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    Freitag, 12. April 2024, 10:00 Uhr
    Freitag, 12. April 2024, 10:00 Uhr
    (Wdh.16:05, 21:05)

    Der Rechtsstaat: Bedroht von innen und von außen

    • Im Gespräch mit Alt-Nationalrat Hans Fehr und Rechtsanwalt Dr. Valentin Landmann in Zürich beleuchten wir die versuchte Tötung eines 50-jährigen Zürcher Mitglieds der jüdischen Gemeinde durch einen 15-jährigen Schweizer tunesischer Herkunft und diskutieren Ansätze, Gegensteuer zu geben. Mit Rechtsanwalt Sascha Flatz, Opferanwalt aus Wien, sprechen wir über den beklemmenden Fall einer 12-Jährigen, die über Monate hinweg Opfer von mutmaßlich bis zu 17 Tätern wurde. Das Mädchen wurde mit Gewalt und unter Drohung vergewaltigt und sexuell genötigt. Die Brisanz des Falles: Die Tatverdächtigen im Alter von 13 bis 19 Jahren haben allesamt einen Migrationshintergrund. Rechtsanwalt Ulrich Fischer aus Frankfurt hat sich Gedanken gemacht zu den Vertretungsbefugnissen für den urlaubsabwesenden Deutschen Bundespräsidenten bei der Unterschrift unter das politisch und rechtlich streitbare „Cannabis-Gesetz“.

    Kommentare
    Karsten Eggers-Mark
    Ich war bisher immer ein großer Freund Ihrer Sendung und habe so ziemlich alle Sendungen gehört. Umso entsetzter bin über die maßlose Entgleisung des Herrn Moser ausgerechnet in dieser Sendung. Die Schweizer Justizdirektori n mag eine schlimme Fehlbesetzung sein in ihrem Amt; ihr deshalb eine Vergewaltigung und Körperverlet zung an den Hals zu wünschen, geht allerdings gar nicht und niemals. Hätte der Interviewpartne r so etwas geäußert, wäre es schon eine Entgleisung, die so nicht über den Sender hätte gehen dürfen. Dass aber ausgerechnet der Moderator dieser Sendung so etwas formuliert, ist erschütternd unprofessionell . Eigentlich ist es so unentschuldbar, dass dieser Moderator nie wieder auf den Sender gehört. Mit solchen Geschichten schießt sich der Kontrafunk eindeutig selbst ins Knie.
    Claudio Zanetti
    Es war nicht der Moderator, sondern Valentin Landmann. Der pflegt nun manchmal eine flapsige Ausdrucksweise, aber ich kann Ihnen versichern, dass er Ihnen zustimmen würde: So etwas gehört nicht ins Radio. Allerdings sollte man nicht gleich den ganzen Kontrafunk infrage stellen, nur weil ein Gast einen Stammtischspruc h fallenlässt. Man hätte das auch rausschneiden können, aber damit wäre Authentizität verloren gegangen, was ja auch schade wäre.
    GeorgeCowley
    Die von Ihnen angemerkte Aussage (bei 14:16 Min.) stammt von Rechtsanwalt Dr. Valentin Landmann und steht in einem anderen Kontext, als Sie es augenscheinlich verstehen. Das Gespräch bezieht an dieser Stelle auf ein Interview in der NZZ in dem die Regierungsrätin im Kanton Zürich Jacqueline Fehr, Vorsteherin der Direktion der Justiz und des Innern, aus Sicht von Hans Fehr und Rechtsanwalt Dr. Landmann eine zu sehr beschwichtigend e Haltung zu Fragen der Sanktionierung von Straftaten jugendlicher Delinquenten habe und Strafverschärfungen ablehne.
    Der zweite Gesprächspartner Hans Fehr (mit jener Regierungsrätin nicht verwandt) bemerkt dazu, es handle sich um eine "etwas bösartige Bemerkung" von Dr. Landmann, der er im Ergebnis (die Haltung jener Regierungsrätin würde sich ändern, wenn sie selbst von einer solchen Straftat betroffen wäre) jedoch zustimme. Im Kontext geht es um die Einstellung jener Regierungsrätin, die sich sehr wahrscheinlich ändern würde, wenn sie selbst von einer solchen Straftat betroffen wäre. Keiner der Gesprächsteilneh mer hat eine Straftat zum Nachteil einer anderen Person "gewünscht" oder gut geheissen; es handelt sich um eine scharf pointierte Hypothese des erfahrenen Rechtsanwalts und Strafverteidige rs Dr. Valentin Landmann.

    Karsten Eggers-Mark
    Möglicherwei se habe ich in der Dreierkonstella tion tatsächlich die Orientierung verloren und muss mich insofern bei Herrn Moser entschuldigen. An allem anderen gibt es aus meiner Sicht nicht viel zu diskutieren. Die Äußerung des Herrn Landmann ist hetzerisch und frauenverachten d. Ich hätte sie so nicht gesendet (wäre nach deutschem Recht nämlich durchaus justitiabel), und ich würde Herrn Landmann auch nie wieder zu einem Interview einladen - sei er auch noch so erfahren. Benehmen hat er jedenfalls keines. Wäre es die erste Sendung "Der Rechtsstaat" gewesen, die ich gerade gehört hätte, ich würde sie nicht noch einmal einschalten. Und wäre es das erste Mal Kontrafunk gewesen, würde das für den gesamten Sender gelten - was in beiden Fällen überaus schade wäre, weil der KF (und auch Der Rechtsstaat im speziellen) ganz überwiegend wirklich gute Inhalte bietet. Bitte bleibt ein seriöser liberal-konservativer Sender und haltet Euch von solch unappetitlichen Stammtischhetze rn fern - auch wenn sie einen Doktortitel haben.
    venabili
    @Karsten Eggert-Mark: So sehr ich Ihre Empörung nachvollziehen kann- ich musste auch kurz schlucken an der Interviewstelle - so sehr bedrückt mich die en-vogue-Hypermoralität, der Sie hier freien Lauf lassen. Derart rundumschlagend alles an kontaktschuldne rischen "Kollaborateuren " ihrer genüsslichen Abscheu folgend zum Abschuss freizugeben- das hat schon was. Ist es nicht so, dass eher die Haltung der Regierungsrätin abgrundtief frauenverachten d ist? Ist es nicht so, dass bei einem Justizfall dieser abscheulichen Tat mal ein Nachdenken einsetzen müsste, ob ich meiner Funktion als Regierungsrätin überhaupt gerecht werde? Es gäbe noch viel mehr zu sagen, aber ein "Kopf-ab" Diktum gegen den Kontrafunk daraus zu konstruieren ist unreflektiert (grün?-) emotional.

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