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    Donnerstag, 20. Juni 2024, 20:05 Uhr
    Donnerstag, 20. Juni 2024, 20:05 Uhr
    (Wdh.23:05)

    Unter Freunden: Anke Ziemer – Der Kampf um das richtige und das falsche Deutsch

    Bernhard Lassahn im Gespräch mit Anke Ziemer
    • Bei der Rechtschreibreform war Anke Ziemer als Zaungast dabei und sah bereits, was da an Unheil auf uns zukommen würde. Es sollte noch schlimmer kommen. Heute haben wir es mit der feministischen Linguistik zu tun, die sich politisch durchgesetzt hat, und uns zu falschen Anwendungen elementarer grammatischer Regeln nötigen will, auch wenn sie unserem Sprachgefühl widersprechen. Anke Ziemer hat als Journalistin und Lektorin ständig mit dem Kleinkrieg um das vermeintlich richtige und das vorsätzlich falsche Deutsch zu tun. Der Gebrauch der Gendersterne und Unterstriche tut ihr „als Mensch“, wie sie sagt, „richtig weh“. Sie sieht es als eine der großen Herausforderungen unsere Zeit, den Zumutungen der „Gender-Sprech-Aktivisten“ zu widerstehen.

    Kommentare
    Wolfgangus
    Danke! Goran Bregovic, man sollte nicht schon vor dem Ende kommentieren. Dennoch: Baro Biao und Fanfares en Delir sind vom selben Ufer.
    Catharina
    Danke für diese tolle Sendung. Ich kann die Anmerkungen der Kritiker nicht nachvollziehen. Die Sendung macht Mut, dem Wahnsinn unverdrossen zu widerstehen. Fragt sich nur, wie lange die Schlupflöcher noch möglich sind. Ich habe den Eindruck es geht darum, die Schlinge allmählich immer enger zu ziehen. Irgendwann wird man wohl die Gendersprachebe seitigungs-Apps verbieten (wollen) und alle bestrafen, die die gesteuerte Sprachverhunzun g ablehnen. Unterschwellig ist das in manchen Bereichen ja jetzt schon so, wie man auch in dieser Sendung erkennen kann. So ist tatsächlich auch in diesem Bereich (wie bei Corona und bei der Klimasache doch eigentlich auch) bereits eine Spaltung geschehen, wie Herr Lassahn angemerkt hat.
    onckel fritz
    Sollte die von dem Komödianten ins zerhackte Klavier gebrüllte Ansprache „witzisch“ sein? Dafür bekommt man einen Kleinkunstpreis ? Darüber lachen die Leute? Diese Einlagen hätte ich in der ansonsten sehr guten, klugen und informativen Sendung nicht vermisst, die den ganzen orthographische n, grammatikalisch en und ideologischen Unfug in der jüngeren deutschen Sprache klar zerlegt hat.
    germainer
    Das ß (nahezu komplett) aufgegeben zu haben,
    ist für mich - und wird es immer sein - ein Sakrileg.
    Es ist nichts weniger als Verrat. Ausnahmen, egal
    wie sie begründet werden, bewerte ich nicht anders.
    [Etwas Kurioses: Friederike Mayröcker hat sich ihr
    ganzes Leben damit beholfen, auf ihrer alten
    Schreibmaschine , die diesen Buchstaben nicht
    enthielt, sz zu schreiben].

    Cassiodor
    Die Dame ist leider Teil des Problems: Sie weiß es besser, passt sich aber an, selbst wenn es um objektiven Unsinn wie "die Teilnehmenden" geht (danke an Herrn Lassahn, das er da nachgebohrt hat). Meine Erfahrungen als Texter, Lektor und Übersetzer (Finanzsektor) sind übrigens ganz andere: Keiner meiner Auftraggeber interessiert sich für den "Gender"-Hokuspokus, sondern wünscht eine klassisch-klare Ausdrucksweise, wie sie von ihren Adressaten erwartet wird. Nur ein einziger Kunde (aus den Niederlanden) fragte einmal an, ob da im Deutschen Anpassungsbedar f besteht. Ich habe ihm erfolgreich dargelegt, dass es sprachunwissens chaftlicher Unfug ist, der da veranstaltet wird - dass das generische Maskulinum ebenso alle Geschlechter meint wie das generische Femininum ("die Führungskraf t") oder das generische Neutrum ("das Mitglied"). Daann habe ich ein paar Beispiele für "korrekte" Genderei gebracht wie "der/die Bürger/innen/meister/in/kandidat/in - danach war Ruhe. Einzige Anpassung meinerseits an die deformierte Rechtschreibung : "ss" statt "ß" nach kurzem Vokal - plausibel und einfach zu merken. Dass die Dame positive Motive für die kulturmarxistis che Meisterleistung sieht, die Einheit der deutschen Sprache zu zerstören, hat mir zu denken gegeben. Ihr stellenweise schnoddriges Deutsch hat mir zusätzlich missfallen. Und: Wer in einer öffentliche n Sendung meint, sich mit "Hallo!" melden zu müssen anstatt mit "Guten Tag", der hat es schon einmal schwer bei mir..
    onckel fritz
    Auf sächsisch: „Gender vergessen!“ (Uwe Steimle)
    Wolfgangus
    Für die aus tiefster Seele sprechende Sendung größtmöglichen Dank, und natürlich auch für die Fanfares en Delir, oder war es Baro Biao? Egal, die wunderbare serbischen Fanfaren eben. Und warum zum Teufel gibt es Binnen-I be gone nur für Mac und nicht auch für Windows? Hat wohl Programm!

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