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    Dienstag, 24. Januar 2023, 6:05 Uhr
    Dienstag, 24. Januar 2023, 6:05 Uhr
    (Wdh.07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 15:05, 18:05, 22:05)

    Kontrafunk aktuell vom 24. Januar 2023

    Marcel Joppa im Gespräch mit Ludwig Witzani, Günter Roth und Willi Kremer-Schillings – Kontrafunk-Kommentar: Frank Wahlig
    • In der Ausgabe vom 24. Januar spricht Marcel Joppa mit Dr. Günter Roth, Professor an der Hochschule München, der von Studenten für seine Kritik an der Corona-Politik denunziert und von seinem Arbeitgeber abgemahnt wurde. In einem Interview mit dem Landwirt Wilhelm Kremer-Schillings geht es um das verzerrte Bild in der Öffentlichkeit, was ökologische Landwirtschaft und die Nahrungsmittelproduktion angeht – als „Bauer Willi“ hat er nun ein Aufklärungsbuch geschrieben. Der Reiseexperte Dr. Ludwig Witzani berichtet über seinen jüngsten Besuch in Saudi-Arabien und die massiven Reformen in dem Land. In einem Kommentar von Frank Wahlig geht es schließlich um die Politik des deutschen Kanzlers Olaf Scholz nach dessen Kabinettsumbildung. 

    • Kontrafunk-Kommentar von Frank Wahlig

      Scholz und Konsorten

      Für Bundeskanzler Scholz ist der Verlust von Christine Lambrecht ein Unglück. Sie zog so viel Aufmerksamkeit auf sich. Scholz’ Lob, dass Lambrecht eine ausgezeichnete Ministerin sei, war echt. Lambrecht konnte da dilettieren, wo der Kanzler nicht gefordert werden wollte.

      Die Lieferung von deutschen Panzern hat Lambrecht erwartungsgemäß verzögert. Scholz war es recht. Er musste sich nicht positionieren, redete stattdessen übers Wetter und Gasspeicher und über den Zusammenhalt. Das alles war so uninteressant, dass er medial in der zweiten oder dritten Reihe Deckung gefunden hat.

      Scholz’ Minderleister-Minister zogen die Aufmerksamkeit auf sich.

      Das wird sich ändern. Die schönen Tage im vierten Stock des Kanzleramtes neigen sich dem Ende zu. Dem Land geht es schlecht.

      Fragen jenseits der Waffenlieferung verlangen nach einer Antwort desjenigen, der die Richtlinien der Politik bestimmt. Bestimmen soll. Abgeordnete warten darauf, die Menschen in Deutschland auch. Vor allem die.

      Scholz ist die fleischgewordene Nichtantwort. Wer jemals ein Interview mit ihm führte oder ein Pressegespräch erlebte, weiß das. Scholz wieselt sich um jede Antwort herum, auch wenn er drei Minuten bis zum Ende braucht. Er versetzt sein Gegenüber in Schläfrigkeit, weil dem leisen Worteinerlei schwer zu folgen ist. Ihm fehlt die Fähigkeit, zu begründen, eindeutig zu sein.

      So entsteht der Eindruck, er führe nicht. Er schickt andere vor. Weshalb eigentlich? Hat er denn keine Autorität?

      War die Laufzeitverlängerung dreier Kernkraftwerke ein Machtwort des Kanzlers? Unsinn. Das Machtwort war mit FDP und Grünen im Vorfeld ausgehandelt. Keiner wurde überrascht – allenfalls manche Medien, die das Machtwort des Kanzlers bewunderten.

      Die Innenministerin kämpft mediengut gegen rechts, während Linke in Nichtregierungsorganisationen versorgt werden und grüne Vorfeldorganisatoren Straßen und Kohlebagger blockieren. Dem Land Schaden zufügen.

      Landkreise und Gemeinden können gar nicht so viele Migranten aufnehmen und versorgen, wie über die löchrigen Grenzen munter in die Sozialsysteme einwandern. Da wird ein Mädchen abgestochen, da wird sexuell belästigt und Schwule zusammengeschlagen. Soll das so weitergehen? Ja, wahrscheinlich. Vom Kanzler hört man in einem Nebensatz, dass das Land auf 90 Millionen Menschen anwachsen soll. Das Konzept der Armutsmigration scheint Staatsdoktrin geworden zu sein.

      Allerdings: Die Kosten steigen ins nicht mehr Angemessene. Die sozialen Kosten sind schmerzlich. Manchen kosten sie Gesundheit, einigen das Leben.  Wie sich das Land verändert hat, entnimmt man nicht nur der Tagespresse – es reicht ein Gang durch die Innenstadt oder der Besuch eines Bahnhofs. Die Innenministerin hat sicherlich eine ganz andere Wahrnehmung. Kein Wunder, wenn einen die politische Blase gnädig schützt.

      Innenministerin Faeser mangelt es nicht an linker Ideologie, doch am Verständnis, dass sie eine Politik für die deutsche Bevölkerung zu vertreten hat.

      Ideologie ersetzt kein Konzept. Die Sache mit dem Amtseid, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, ist für Faeser eine Petitesse. Und der Kanzler schweigt dazu. Als ob es nichts mit dem Land zu tun hätte, dass er zu regieren vorgibt.

      Es fehlt an Wohnraum, nicht nur für all die Migranten. Scholz’ Nachbarin und enge Bekannte, Bauministerin Geywitz, hat in ihrem Bereich nicht nur versagt. Sie ist gescheitert – mit Folgen für Industrie und Firmen und natürlich für Menschen, die Wohnraum brauchen. Es tut dem Land nicht gut, wenn eine völlig fachfremde Person Baupolitik verantwortet. 

      „Die kann es halt nicht“, ist leicht festgestellt. Es ist Aufgabe des Kanzlers das zu ändern. Wäre seine Aufgabe.

      Mit großem Aufwand gibt Deutschland Museumsstücke an Nigeria weiter. Der Zufluss soll weitergehen. Aber abgelehnte kriminelle Migranten an Nigeria zu überstellen, ist nicht möglich. Wer sagt, das eine hätte mit dem anderen nichts zu tun, weigert sich, nachzudenken. Der irakische Staatschef macht seine Aufwartung im Kanzleramt, wirbt um deutsche Gelder und Investitionen, aber es gibt offenbar nicht die Absicht, Migranten aus den Sozialsystemen in den Irak zurückzuschicken.

      Die Entwicklungshilfeministerin Schulze unternimmt keine Anstrengung Migration mit Entwicklungshilfe zusammenzubringen. Die Möglichkeit hätte sie. Sie müsste nur wollen. Sie will nicht.

      Gesundheitsminister Lauterbach – muss man noch ein Wort über ihn verlieren? 

      Mit seinen Kapriolen lenkt er auch nicht mehr ab vom Versagen des Kanzlers. Selbst die in Zeiten von Corona so freundliche Presse findet den Mann nicht mehr lustig. Da ist die Blase geplatzt.

      Lauterbach hat seine Schuldigkeit getan – wann wird er gehen? 

      Es wirkt wie ein Witz, wenn die CDU die Chuzpe hat, zum Koalitionsbruch aufzurufen. Eine CDU, die nicht willens ist, sich zu entmerkeln und ehrlich zu machen, ruft FDP und Grüne zum Überlaufen auf unter Beibehaltung aller Dienstwagen und Posten.  

      Das werden die natürlich nicht tun. Aber es zeigt, wie ernst der Mann genommen wird. Seine Personalentscheidungen, seine Politik des Wegsehens, seine politische Kommunikation, die aus Floskeln besteht, tun dem Land nicht gut.

      Der Kanzler wäre eigentlich gefordert, Ordnung in die Politik seines Kabinetts zu bringen. 

      Dem Land geht es nicht gut, auch wenn in der politischen Blase noch fröhlich die Zusammenhaltspolonaise getanzt wird.

    Kommentare
    germainer
    Wie lange ist das denn, tausend Jahre? - Wenn ihr zwanzig eurer Großmütter
    mit ihren fünfzig Jahren aneinanderreiht , dann sind das tausend Jahre. Auf
    sowas muß man erst einmal kommen, herrlich, lieber Herr Witzani. Wie anders,
    oder evtl. sogar besser, könnte man Kindern sowas Verschwommenes noch
    erklären? Apropos "kommen", wann erscheint denn endlich Ihr Roman vom
    Dorf Nowolipie? Die Häppchen Ihrer Lesestunde haben bei mir schon großen
    Appetit verursacht, während mir der beim wieder hörenswerten Kommentar von
    Herrn Wahlig total vergangen ist. O, dieses Personal. Die Filmchen von
    Mack Sennett, dem "Vater des Slapstick", gelten in der Regel als Komödien,
    wohingegen die hier produzierten nicht einmal als Tragikomödien durchgehen
    können, es sind - um im Theaterjargon zu bleiben: reine Trauerspiele, oder
    "besser" gesagt: Unheil und Katastrophe in einem.

    pts1975
    Cancel Culture ist echt schlimm !! Was Herr Dr. Günter Roth, Professor an der Hochschule München auf der Basis anonymer Schreiben und des Schweigens erlebt hat, klingt doch sehr ähnlich wie die Erlebnisse des Schriftstellers Jörg Bernig.

    Er erzählte im August 2020 auf "indubio" im Interview mit Burkhard Müller-Ullrich, wie er kurz nach seiner Wahl zum Kulturverantwor tlichen der Stadt Radebeul bei Dresden von linken Aktivisten, Medien und dem deutschen PEN-Zentrum, dessen Mitglied er ist, aus dem Amt gemobbt wurde, bevor er es antreten konnte...

    Denken ist Glückssache
    Die Leute wollen kein "Bio" oder "Öko" oder "Fair". Denn die einzige Wahrheit zeigt sich immer an der Kasse. Irgendwelches "Umfragen" oder "Gesprächsrunden" ist eben nur Dummgelabber.
    Deshalb ist es für die Bauern auch überhaupt nicht schwer herauszufinden was der Kunde will.

    Andernfalls würden ja Oma und Opa wieder bei ihren Kindern einziehen und 8 Personen auf 40qm wohnen und auf den Urlaub verzichten. Dann sind auch vier mal so hohe Lebensmittelpre ise kein Problem. Da muss man noch nicht mal auf 6x in der Woche ausschließlich trockene Pellkartoffeln umsteigen.

    Ist halt alles eine Frage der Prioritäten.

    P.S.: Ich zahl nichts für "Öko", "Bio" oder "Fair".

    Alles was diese Ablasssticker trägt, wird von mir gnadenlos ausgelistet.
    Und wenn mir das deutsche Landwirte nicht liefern können, Chinesen tun das bestimmt.

    OlgaT
    Bei den Diskussionen um Lebensmittelpre ise wird eines gerne vergessen: Durch die Agrarsubvention en der EU (unsere Steuergelder) an die Landwirte zahlen wir deutlich mehr als die auf dem Kassenzettel im Supermarkt ausgewiesene Summe. Die über den EU Agrarfonds erhaltenen Summen können in die Millionen gehen, unser „Dorfbauer “ hat im Jahr 2020 knapp 32000 Euro erhalten. Sorry, lieber Bauer Willi, nur wenn man diese Tatsache verschämt verschweigt sind unsere Lebensmittel „zu billig“.
    Steff82
    Die Subventionen ermöglichen es der EU zudem ihre billigen Überschüsse in andere Länder zu schwemmen, um dort die heimische Landwirtschaft ebenfalls zu schädigen.

    Subventionen gehören grundsätzlich auf den Prüfstand.

    konrad
    Ein FDP-Sender ist selbstverständlich aufseiten der Chemieindustrie , darum werden auch nur Bauern interviewt, die Pestizide "Pflanzenschutzm ittel" nennen und dazu sagen, dass sie "wissen, was sie tun". Herr, vergib ihnen.
    Die Verantwortung auf die Kunden abzuschieben, ist schlicht eine Ausrede.

    Steff82
    Was soll denn ein FDP-Sender sein? Dann hören Sie doch zur Ergänzung die letzte Indubio-Folge mit 3 anderen Bauern im Gespräch oder das ein oder andere Interview bei Tichy. Sie werden feststellen: die Bauern sind da im Konsens.

    Außerdem können die Bauern nichts für ihre weltfremde, grüne Weltsicht.

    Steff82
    Bzgl. direkt beim Bauern einkaufen: wir könn(t)en das, da wir recht nah an den Höfen wohnen. Diese nehmen aber Preise, die deutlich (!) höher sind als die Bioprodukte im Supermarkt. Die Bauern machen es einem nicht einfach, sie direkt zu unterstützen.

    Gut, dass Bauer Willi die soziale Komponente auch noch im Blick hat. "Hochwertige", teure Lebensmittel kann sich auch nicht jeder leisten, andere wollen nicht, da es für sie der einzige Posten ist, an dem sie noch sparen können.

    einfachkompliziert.de
    Bitte lesen Sie dazu meinen Beitrag www.einfachkompliziert.de. Ich finde, es spricht viel für meinen ‚mittleren Weg‘ in der Frage. Ein „richtig“ oder „falsch“ ist da mE zu undifferenziert und normativ. Man sollte sich auch nicht auf das Niveau der ‚woken Mischpoke“ begeben und vorschnell urteilen. Gruß G. Roth
    konrad
    1. Antwort auf den falschen Kommentar. Es geht ums Tschendern.

    2. "tldr;"

    Ein typisch akademischer Text: möglichst viel Text aus möglichst wenig Substanz herausgeholt. Da hilft natürlich die Doppeltnennung jedes zweiten Substantivs zusätzlich.



    Leachim
    Wie oft hat Herr Roth jetzt Studierende gesagt? Ist das einem gebildeten Menschen nicht ein wenig unwürdig?
    konrad
    Dazu wurde er sicher von seinen Studierenden und Studierendinnen erzogen. Während diese in diesem Zustand sich befanden.
    Dafür kennt er andererseits sicher den Genitiv von "ein".

    Endoro
    Es geht sicher um das erste Auftreten von "ein".

    https://www.verbformen.de/deklination/artikel/ein.htm


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