Unter Freunden: Gabriele Gysi – Europa
Was als vielversprechendes Zukunftsprojekt begann mit der Vorstellung von einem geeinten Europa in Frieden und Freiheit hat sich zu einer Bedrohung entwickelt. Gabriele Gysi findet deutliche Worte, sie spricht von „Betrug“, von einem neuen „Imperialismus“ und von „organisierter Verantwortungslosigkeit“, wie man sie aus der DDR kannte und wie sie heute durch das Wirken der NGOs in neuer Form auflebt. Sie beklagt eine kulturelle Nivellierung, spricht von Abscheulichkeiten wie dem Eurovision Song Contest und der Art, wie sich die Olympischen Spiele präsentieren. Sie warnt vor einer neuen Aufrüstung und zeigt sich fassungslos über die „Sanktionen“, die sich die EU anmaßt.
Gabriele Gysi hält es für notwendig, nationale Grenzen zu respektieren und damit auch eine nationale Identität. Sie sieht eine Perspektive in der Verbesserung der Beziehungen zu Russland und in einer Orientierung hin zu einer Neutralität.
