Kontrafunk aktuell vom 27. Dezember 2024
Bringen das neue Jahr und der neue US-Präsident Trump der Ukraine endlich eine Chance auf Frieden? Darüber sprechen wir mit Thomas Fasbender, Ressortchef Geopolitik bei der „Berliner Zeitung“. Seit 2018 wurden in Deutschland, Österreich und der Schweiz auffallend viele Universitätsprofessoren entlassen. Darüber berichtet das Buch „Wer stört, muss weg“. Wir haben eine der Autorinnen, Heike Egner, im Interview. Der Schweizer Moderator und Dokumentarfilmer Reto Brennwald berichtet über seinen neuen Film „Das Erfolgsgeheimnis der Schweiz“. Und im Kommentar des Tages widmet sich Florian Machl dem Thema Impfgehorsam.
Thomas Fasbender: Ukraine im neuen Jahr
Heike Egner: Entlassung von Professoren
Reto Brennwald: Das Erfolgsgeheimnis der Schweiz
Florian Machl: Impfgehorsam
Lassen Sie uns in Zukunft die Impfbefürworter nach ihrem Impfstatus befragen. Nehmen wir an, die Einheits- und Wahrheitspresse hätte mit ihren Theorien zur Impfung recht. Wer ist dann der Schwurbler? Nur wenige von denen, die bis heute Angst vor Covid-19 predigen, sich bis heute testen, Maskenpflicht und Impfungen mit hoher Aggression verteidigen, sind auch so oft geimpft, wie es von „der Wissenschaft“ empfohlen wurde. Das wären aktuell mindestens zehn Injektionen. Es ist an der Zeit, all diese Menschen zu fragen, weshalb sie sich diese noch nicht abgeholt haben. Warum haben sie nach der dritten Injektion aufgehört, obwohl die Obrigkeit etwas ganz anderes empfiehlt? Viele Menschen sind bereit, auf bösartigste Weise jeden Streit aufzunehmen, wenn es um Sinnhaftigkeit und Wirkung der Corona-Spritzen geht. Aber sie selbst gehen nicht mehr zum „Boostern“.
Ich habe einige Pressemeldungen zusammengefasst, die als Argumentationsgrundlage in der Auseinandersetzung mit diesen Menschen dienen können. Erstens: Corona-Impfungen vergrößern den Penis. Das Corona-Virus soll das männliche Geschlechtsteil angeblich schrumpfen. Bis zu vier Zentimeter können verlorengehen wie die österreichische „Heute“ betont. Außerdem sorgt das Virus laut „Neuer Osnabrücker Zeitung“ für Erektionsprobleme, und laut „Kurier“ für Impotenz. Der berühmt-berüchtigte Thomas Laschyk verfasste auf dem Portal „Volksverpetzer“ einen angeblich satirisch gemeinten Clickbait-Artikel: „Neue Meta-Studie zeigt: Corona-Impfung kann längeren Penis zur Folge haben“. Über Laschyks eigene Penisgröße sind keine Details bekannt, aber man munkelt. Das mit vielen Steuermillionen geförderte Wahrheitsmedium „Heute“ wusste schon im Mai 2021 zu berichten: Covid-19-Impfung rettet Leben – und Erektionen. Zweitens: Die Covid-Impfung schützt vor Thrombosen und Herzinfarkten. Eine Studie, die gerade erst von Rudi Anschober, dem ehemaligen Gesundheitsminister Österreichs, geteilt wurde, besagt, dass man durch Covid-19-Impfungen weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle erleiden würde. So erklärte beispielsweise das deutsche Portal Ingenieur.de, dass die Impfung nicht nur vor Erkrankung schützen würde, sondern auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Problemen wie Thrombosen und Schlaganfällen senken würde. Bei so sensationellen Eigenschaften ist es doch merkwürdig, dass mRNA-Impf-Fans sich nicht sogar monatlich ihre Spritze holen? Drittens: Die Covid-Impfung schützt auch Krebspatienten. Schwurbler behaupten, dass nach Covid-19-Impfungen weltweit die Fälle von Krebs, wiederkehrendem Krebs und Turbokrebs zugenommen hätten. Dem gegenüber steht die Meinung, dass die Covid-Impfungen auch Krebskranken hervorragend helfen würden. Das erklärt beispielsweise ein Artikel der Medizinuni Wien – „Sars-CoV-2: Vierte Impfung schützt auch Krebspatient:innen“. Und die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie sieht keinen Grund, trotz schwerer Krebserkrankung und Chemotherapie auf die „Corona-Impfung zu verzichten“.
Sie sind also dauernd krank „trotz Impfung“? „Die Wissenschaft“ empfiehlt noch mehr Booster! Merkwürdigerweise gibt es immer wieder Menschen, die behaupten, sie würden trotz ihrer „Grundimmunisierung“ ständig krank und dabei auch häufig an Covid-19 erkranken. „Die Wissenschaft“ empfiehlt weitere Booster, wie man im Science Media Center Germany nachlesen kann. Man wäre zwar nach zwei Dosen bereits auf „hohem Niveau“, aber mehr Booster würden noch besser (!) wirken. Was wir also jedem sagen können, der uns gegenüber die Wirksamkeit und Sicherheit der Impfungen behauptet: Anständige Menschen im Sinne des Systems haben mindestens sechs Impfungen – aber besser mehr. Aktuell empfiehlt beispielsweise die österreichische Regierung auf dem Portal Gesundheit.gv.at eine mindestens jährliche „Auffrischungsimpfung“. Wenn man also im Jahr 2021 folgsam seine ersten drei Spritzen der „Grundimmunisierung“ abgeholt hat, ist man im Jahr 2024 bei mindestens sechs Spritzen angekommen. Wer krank oder schwach ist, sollte noch öfter gehen. Hier bieten sich vier Spritzen pro Jahr an. Da wäre man also bereits bei sechzehn Spritzen, wenn man „der Wissenschaft“ folgt. Das seriöse Wahrheitsmedium „Bild“ erklärt uns die aktuellen Impfempfehlungen in Deutschland. Vor allem Schwache und Kranke müssen sich demnach unbedingt die „Auffrischung“ holen. Auch ab 60 Jahren wird diese empfohlen. All das hat freilich nichts mit Euthanasie zu tun, das wäre ja wieder eine böse, unseriöse Unterstellung. Die ursprüngliche Empfehlung war übrigens, sich nach den ersten drei Spritzen jedes halbe Jahr eine weitere abzuholen. Dies wären also bereits neun Injektionen.
Und lassen Sie uns nicht vergessen: Unser fürsorglicher, schützender Staat hatte schon immer zehn Impfungen pro Bürger im Sinn. Die selbstverständlich über jeden Korruptionsverdacht erhabene EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen hat mit ihrem umsichtigen SMS-Deal mit Pfizer dafür gesorgt, dass für jeden Europäer „ausreichend“ Impfstoff zur Verfügung steht. 4,6 Milliarden Dosen stehen den rund 450 Millionen EU-Bürgern zur Verfügung. Es ist also eine unverantwortliche Steuergeldverschwendung, wenn man als staatshöriger Mensch, welcher den Systemmedien vertraut und „die Wissenschaft“ als Maßstab für alles sieht, weniger als diese zehn Spritzen konsumiert hat. Für weitere Diskussionen wäre also mein Ratschlag: Fragen Sie doch nach, weshalb die jeweiligen Personen noch nicht die zehnte Spritze im Körper haben. Und bis bis wann sie gedenken, dieser wichtigen Empfehlung der Gesundheitsbehörden zu folgen. Sie wollen doch nicht als Lebensgefährder gelten, oder?
