Das Radio des geistigen Widerstands
Erstausstrahlung: Sonntag, 07.08.22, 20:05 Uhr

Yoyogaga: „Die Schweizer und die Deutschen (Gainsbourg)“

Andreas Thiel erklärt die Schweizer Mentalität, so z.B. weshalb Schweizer nicht nur dem Ausland gegenüber kritisch eingestellt sind, sondern vor allem auch dem Inland gegenüber. Thiel erklärt, wo die sprachlichen Fettnäpfchen für Deutsche liegen, weshalb Deutsche fälschlicherweise denken, Schweizer seien freundlich und warum Schweizer Frauen sagen, deutsche Männer seien gute Liebhaber.

Kommentare
Cornelia
Hätte ich das doch alles nur schon gewusst, als ich in der Schweiz gelebt habe. ;) Vielen Dank für diese wunderbare Sendung sowie für die grossartige Musikauswahl. Wie übrigens auch alle vorherigen Sendungen habe ich die Stunde wieder sehr genossen.
Hitzköpfiger Stoiker
Ich will nicht wissen, wieviele Deutsche das wieder für bare Münze genommen haben. Dann will ich mal einen draufsetzen: ich hab zwar nur 25 Jahre Erfahrung mit einer sehr überschauba ren Anzahl von Schweizerinnen, aber die höflichen Schweizerinnen sind auf jeden Fall unersättlicher als die Chinesinnen, aber genauso kritisch wie die Italienerinnen! :)
Gute Musik übrigens. Französisch hört man in Deutschland eher selten.


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  • Yoyogaga: „Die Beherrschung des Bewusstseins (Chopin, ABBA)“
    22.01.2023 20:05

    Wenn sich ein Auftragskiller beim Blick durch das Zielfernrohr in sein Opfer verliebt, hat er ein schlechtes Timing, was daher rührt, dass er sich nicht selbst beherrscht, sondern von einer Leidenschaft beherrscht wird, was ihn nicht nur unprofessionell erscheinen lässt, sondern auch unfrei macht. Andreas Thiel sinniert bei seinem sonntäglichen Kamingespräch darüber nach, wie man seine Gedanken und damit sein Bewusstsein beherrscht.

  • Yoyogaga: „Selbstbeherrschung bedeutet Freiheit und setzt Urteilsvermögen voraus (ABBA)“
    15.01.2023 20:05

    Wer die Dinge beurteilen können will, muss bereit sein, sie eingehender zu betrachten. Andreas Thiel erklärt, wie man als Veganer mit Verstand Tiere verspeist, alte Schnäpse mit noch älterem Eis kühlt und Konfuzianer mit Tee sokratisch unter den Tisch trinkt.

  • Yoyogaga: „Nackte Frauen verstehen lernen (Chopin)“
    08.01.2023 20:05

    Wie beherrscht man seine Triebe? In seiner zweiten Sendung zu dieser weltumspannenden und geschichtsträchtigen Frage relativiert Andreas Thiel den Veganismus, den Kannibalismus und den Tibetischen Buttertee, lobt dafür den Balinesischen Dschungelhermelin und die Verbreitung von Sturmgewehren in Schweizer Haushalten, und das alles bloss, um zu erklären, wo angesichts einer nackten Frau die Konsequenz aufhört und der Dogmatismus beginnt. Gemessen an ihrer Selbstbeherrschung steckt die Menschheit noch in Kinderschuhen.

  • Yoyogaga: „Wie beherrscht man seine Triebe?“ (ABBA)
    01.01.2023 20:05

    Triebe darf man nicht unterdrücken. Wer seine Triebe unterdrückt, versenkt sie bloss ins Unterbewusstsein und entzieht sie damit der Kontrolle des Bewusstseins, wodurch die Triebe unberechenbar werden. Östliche Philosophien leiten dazu an, Triebe nicht zu unterdrücken, sondern zu beherrschen. Der Schlüssel zur Beherrschung der Triebe liegt in unseren Sinnesorganen. Gewohnt, die Welt durch die Brille des Allegorikers zu betrachten, zeigt Andreas Thiel, wie die Beherrschung der Triebe im Alltag Raum schafft für spontane geistige Höhenflüge.

  • Yojogaga: „Platon, die Liebe und Jesus (Pink Martini)“
    25.12.2022 20:05

    Wenn sich diplomierte Philosophen Thiels Gedanken über Platon anhören, werden sie sich womöglich in den eigenen Hintern beissen. Denn das Diplom einer philosophischen Fakultät ist laut dem tibetischen Traum- und Schlaf-Yogi Tenzin Wangyal Rinpoche eine Auszeichnung für raffiniertes Unwissen. Thiel schlägt einen Bogen von der Knabenliebe der Spartaner über Aristophanes’ Lobgesang auf die Homosexualität bis zur Stasi-Richtlinie 1/76 über gesellschaftliche Zersetzungsmassnahmen, erklärt das rhetorische Muster des Sokrates, ergänzt Platons Symposion um den fehlenden Schluss und leitet nahtlos über zum Neuen Testament, dem wichtigsten Buch über die Liebe. 

  • Yoyogaga: „Was ist Liebe? (Rittgen, Köbernick, Kehr)“
    18.12.2022 20:05

    Von der Universellen Liebe über die Leidenschaft, die Begeisterung, die Dualität, die Sexualität, die Homosexualität und die Transsexualität führt Andreas Thiels neuster philosophischer Husarenritt zur hormonellen Kriegführung und Christof Stählins Steigerung der Nacktheit. Und mit Arno Rittgens Lied «Fensterplatz» erlebt man sogar die wahre Liebe eines erhabenen Poeten zum profanen Fussball.

  • Yoyogaga: „Recht und Gerechtigkeit 4 (Pink Martini & The Von Trapps)“
    11.12.2022 20:05

    Totalitarismus entsteht aus guten Ideen. Seit Aristoteles die Logik durch Statistik ersetzt hat, versuchen wir, die Moral zu normieren. Die Folge ist, dass wir zu viele Gesetze haben und keine Moral mehr. Dabei bedeutet Freiheit nicht Sicherheit, sondern Selbstbeherrschung. Und zur Selbstbeherrschung ermächtigt uns kein Gesetz, sondern nur die Moral.

  • Yoyogaga: „Recht und Gerechtigkeit 3 (Surf Punk)“
    04.12.2022 20:05

    Die altpersischen Hymnen des Zarathustra überliefern zwar eine vortreffliche Morallehre, aber keine brauchbaren Gesetze. Der anarchistische Zustand der rechtlichen Schwerelosigkeit ist unbefriedigend, wie das Beispiel mit dem gestohlenen Hut des Papstes wieder einmal zeigt. Und das islamische Recht, die Sharia, beinhaltet zwar, als eine der wenigen Lehren, tatsächlich vernünftige Gesetze, die allerdings wiederum durch eine abenteuerliche Morallehre getrübt werden. Wie es scheint, finden wir vernünftige, weltliche Gesetze nur im Alten Testament. Aber damit werden neue Fragen aufgeworfen. Fortsetzung folgt...

  • Yoyogaga: „Recht und Gerechtigkeit 2 (Luz Casal / Pink Martini)“
    27.11.2022 20:05

    Die Ideen des Neuen Testaments sind als Gesetze genauso unbrauchbar wie das hinduistische Wheel of Samsara oder die Lehren des Zen. Der Sozialismus ist zwar normativ, aber deswegen noch lange nicht tauglich. Und die Demokratie bringt uns auch nicht weiter, denn sie beschreibt bloss eine Verfahrensnorm. Auf der Suche nach gesetzestauglichen Normen findet Andreas Thiel vieles ausser gesetzestaugliche Normen.

  • Yoyogaga: „Recht und Gerechtigkeit (Rodriguez)“
    20.11.2022 20:05

    Recht und Gerechtigkeit haben nichts miteinander zu tun. Im Gegenteil: Wer versucht, Gerechtigkeit im Gesetz zu verankern, zerstört sie. Sprachphilosophisch betrachtet, ist der Unterschied klar: Gesetze sind Normen, und die Moral ist ein Wert. Gerechtigkeit hängt von Werten ab, während das Recht auf Normen basiert. Wer diese beiden Kategorien vermischt, zerstört beides, sowohl das Recht wie auch die Gerechtigkeit. Andreas Thiel zeigt in dieser neuen sprachphilosophischen Betrachtung eindrücklich auf, weshalb gutgemeint das Gegenteil von gut ist.

  • Yoyogaga: „Beherrsche die Welt – Genesis 5/5 (Klezmer Revolution)“
    13.11.2022 21:05

    Im Gegensatz zum Tier hat der Mensch einen freien Willen. Damit kann er sich selbst überwinden, im Guten wie im Schlechten. Er kann den inneren Schweinehund genauso überwinden, wie er auch sein Gewissen überwinden kann. Und weil der Mensch so frei ist, dass er sowohl über sich selbst hinauswachsen wie auch unter sich selbst hinabsinken kann, braucht er Gesetze als Leitplanken für sein freies Handeln. Das entnimmt dem Schöpfungsbericht, wer die Allegorik beherrscht. Rätsel, wie die Sache mit Adams Rippe, bleiben zwar vorerst ungelöst, aber dafür entschlüsselt Andreas Thiel in seiner 21. Sendung weit gewichtigere Wortbilder wie den Satz: „Macht euch die Erde Untertan“.

  • Yoyogaga: „Der Baum der Erkenntnis – Genesis 4/5 (Jazz)“
    06.11.2022 20:05

    Ein Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen macht aus Sicht der Allegorik keinen Sinn. Die Geschichte geht erst auf, wenn wir die ursprüngliche Allegorie wiederherstellen. Andreas Thiel ist mit jüdischen wie auch christlichen Wurzeln inmitten von Büchern aus der griechischen, vedischen und zoroastrischen Literatur aufgewachsen und bewegt sich durch die Allegorik alter Schriften wie ein Fisch im Wasser. Wenn im Alten Testament steht, wir seien nach dem Abbild Gottes geschaffen worden, dann ist diese Beschreibung alles andere als beliebig. Und wenn im Neuen Testament steht, Jesus sei das Licht der Welt, dann ist das so tiefschürfend, dass daraus die gesamte Bibel ausgelegt werden kann.

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