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    Montag, 16. Februar 2026, 5:05 Uhr
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    (Wdh.02:05, 06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05)

    Kontrafunk aktuell vom 16. Februar 2026

    Stefan Millius im Gespräch mit Petra Erler, Götz Frömming und Alexander Peske – Kontrafunk-Kommentar: Frank Wahlig

    Die Ukraine will im Eilzugstempo EU-Mitglied werden, und Brüssel scheint bereit zum Entgegenkommen. Die ehemalige Außenpolitikerin Petra Erler analysiert die Pläne und deren Risiken. Unter 16-Jährige sollen in Deutschland die sozialen Medien nicht mehr nutzen dürfen, wenn es nach weiten Teilen der Politik geht. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Götz Frömming befürchtet, dass es dabei mehr um Zensurversuche als um Jugendschutz geht. Die Ukraine will zum Waffenexporteur für andere werden. Wieso die Produktion von Drohnen heute einen politischen Wert darstellt, erläutert der Journalist Alexander Peske. Und in seinem Kommentar blickt Frank Wahlig auf den Parteitag der CDU als Jahrmarkt der Eitelkeiten voraus.

    Interview 1

    Petra Erler: Die Ukraine drückt aufs Tempo beim EU-Beitritt

    Interview 2

    Götz Frömming: Social-Media-Verbot als Mittel zur Zensur

    Interview 3

    Alexander Peske: Die Ukraine will zum Waffenexporteur werden

    Kommentar

    Frank Wahlig: Mehr Abbruch als Aufbruch beim CDU-Parteitag

    Gerüchte sind schnell gemacht. Die Medien behaupten irgendetwas. Merkel kommt zum CDU-Parteitag. Das genügt. Was macht sie da, was will sie da? Bundespräsidentin werden? Dies sei das heißeste Gerücht im Berliner Regierungsviertel. Und schon geht es los. Nichts ist heiß in Berlin. Es ist kalt. Es ist auch kaum jemand da. Die meisten Schreiberlinge sind in der heimischen Provinz und tragen Pappnasen. Die Nummer ist ausgedacht im Redaktionsgroßraumbüro der „Bild“-Zeitung. Dann gibt es ein paar Artikel mit anonymem Geraune und schließlich: ein Dementi. Richtig ist nur: Merkel kommt zum CDU-Parteitag nach Stuttgart. Sie ist die Heimsuchung der Partei. Aber nicht nur ihrer Partei. Sie wird der „Eyecatcher“ für die Kameras sein. Zucken die Mundwinkel, wenn ihr Nachfolger im Kanzleramt die Weltpolitik analysiert? Regt sich etwas, wenn das Wahlergebnis zum Parteivorsitz bekannt gegeben wird? Ein maliziöses Lächeln vielleicht? Die Funktionäre, fast allesamt Berufspolitiker, sind ein Kanzlerwahlverein. Nichts wird schiefgehen. Sie sind so konfliktscheu, wie es ihr Vorsitzender ist. Die Politik der schweigenden Dame mit den bunten Jäckchen hat dieses Land heruntergerockt. Darüber wird nicht gesprochen werden. Ein anderes Mal – falls überhaupt.

    Der CDU-Parteitag wurde mit allerlei Kraftmeiereien vorbereitet. Denn im Südwesten der Republik sind Wahlen. „Ich bin ein Merkel-Fanboy“, sagt der womöglich nächste baden-württembergische Ministerpräsident Manuel Hagel über sich. Das heißt so viel wie Schluss der Debatte, und die Werbeagenturen sorgen für die Inhalte und die schönen Bilder - KI-verbessert, wenn es sein muss. Wenn die Agenturmenschen den Kandidaten vor den Türmen des Kernkraftwerkes Philippsburg zeigen mit dem Slogan „Energie für alle, und zwar aus der Steckdose“, dann wird das geklebt. Auch wenn die Kühltürme längst gesprengt sind. Das mit Philippsburg war jetzt etwas zugespitzt. Aber die Energie für alle und das Gerede von Technologieoffenheit und so, das ist kein Scherz – das ist Wahlkampf. Das sind Wohlfühlthemen, die einlullen. Aber das ist bezeichnend für die Ängstlichkeit einer politischen Richtung, die sich einmal als konservativ bezeichnet hat. Die Welt will betrogen werden. Und der Wähler wird betrogen.

    Auf der Münchner Sicherheitskonferenz kein Wort vom Weltpolitiker über die kulturellen Folgen der Massenmigration. Es sind nicht die USA, die sich entfernen. Es ist Merkels freundliches Gesicht zur Migration, das für Abstand sorgt. Ein Blick auf die täglichen Antifa- und Migrationsdemonstrationen in Deutschland genügt. Merz, der Kanzler, der Parteivorsitzende, kommt vom Konferenzmarathon wieder in die Niederungen des von ihm regierten Landes zurück. Den Amerikanern, besser deren Präsidenten, hat er einen eingeschenkt. Deutschland ist wieder wer und wird ein Player auf der Weltbühne sein. Merz verliert sich in Phantasmagorien. Sich mit Amerikanern und Russen anlegen, aber energie- und wirtschaftspolitisch sich von EU-Ursula flachlegen lassen. Unser Friedrich. Er tut so, als wüsste er um den Zustand des Landes. Die Klimapolitik von Merkel kritisiert er, doch ohne dass dies irgendwelche Folgen hätte. Solange der steinerne Gast im Saal Merkel ist, wird er weder die Energie noch die Migrationspolitik kritisieren. Da, wo die Industrie sich verabschiedet, wird er Chancen sehen, da, wo Hunderttausende Gutausgebildete das Land verlassen, wird er freie Wohnungen sehen. Da, wo Unternehmen pleitegehen, wird er Raum für Neugründungen sehen. Neugründungen der Asylindustrie zum Beispiel: Der Wohlstand geht dahin.

    Da, wo es, wie Hölderlin es ausdrückte, ins Offene geht, bewundert Merz die Schönheit der festgefügten Brandmauer. Daran schlägt sich Merz, ach was, die ganze wahlkämpfende Partei, den Kopf blutig. Gedrängt von vielen Nichtregierungsorganisationen, die staatlich fett gefüttert sind und das Geschäft der Grünen und Sozialisten besorgen. Und der Union die Scheiben einschmeißen. Die SPD steht abseits, weiß, dass ihr nichts passieren kann, und verteilt Posten an Genossen und gibt sich als sichere Bank für alle, die nicht teilhaben, sondern im warmen Regen staatlicher Fürsorge stehen. Die eigentlichen Populisten sind an der Regierung. Sie versprechen, sie schmeicheln, sie reden schön. Klimawahn, Migrationskult und Bomben. Sie halten Scheuklappen für ein politisches Modeaccessoire. Sie setzen dazu ihre Machergesichter auf und umarmen den Wähler, bis er keine Luft mehr bekommt und benommen sein Kreuz bei den regierenden Populisten macht. Der steinerne Gast Angela Merkel ist immer dabei. Sie ist nicht die Erinnerung an ein selbstgewisses Deutschland. Sie ist ein Denkmal der Abrissbirne. Mit ihr zog die neue Zeit: mit Zitteranfällen beim Hören der Nationalhymne. Für einen „CDU-Parteitag des Aufbruchs“ gibt es kein besseres Bild, keinen passenderen Gast als die steinerne Altkanzlerin.