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    Freitag, 9. Februar 2024, 14:05 Uhr
    Freitag, 9. Februar 2024, 14:05 Uhr
    (Wdh.19:05)

    Backstage Economy mit Gerald Markel - Wälder im Wandel

    • In einer munteren und tiefgreifenden Konversation über wirtschaftliche, ökologische und politische Fakten spricht Gerald Markel in „Backstage Economy“ diesmal mit Hans-Caspar Graf zu Rantzau. Seit Generationen hegt und bewirtschaftet die Familie des Forstwirts große Waldflächen in Schleswig-Holstein. Wir lernen, dass die Forstwirtschaft in Deutschland mit einem Jahresumsatz von 200 Milliarden Euro das zweitgrößte Cluster der gesamten deutschen Wirtschaft bildet und dass ein deutscher Waldbesitzer im Durchschnitt gerade mal 3–4 ha Waldfläche sein Eigentum nennt. Dafür gibt es derer viele: Zwei Millionen Deutsche besitzen Wald und sind ebenso wie Graf Rantzau mit einer Menge Vorschriften, Regeln und Verantwortlichkeiten befasst.

    Kommentare
    Steffen Loos
    Es war eine interessanter Unterhaltung und Herr Markel hat genau die Fragen gestellt, die ich als Laie in diesem Thema auch gestellt hätte. Die Antworten des Grafen waren auch sehr aufschlussreich . Sie entsprachen etwa dem was ich von Förstern und Waldbesitzern bisher zu hören bekommen habe: Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist Schuld an den angeblich kranken und Kaputten Wäldern. Die Forstleute trifft keine Schuld und man gibt sich ganz viel Mühe beim "klimaresiliente n Umbau" der Wälder. Hier hoffen die Waldeigentümer auf Fördergelder , wenn sie das Zauberwort "Klimawandel" sagen und versuchen dahinter die eigene Misswirtschaft zu verdecken. Einen Umbau der Wälder im großen Stil habe ich nicht wahrgenommen und das konnte jeder an den großen braunen Flächen an abgestorbener Fichten in den letzten Jahren erkennen Der Grund ist natürlich klar. Die Fichte ist ein Flachwurzler und in einer Monokultur konkurrieren alle Bäume um das Wasser in der obersten Bodenschicht. In trockenen Jahren leiden die Bäume unter Trockenstress und können sich nicht mit Harz gegen Schädlinge verteidigen. Die Universalausred e Klimawandel kann ich so langsam nicht mehr hören. Das Klima hat sich immer gewandelt und somit auch die Vegetation. Die Schäden entstehen dann wenn der Mensch es meint besser zu wissen. Bäume sind an stellen gewachsen, wo sie es heute nicht Können:
    https://www.sn.at/wiki/Pasterze_gibt_Baumstamm_nach_tausenden_von_Jahren_frei
    Wie ist der Baum nur dahingekommen?

    Exilant
    Ich kann mich immer noch nicht einkriegen eingedenk dieser substanzlosen Dampfplauderei eines Herrn Rantzau. Der Großvater meiner Frau war Oberforstmeiste r in Bayern. Ein gebildeter Mensch, der simultan Altgriechisch und Latein übersetzen konnte, und der uns seine Bibliothek hinterlassen hat, allein 18 Bände nur über Käfer. Warum ich das erwähne? Uns fehlen heute Leute mit Sachverstand und Bildung. Stattderer sind wir von Idioten umgeben bzw vice versa diese von der Realität, die auf Ministersesseln hocken oder die eitles dummes Gequatsche auf KF absondern.
    Da will doch dieser Randzau seinen Nadelwald in 30 Jahren auf Laubwald umgestellt haben. Wie das? In SW sind Buche und Eiche endemisch. Spricht er von Eschenahorn und Robinie? Neulich hatte er sich auf KF schon dahingehend geäußert, daß er verstärkt mit Neophyten "arbeitet" - einschließlich der eingeschleppten Schädlinge sollte man hinzufügen. Und der Hinweis auf die Nutzhaftigkeit von Totholz im Wald schlägt ja wohl dem Faß den Boden aus. Seither brennen in Brandenburg jeden Sommer die Wälder. Aber daran ist der Sandboden schuld wie er uns erzählen will. Lieber Herr Markel, bitte das nächste Mal etwas mehr kritische Distanz bei der Auswahl Ihrer Interviewpartne r.


    Cassiodor
    Leider konnte der sonst so bissige Herr Markel bei diesem Herrn nicht so recht landen. Der sagte brav alles auf: Klimawandel, Habeck ok und sinngemäß "wir schaffen das". Schien mir fast ein U-Boot zu sein, der Herr, so geschmeidig kam das alles herüber, was die Kooperation mit der Politik angeht. Und sein Vorschlag, was er als Minister machen würde, lief nur auf noch mehr Public-Private-Partnership hinaus - anstatt zu sagen: weniger Ideologie, weniger Vorschriften, weniger Abgaben - mehr Kompetenz in der Politik und mehr Freiheit für die Waldbewirtschaf tung. .
    Exilant
    Die Deutschen lernen es nie. Mein Vorredner bringt es auf den Punkt: Verbieten, Strafe, Strafe, Strafe.

    Das Gerede vom "Klimawandel" muß ich mir nicht anhören, schon gar nicht wenn vom alten Adel, der sich etwas einbildet auf die Bekanntschaft mit dem Vollidioten einbildet (Vollpfosten darf man ja nicht sagen).

    Früher sind wir zur Sommerfrische an die Ostsee gefahren. Sind auch öfters am Gestüt Rantzau vorbeigekommen. Unvergessen der Ausspruch meines Vaters über die Schulter gesprochen: " Auch so ein ( , ) loch.."

    luxpatria
    Hervorragende Sendung, die ich als sehr naturverbundene r Mensch aufmerksam verfolgt habe.
    Interessanter und sehr sympathischer Gesprächspartner Graf zu Rantzau.
    Es kam auch die touristische Nutzung des Waldes zur Sprache, zum Beispiel durch Mountainbiker,
    die mittlerweile überall anzutreffen sind, wo man sie partout nicht haben möchte.
    Meine Meinung dazu: Aufklärung hat man lange genug versucht, jetzt muss endlich konsequent gehandelt
    werden. Ohne strikte Fahr- und Begehungsverbot e und deren konsequente Ahndung geht es nicht.
    Fahrräder müssen endlich einer Kennzeichenpfli cht unterzogen werden, mit QR-Codes ist das kein Problem mehr.
    Der Erwerb eines solchen Kennzeichens muss zwingend mit einer Versicherungspf licht verknüpft werden. Wer Verstöße
    begeht, wird bestraft. Strafe, sofort vollstreckbar und nicht revisionsfähig: 500 Euro.

    Cassiodor
    Genau: wenn wir etwas brauchen hierzulande, dann unbedingt noch mehr Vorschriften! Verraten Sie mir doch mal, wieso ich für mein altes Tourenrad ohne Gangschaltung, mit dem ich bei schönem Wetter zwei Orte weiter einkaufen fahre, ein Kennzeichen brauche und gegen was ich mich versichern soll. Haftpflicht und Krankenversiche rung hat doch jeder. Also was soll dieser Regulierungswah n? Wenn die Waldbesitzer ein Problem auf ihrem Grund und Boden haben, müssen diese das selbst vor Ort lösen. Der Rest der Bürger hat damit schlicht nichts zu tun.

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