Laien oder Menschen mit einer psychischen Erkrankung jenseits etablierter Formen und Strömungen.“ Ich habe diesen Begriff zum ersten Mal im Zusammenhang mit dem Hamburger Maler, Grafiker und Unterhaltungskünstler Heino Jaeger aus den 1970er Jahren kennengelernt, denke aber auch an den Bildhauer und Architekten Karl Junker, der um 1900 in Lemgo sein "Junkerhaus" gebaut und von oben bis unten mit eigenen Schnitzereien und selbstgefertigt en Möbeln ausgestattet hat. Alle drei Künstler haben sich auf ganz besondere Weise entfalten können...

    Michael Sailer
    Oh, keine Sendung, nichts zum Hören, nichts zum Runterladen? Schade ...
    Franz
    Ist mir auch schon öfters aufgefallen. Die Verlinkung klappt nicht immer. Da wird man wohl auf Youtube ausweichen müssen.

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