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    Montag, 8. Juli 2024, 20:05 Uhr
    Montag, 8. Juli 2024, 20:05 Uhr
    (Wdh.23:05)

    Philosophieren #74: Onanieren

    • Der Philosophie ist nichts Menschliches fremd. Insofern war es nur eine Frage der Zeit, dass Alexander Christ und Matthias Burchardt auch auf anrüchige Themen wie das Onanieren zu sprechen kommen. Wie aber findet man Worte für diese alltägliche Verrichtung, ohne ins Klinische oder Vulgäre abzugleiten oder in die Falle des pseudoaufklärerischen Tabubrechers zu schlüpfen? Hören Sie selbst, ob das Experiment einer geistigen Erschließung einer körpernahen Thematik geglückt ist.

    Kommentare
    Inge Zschaler-Honndorf
    Obwohl mich in den vergangenen Wochen andere Themen weit mehr umtreiben, war ich neugierig, auf die philosophische Sicht auf diesen 'allzumenschlich en' Bereich. Am Ende war ich ein bisschen enttäuscht über die aus meiner Sicht seltsam utilitarische und biologistische Perspektive auf Sexualität und Lust. Es fällt mir schwer, zu glauben, dass wir mit Lustempfinden ausgestattet wurden, nur um der Fortpflanzung zu dienen. Das würde doch im Umkehrschluss bedeuten, dass Frauen, die über das gebährfähige Alter hinaus sind, keinen Anspruch auf Sexualität mehr haben und die ihnen angetrauten Männer, wenn sie sich an die eheliche Treue gebunden fühlen, gleich mit. Was das Masturbieren/Onanieren angeht, so finden oft schon kleine Kinder selbst heraus, dass das zu körperlicher Entspannung führen kann. Natürlich würde ich nie ungefragt dieses Thema an ein Kind herantragen. Aber gelegentlich wird es durch die Kinder selbst zum Thema und kann dann zu einer Herausforderung werden, wenn man einem Kind so feinfühlig wie möglich und ohne es zu Beschämen erklären muss, dass sich andere durch sein Verhalten gestört fühlen.
    konrad
    So umfassende Recherchen, aber eine Stunde lang keine Erwähnung, warum in Gottes (zusammen mit Joe Bidens) eigenem Land bis heute die durch einen der wichtigsten Ernährer der Welt empfohlene Abhilfe gegen diese Todsünde praktiziert wird?
    https://de.wikipedia.org/wiki/John_Harvey_Kellogg#Kelloggs_Ansichten_über_Sexualität

    onckel fritz
    Dem Füllosohf is nix zu doof“, aber mir war es das nach knapp 2/3 der Sendung, was nicht am Thema lag. Aber so viele Gefahren und Bedenken waren mir dann doch zu viele; dazu bin ich wahrscheinlich zu einfach strukturiert. Man kann moralisch beklagen, dass „Tier Mensch“ dem Geschlechtstrie b unterworfen ist, aber an dieser biologischen Tatsache nichts ändern. Sollte aus allen möglichen Gründen kein Sexualpartner zur Verfügung liegen, ist die Selbstbefriedig ung noch die sozial verträglichste Art und Weise, diesem Trieb temporär abzuhelfen. Auch werden m.E. im Gespräch Ursache und Wirkung verwechselt. Nicht der „Onanist“ treibt sich in die Selbstisolation , sondern ein Mensch, der ohnehin Probleme mit dem Eingehen sozialer Beziehungen hat, wird öfter zu dieser Methode im wahrsten Sinne des Wortes greifen. Wenn Liebe, Sexualität und Fortpflanzung zusammenfinden, ist das schön, aber nicht immer zwingend gegeben. Zuzustimmen ist den Gesprächspartner n hinsichtlich der Ablehnung von Frühsexualisi erung sowie Moralisierung und Politisierung der Sexualität zum Zweck der Machtausübung.

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