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    Mittwoch, 8. Mai 2024, 14:05 Uhr
    Mittwoch, 8. Mai 2024, 14:05 Uhr
    (Wdh.17:05, 19:05)

    Leib und Speise: der Maibock

    Markus Vahlefeld im Gespräch mit Tilo Schwarzbach und Stefan Sellschopp – mit einem Beitrag von Georg Etscheit
    • Es ist ein Teekesselchen, also ein Wort mit zwei Bedeutungen: Maibock. Es gibt ihn als Spezialität von der Jagd, und es gibt ihn als Starkbier mit jahrhundertealter Tradition. Im Gespräch mit Markus Vahlefeld klären der Jäger Dr. Stefan Sellschopp und der Bierbrauer Dr. Tilo Schwarzbach das Geheimnis, was beide verbindet. Nämlich nichts. Der Journalist und Autor Georg Etscheit hat zudem den Umgang mit Wild in Deutschland einer Betrachtung unterzogen.

    • Kontrafunk im Gespräch mit Stefan Sellschopp

      Maibock – das Tier

    • Kontrafunk im Gespräch mit Tilo Schwarzbach

      Maibock – das Bier

    • Georg Etscheit

      Wildkonsum in Deutschland

    Kommentare
    Tilo Schwarzbach
    Hallo Cicerone,

    vielen Dank für die Anmerkung bezüglich der Geschichte des Kölsch. Ich habe mittlerweile nachgesehen, und es ist tatsächlich so, dass sich die Wasserwerte in Köln und Düsseldorf nicht wesentlich unterscheiden, wobei in der Tat das Düsseldorfer Wasser sogar noch etwas weicher ist.

    Generell ist zu sagen, dass sich Bierstile meist anhand der vor Ort verfügbaren Rohstoffe, wozu auch das Brauwasser gehört, entwickelt haben, und nicht jedes Wasser ist für jeden Bierstil geeignet. So gingen z.B. die Münchner Brauereien noch im 19. Jh. davon aus, aufgrund des kalkhaltigen Wassers nie etwas anderes brauen zu können als Münchner Dunkel, während andersherum das helle Bier Pilsner Brauart seinen Siegeszug auch dem in Pilsen zur Verfügung stehenden sehr weichen Wasser zu verdanken hat. Im Falle des Kölsch war das Brauwasser aber - wie Sie richtig angemerkt haben - kein wesentlicher Faktor, und der Auslöser war in der Tat die Verbreitung der hellen Lagerbiere, ausgehend von Pilsen 1842.

    Heute wird das Brauwasser in den Brauereien sowieso durch modernste Techniken passend aufbereitet.

    Da auch die verschiedenen Biersorten bzw. Steuerklassen zur Sprache kamen, hier die korrekten Zahlen:

    Einfachbier: <7% Stammwürze
    Schankbier: 7 - <11% Stammwürze
    Vollbier: 11 -- <16% Stammwürze
    Starkbier: ab 16% Stammwürze

    Als Hobbybrauer sind diese Einstufungen für mich weniger relevant, von daher hatte ich diese leider nicht exakt parat.

    Herzliche Grüße aus Graz
    Tilo Schwarzbach

    Cicerone
    Hallo Herr Vahlefeld,

    der Bierfachmann hat einen Fehler gemacht. Wir haben mit ca. 15 Grad dH in Düsseldorf hartes Wasser. Aber in Köln ist es 18,6 Grad dH noch deutlich härter. Das Bier war in Köln ursprünglich auch dunkel und es setzte sich das Kölsch aus dem Kölsche Wieß durch als optische helle Antwort auf Helles und Pils. Das wiederum hat der Experte richtig erwähnt.

    Exilant
    Interessanter und lehrreicher Vortrag zur Geschichte des Bieres. Vielen Dank dafür!

    Zum Abknallen von Tieren ist nur zu sagen, wie Roger Moore es so treffend ausgedrückt hat: das Hobby von empathielosen Feiglingen, die eine geile Freude empfinden, wenn sie gottgleich auswählen, welches Tier dran glauben soll und welches nicht. Der Lacher allerdings, daß er, der Ballermann, auf die schwächsten Böcke anlegt, damit nur die stärksten sich fortpflanzen. So ein Schwachsinn.


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