Skip to main content
  • Die heutige Abendausgabe

  • Die heutige Mittagsausgabe

  • Die heutige Morgenausgabe

    Montag, 16. Januar 2023, 20:05 Uhr
    Montag, 16. Januar 2023, 20:05 Uhr
    (Wdh.23:05)

    Philosophieren #2: „Lügen“

    • Die Folge zwei der neuen Sendung von Matthias Burchardt und Alexander Christ widmet sich wieder einem zentralen Thema der menschlichen Existenz: dem Lügen. Heute geht es also um kurze Beine, lange Nasen, die Differenz von Schein und Sein, Halbwahrheiten, Alltagslügen und mehr. Was motiviert Menschen dazu, zu lügen? Was genau verstehen wir eigentlich unter dem Begriff „lügen“? Setzt die Lüge stets eine böse Absicht voraus oder sind auch Lebenssituationen denkbar, in denen die Lüge schadlos existieren kann? Besondere Bedeutung hat die Lüge in der Kunst und Literatur, denn hier erkennen wir letztlich vielleicht gerade in der Lüge die Wahrheit. Zu einer sehr fragwürdigen „Meisterschaft“ in neuerer Zeit scheint das Lügen in der heutigen Politik aufgestiegen zu sein. Hier gilt offenbar die Parole „Lügen – aber richtig!“

    Kommentare
    Raul Gutmann
    Leider wurde angesichts der vergangenen drei "Corona"-Jahre eines der offenkundigsten Aspekte zum Thema Lügen nur sehr spärlich und mit extremer Zurückhaltung tangiert.
    Dabei wurden in jenem Zusammenhang in einem quantitativen wie qualitativen Maße realitätsferne Behauptungen aufgestellt aber auch geglaubt, die bis dato kaum möglich schienen.
    Insofern verbindet sich mit der Sendung – excusez moi – vor allem Enttäuschung.

    Joleo
    Ganz lieben Dank für diese Diskussion, die mich zum Nachdenken und -fühlen anregt.
    Das ist wirklich ein sehr spannendes Feld.
    Ich fange einfach mal an.
    Das Lügen scheint eine Ausdrucksform der Natur zu sein, wenn man Täuschung, Finten und z.B. Haken schlagen, als Varianten vom Lügen, zulässt.
    Was wäre ein Fußballspiel ohne diese Täuschungen und Finten?
    Wie ist es mit dem Placeboeffekt? Ein Feld, wo sich Schein und Sein wunderbare Pässe zuspielen, oder?
    Ist es nicht mein gesunder Menschenverstan d, der aufgrund von Intuition, Logik, Vernunft, Moral ... von Mal zu Mal entscheidet, was jetzt wohl das Beste ist?
    Im Fall des politisch Verfolgten, der von den Schergen eines verlogenen Unrechtssystems gesucht wird, halte ich Lüge oder Täuschung oder für Verwirrung stiftende Hakenschläge für moralisch vertetbar.

    Ich weiß gar nicht, was ich von Aufrichtigkeits versprechen halten soll?

    Ich glaube, die Aufrichtigkeit entwickelt sich mit der Reife der Persönlichkeit.

    Buchstaben alle!


    luxpatria
    Was für ein himmlisches Niveau !
    Ich bin platt ob all der schillerndern Aspekte, die dieses Thema offenbart. Großartiger Dialog, wieder eine Sternstunde mehr ! Und Michael Holm neu entdeckt, was für eine Hymne ! Ich bin bereichert worden !

    Ju52
    Die für mich wichtigste Botschaft dieses gelungenen Gesprächs: Im Zweifelsfall nichts sagen.

    Dass der Beitrag mit einer Lüge aus der Mottenkiste des Kitsches endet (Matthias Holm, Tränen lügen nicht), sehe ich als Versuch, ein abschreckendes Beispiel zu präsentieren. Ist gelungen. 🤗

    IngeZH
    Vielen Dank für das schöne, anregende Gespräch, das viele Aspekte des Lügens berührt hat und doch aus meiner Sicht einen in der jetzigen Zeit ganz wesentlichen Aspekt ausgeklammert hat: Die Tatsache nämlich, dass eine Gruppe von Menschen gibt, die aufgrund ihrer Macht definieren können, was Wahrheit ist und jede abweichende Äußerung als Lüge diffamieren. Bevor sich daran etwas ändert, scheitert jede moralische Diskussion über das Lügen im öffentliche n Diskurs.





    Melde Dich zum Kommentieren im Login-Bereich an, um kommentieren zu können.