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    Montag, 1. September 2025, 5:05 Uhr
    Montag, 1. September 2025, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 1. September 2025

    Stefan Millius im Gespräch mit Hans-Georg Maaßen, Elias Vogt und Philipp Gut – Kontrafunk-Kommentar: Frank Wahlig

    Die Schweizer Politik will die Energiewende unter anderem mit der Windkraft bewältigen. Elias Vogt, Kritiker dieser Offensive, erklärt die Absicht hinter zwei Volksinitiativen, die für Gegenwind sorgen. Hinter den Kulissen der Kleinpartei Werteunion rumort es. Der Parteivorsitzende Hans-Georg Maaßen spricht über die Vorgänge und seine Drohung, das rumpelnde Schiff zu verlassen. In der Westschweizer Stadt Lausanne kam es nach dem Tod eines Jugendlichen tagelang zu Aufständen gegen Polizei und Behörden. Philipp Gut erklärt die Hintergründe. Und Frank Wahlig kommentiert Bodo Ramelows Vorstoß für neue deutsche Staatssymbole.

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    Winckelmann Gruppe

    Interview 1

    Elias Vogt: Kampf gegen die Windrad-Offensive der Schweizer Politik

    Interview 2

    Hans-Georg Maaßen: Was läuft falsch bei der Werteunion?

    Interview 3

    Philipp Gut: Ausnahmezustand und Gewalt im Westen der Schweiz

    Kommentar

    Frank Wahlig: Wie ein Linken-Politiker an nationalen Symbolen rüttelt

    In Frankreich würde bereits die Guillotine abgestaubt und aus dem Museum heraus auf die Place de la Concord gerollt. Man stelle sich vor, ein ziemlich hoher, aber hohler und gefallsüchtiger Politiker wollte die Trikolore abschaffen und die Marseillaise gleich mit. Darüber abstimmen, ob man die Zeichen nationaler Identität, die Symbole der Geschichte der Republik als nationalen Müll entsorgt. Da möchte einer die Nation entkernen, wertlos und vergessen machen. In Frankreich hat man keinen Verfassungsschutz wie in Deutschland, dafür aber die Erinnerung an die Guillotine. Bodo Ramelow, der biedere Gewerkschafter, der auf Landesvater umschulte und schließlich dem nationalen Parlament vorsteht, ist so ein Müllmann der Geschichte. Er sagt, er kenne viele Leute, die Schwierigkeiten mit der Nationalfahne hätten, er kenne viele Leute, die Schwierigkeiten mit der Nationalhymne hätten. Die wollen auch mal was bestimmen, die vielen Leute, sagt der Bodo. Er will doch nur helfen. Das Kinderlied von Bert Brecht wäre doch eine schöne neue Nationalhymne. Das ist ein Text für Staaten, kurz bevor sie verwelken und nicht mehr sein wollen. Ein Text für die Politikkrabbelgruppe. Das Kinderlied gehe leicht zu singen, sagt der Bodo. Wahrscheinlich kennt er viele Leute, die das auch so sehen. Das genügt so einem wie Ramelow als Begründung. Staatszerstörung durch Anekdotisches. Die Nationalfahne ist für einen Politiker, der sich in Dreiteiler von der Stange stecken lässt, ohne Bedeutung, ohne Geschichte und ohne Sinn. Es ist auch müßig, ihm das erklären zu wollen. Er wird es nicht verstehen, noch begreifen. 

    Er kennt aber sicher viele Leute, die diesen Farblappen Schwarz-Rot-Gold gerne etwas modischer hätten. Die Währung von Politik und Medien ist die Aufmerksamkeit. Wer vergessen wird, ist nicht mehr da. Pirouetten drehen reicht nicht, es muss schon scheppern, damit sich die Augenbrauen heben. Insofern hat Bodo es knallen lassen. Er hat Aufmerksamkeit bekommen. Andere suchen auch die Aufmerksamkeit, damit sie nicht vergessen werden. Ein Grüner Parlamentsvize kommt auf die Idee, die Schweiz heim ins Reich der Europäischen Union zu holen. Ein Anflug von Größe und Imperialismus, damit eine Schlagzeile daraus wird. Der Mann ist weder Schweiz- noch sonst irgendein Experte. Er ist Grüner. Habeck, er war einmal Journalistchens Liebling. Eigentlich alles, was Stift und Kamera halten konnte in Berlin, mochte ihn. Kanzler wollte er werden, geworden ist er nichts. Jetzt geht er. Pöbelnd macht er sich aus dem Plenum, der Liebling Robert. Das habt ihr davon, mich nicht zum Kanzler gewählt zu haben, ist seine Attitüde. Habeck, für ihn sind Patriotismus und Vaterland Kotzmittel, und Ramelow will die Symbole Deutschlands abwählen lassen. Beide stehen für den Wunsch nach Auflösung Deutschlands und das trotzige Abarbeiten an der Transformation hin zu einem Klima-Corona-Gehorsam. Das Land ist ihnen nichts wert, die üppige Alimentation durch den Steuerbürger dagegen schon. 

    Dieser Selbsthass von Politikern wird ohne bürgerlichen Widerstand hingenommen, ohne einen Aufschrei. Das zeigt, wie heruntergerockt dieses Land bereits ist. Diese mediokeren Politiker hassen, was sie einflussreich und wohlhabend gemacht hat. Ihr Hetzen gegen das Eigene halten sie für angesagt. Sie verachten nicht nur die Symbole der Republik, sie verachten die westliche Moderne, die Aufklärung, die geschichtlichen Leistungen Europas, und sie verachten den Steuerbürger. Sie verachten das, was Europa zu etwas großartigem gemacht hat. Weder dieses Land noch Europa sollen blühen. Linke und Grüne marschieren bei Palästinenser Demos mit, gemeinsam mit Terroristen und Feinden europäischer Kultur. Kontaktschuld gibt es ja nur für andere. Viele der Demonstranten, Politiker eingeschlossen, sind keine Stützen der Gesellschaft, sondern ihre plumpen Kostgänger. Auf der Straße und in den Parlamenten. Politiker halten das Migrantisch-Muslimische für die Zukunft. Eine Absage an die Aufklärung, ein Flirt mit Europas kulturellem Selbstmord. Nun, sagt Ramelow, er habe das Gerede über Fahne und Hymne nur gut gemeint, sei falsch verstanden worden. Diese Habecks und Ramelows lieben doch alle Menschen. Vielleicht dämmert ihnen, dass sie überziehen. Es ist nicht das Rumpeln der Guillotine, was diese Politiker zurückzucken lässt, sondern der Unmut der Menschen über solche Figuren, solche Ideologien und solches Verächtlichmachen eines Landes, das eigentlich blühen könnte.