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    Sonntag, 10. Dezember 2023, 12:05 Uhr
    Sonntag, 10. Dezember 2023, 12:05 Uhr
    (Wdh.16:05)

    Menschenbilder: Der schwache Gott

    Giuseppe Gracia im Gespräch mit Uwe Jochum
    • Giuseppe Gracia im Gespräch mit Uwe Jochum, ehemaliger Universitätsbibliothekar und Buchautor im Bereich Mediengeschichte und Theologie. Ist der christliche Gott ein schwacher Gott der Liebe und Hingabe und was bedeutet das für unsere Zeit, die besessen ist von Machtfragen? Dass die Kirche auf schwache Menschen gebaut ist, sieht man seit 2000 Jahren, aber warum gibt es sie dann immer noch, während Grossreiche, die auf Stärke bauen, immer wieder verschwinden? Ist die Geschichte der menschlichen Kulturen und Zivilisationen im Kern ein Ringen zwischen Stärkekult und Dienst am Leben?

    Kommentare
    Freund
    Ich bin Atheist und irgendwie über Gastgeber und Gast irritiert. Doch im Grunde muss ich - für jemand der sich aufrichtig mit der Seinslehre beschäftigt - amüsiert und nicht abwertend schmunzeln. Am liebsten wäre ich gar nichts. Halt, vielleicht doch: Ein Stauner.
    calixtinusII
    Sowohl der Gott des Alten wie der des Neuen Testaments ist absolut nicht schwach, im Gegenteil. Anderes zu behaupten, ist, sorry, blanker Unsinn. Ein Blick in die Bibel hätte gereicht, um zu erkennen, dass allein der Begriff Pantokrator / Weltenherrscher im Alten Testament zigmal (180 x) vorkommt, und was noch wichtiger ist: im Neuen Testament in der Apostelgeschich te und vor allem in der Offenbarung des Johannes, geschrieben um die erste Jahrhundertwend e nach Christus. Hier wird Gottes eschatologische r Allherrschaft das Wort geredet. Jochums Eingangsworte zu folgen, hieße, alle christliche Philosophen und Kirchenlehrer der frühen und mittelalterlich en Kirche wie Augustinus, Anselm von Canterbury, Thomas von Aquin, u.a.m., wie Päpste und Bischöfe ad absurdum zu führen; beispielweise auch die mittelalterlich en Baumeister der wuchtigen Kathedralen vor allem am Jakobsweg. Blicken Sie z.B. auf die Eingangsbereich e von drei der schönsten Kathedralen Spaniens, nämlich von Burgos, Leon und Santiago de Compostela (Meister Mateo). Immer zu sehen: Jesus Christus als Pantokrator, als allmächtiger Weltherrscher, darunter postiert der Apostel Jakobus und/oder die Gottesmutter und Jungfrau Maria. Fazit: der trinitarische Gott ist natürlich ein Gott der Liebe, der Güte, der Barmherzigkeit und dennoch ein richtender Gott. Uwe Jochum gegen den Rest der Welt, das ist doch einmal ein Wort!
    Knarfi
    Ich habe es ja schon immer gesagt, Gott ist schwach - wenn es ihn überhaupt gibt und das lasse ich offen. Das Gute ist schwach und das Böse ist stark - die Geschichte zeigt es. Ich frage mich oftmals, was der christliche Glaube für einen Sinn machen soll. Nach diesem Podcast noch mehr. Stärke zeigt man, wenn man zum Opfer wird....wirkt auf mich wie eine hilflose Rechtfertigung, an der Sache festzuhalten, okay, muss ich nicht verstehen. Leider stelle ich auch hier fest, dass christliche Menschen manchmal sehr überheblich sind und sich offensichtlich doch als etwas bessere Menschen betrachten. Ich brauche keine 10 Gebote um nicht zu morden oder zu stehlen. Es gibt immer noch einen Charakter, ein Gewissen, Menschlichkeit und Sozialdenken und dafür braucht man keine Religion. Ob Religionen tatsächlich nicht so viele Opfer verursacht haben, wage ich zu bezweifeln, siehe Kreuzzüge, Hexenverfolgung und die Kriege und Spannungen bezüglich des Islam auch der Gegenwart. Ich bleibe dabei - für mich ist die Menschheit erst dann wirklich reif, wenn sie ohne Religionen lebt! Vielleicht gibt es Gott, vielleicht ist das Christentum tatsächlich das Maß aller Dinge, mag ja sein. Trotzdem löst dieses Thema immer wieder Fragen aus...

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