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    Freitag, 2. Januar 2026, 5:05 Uhr
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    (Wdh.02:05, 06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 2. Januar 2026

    Rommy Arndt im Gespräch mit Alex Baur, Jonas Greindberg und Florian Machl – Kontrafunk-Kommentar: Cora Stephan

    Wie ist das jüngste chinesische Militärmanöver rund um Taiwan einzuordnen? Hintergründe dazu von unserem China-Experten Jonas Greindberg. Im Kampf gegen den Drogenhandel haben die USA kürzlich erstmals das venezolanische Festland angegriffen. Ist eine weitere Eskalation zu befürchten? Wir fragen unseren Südamerika-Korrespondenten Alex Baur. Österreich drücken Schulden in dreistelliger Milliardenhöhe, und der Staat treibt die Teuerung weiter voran. Welche Figur macht Finanzminister Marterbauer von der SPÖ? Hören Sie die Einschätzung unseres österreichischen Kontrafunk-Kollegen Florian Machl. Und Cora Stephan kommentiert die Empfehlung eines Politikwissenschaftlers an die CDU in Deutschland, ihren Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der Linkspartei fallen zu lassen.

    Interview 1

    Jonas Greindberg: China und Taiwan

    Interview 2

    Alex Baur: Trump und Venezuela

    Interview 3

    Florian Machl: Österreichs Schuldenproblematik

    Kommentar

    Cora Stephan: Die CDU und die Linke

    Folgen Sie der Wissenschaft! Wer kennt ihn nicht, diesen Ruf, der uns während Corona begleitet hat? Und hören Sie auf die Experten! Auch diesen Rat haben wir noch im Ohr. Ein Professor namens Heinz Bude hat damals sogar ein Papier geschrieben, in dem er empfahl, den Bürgern Angst zu machen, sodass sie sich allen Maßnahmen fügen: „Es ging darum, Zwänge zu verordnen und Zustimmung zu gewinnen und dabei die Deutungshoheit in der Hand zu behalten.“ Linke Strategie, frei nach Antonio Gramsci. Was wären wir ohne solche Meldungen aus der akademischen Welt! Unsereins kann sich gar nicht so viele Gedanken machen, sofern wir in der wirklichen Welt leben. Aber im Elfenbeinturm lässt sich vieles ausbrüten. Und so hat sich stellvertretend ein emeritierter Professor von der Universität Duisburg-Essen den Kopf zerbrochen, wie man das Land regieren kann, ohne auf die AfD und ihre Wähler Rücksicht nehmen zu müssen. Richtung AfD müsse die Brandmauer stehen, unverrückbar, denn, „wenn es um den Schutz und die Wehrhaftigkeit der freiheitlich demokratischen Grundordnung geht“, darf man offenbar auch eine demokratisch gewählte Partei missachten. 

    Karl-Rudolf Korte heißt der Mann, Politikwissenschaftler und „Wahlexperte“ bei den Öffentlich-Rechtlichen. Er hat jetzt Kanzler Merz dazu aufgerufen, den Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU zur Linkspartei noch vor den Landtagswahlen 2026 abzuändern, denn dieser Beschluss wirke „wie aus der Zeit gefallen“. Klar, ist ja auch schon eine Weile her, dass die Linke SED hieß, wobei sie auch heute noch die Gesamtrechtsnachfolgerin der SED ist. Das bedeutet unter anderem, dass sie rechtlich für das verbliebene Parteivermögen der SED verantwortlich war und ist. Und auszuschließen ist gewiss nicht, dass sie auch die Erbin der dazu passenden Ideologie ist. Karl-Rudolf Korte nun meint, dass die Linke bewiesen habe, dass sie staatstragend agieren kann. Klar, das haben einige ihrer Mitglieder ja bereits in der DDR unter Beweis gestellt. Oder war die DDR kein Staat? Die AfD konnte jedenfalls bis jetzt noch nichts beweisen, weshalb die Altparteien Ost wie West ihr unterstellen, sie könne nur Chaos anrichten. Als ob nicht das real existierende Chaos der gegenwärtigen deutschen Regierung das eigentliche Problem wäre. Braucht die CDU beim Plattmachen der einstigen Wirtschaftsmacht Deutschland noch Hilfe von geübten Plattmachern aus der SED? Bislang schafft sie das doch seit Angela Merkel sehr erfolgreich ganz allein. 

    Was also soll die CDU gewinnen, wenn sie den Abstand zur Linken, der auf der unteren Erbe vielerorts längst Geschichte ist, nun auch offiziell aufgibt? So links wie die Partei sich mittlerweile geriert, braucht sie keinen traditionslinken Partner. Doch vielleicht gefällt Professor Korte die gute alte Idee der Blockparteien. Alle einig gegen die Konkurrenz der AfD. Oder flattern in der ehemaligen Partei von Konrad Adenauer und Helmut Kohl einfach nur die Hosen – angesichts der „Schicksalswahlen“ 2026, also den vier Landtagswahlen, Berlin mal ausgelassen, zwei im Westen im März, zwei im Osten im September? Und Professor Korte macht sich solidarisch Sorgen. Vorhersagen für die Wahlen im März lassen übrigens nicht erkennen, dass man dort die Linke braucht, doch sicher ist sicher. Warum nicht die gute alte DDR wiederauferstehen lassen? Die Deutschen haben spätestens während der Corona-Panik gelernt, dass es besser ist, man ordnet sich rechtzeitig unter, statt als Schwurbler oder Querdenker in der Ecke zu stehen. Oder gleich im Knast zu landen.