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    Kontrafunk Aktuell vom 21. Juli 2026

    Marcel Joppa im Gespräch mit Benedikt Rueß, Oliver Stock und Günther Greindl – Kontrafunk-Kommentar: Markus Vahlefeld

    Frankreich, Großbritannien und Polen planen ein Militärmanöver an der Nato-Ostflanke. Was das für den Ukraine-Krieg bedeutet, erörtert Günther Greindl, General a. D. des österreichischen Bundesheers. Das Bundesamt für Verfassungsschutz versucht offenbar, Mitglieder der AfD als V-Leute zu gewinnen. Erstmals dokumentiert hat dies nun die „Junge Freiheit“, Journalist Benedikt Rueß berichtet. Die deutsche Bundesregierung startet den großen Bauboom bei Ministerien und Kanzleramt. Was dahintersteckt, erklärt unser Wirtschaftsredakteur Oliver Stock. In einem Kommentar von Markus Vahlefeld geht es um musikalische Gewaltaufrufe und einen inneren Konflikt beim Zweiten Deutschen Fernsehen.

    Interview 1

    Günther Greindl: Nato-Manöver in Polen erhöht Eskalationsgefahr

    Interview 2

    Benedikt Rueß: Verfassungsschutz wirbt um AfD-Mitglieder

    Interview 3

    Oliver Stock: Der Bürger soll sparen, die Regierung baut

    Kommentar

    Markus Vahlefeld: Musikalische Gewalt

    Ein deutscher Künstler mit bürgerlichem Namen Daniel Pongratz wurde erst in die eher wenig komische ZDF-Satiresendung „Die Anstalt“ eingeladen, um dann von der Intendanz des ZDF wieder ausgeladen zu werden. Der Rapper Daniel Pongratz, der sich gerne ganz gefährlich Danger Dan nennt, hatte ein Liedchen komponiert, in dem er von der Schönheit sang, gegen Rechte, AfDler und die Polizei Gewalt anzuwenden. Gewaltaufrufe seien jedoch mit dem Programmauftrag des ZDF nicht vereinbar, begründete die Intendanz dann die Ausladung, und man einigte sich darauf, den Song lieber in anderen Sendungen zu spielen, wo man ihn dann, wie es hieß, „einordnen“ könne. Nun kann man es als Fortschritt ansehen, wenn Gewaltaufrufe im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht ausgesendet werden. Zumindest nicht, bevor sich die angerufene Gewalt ereignet. Es reicht ja völlig, wenn eine Dunja Hayali oder ein Elmar Theveßen bereits erfolgte Gewalt von Linken, beispielsweise an Charlie Kirk oder Donald Trump, so korrekt einordnen, dass sie für jeden ganz verständlich und zustimmungsfähig wird. Und genau hier ist das Problem: Wenn die prominenten Großkopferten des ZDF linke politische Gewalt mit Hilfe von Lügen und Verleumdungen einordnen dürfen, warum sollte man dann nicht gleich Mord- und Gewaltaufrufe aussenden? Genau das haben sich die Macher der ZDF-Sendung „Die Anstalt“ wohl gedacht und einen völlig unkomischen und von sich und seiner Antifa-Attitüde selbst gerührten Danger Dan eingeladen. Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten stehen jedoch unter Beobachtung, weil ihre linke Schlagseite so offenkundig ist, und genau das dürfte die ZDF-Intendanz dazu bewogen haben, die Reißleine zu ziehen.

    Natürlich ist das Geschrei nun groß. Die Gewerkschaften kritisieren das ZDF für die Ausladung, die Kulturschaffenden sprechen von Zensur, und die Macher der „Anstalt“ legen in ihrer Sendung eine Schweigeminute ein, in der sie einen leeren Klavierflügel in memoriam Danger Dan zeigen. Es ist wie ein pathetischer Aufstand der Zwerge, die so ganz nicht verstanden zu haben scheinen, was Demokratie und Rechtsstaat auszeichnet. Dabei ist die Szene, die jetzt Zensur wittert, mächtig. Es ist die Ende der 1960er-Jahre an deutschen Universitäten entstandene Erregungsparallelgesellschaft, die immer schon erhebliche Sympathien mit mordenden Revolutionären hatte. Die Helden hießen damals Che Guevara und Ulrike Meinhof, und die Rote Armee Fraktion (RAF) war so etwas wie eine heroische Straßenguerilla. Diese demokratisch nie legitimierte Erregungsparallelgesellschaft hat dann den Marsch durch die Institutionen angetreten und ist bis ganz nach oben gekommen. Der grüne Außenminister Joschka Fischer mit seinem Ulrike-Meinhof-Fetisch oder der amtierende Bundespräsident Frank Walter Steinmeier mit seiner RAF-Sympathie dürften dabei die prominentesten sein. Und so nimmt es nicht Wunder, wenn die Gewalt in Deutschland von der Straße in die Institutionen getragen wurde und jeder, der nun diese Gewalt super findet, von den Institutionen erst geschützt, dann angepriesen, inzwischen sogar durchfinanziert wird.

    Ist es also Größenwahn der ZDF-„Anstalts“-Macher, wenn sie irgendwelche weinerlichen Rapper auftreten lassen wollen, die den Mut der Hammerbande besingen? Nein, es ist ein Machtkampf. Das Professorensöhnchen Danger Dan – sein Vater kommt selbst aus der linken Bewegung und war Professor in Darmstadt – ist genauso wie die Macher der „Anstalt“ von Nazis besessen. Und diese sehr deutsche Nazipsychose muss gesellschaftlich gepflegt werden. Vielleicht hat Danger Dan auch auf Zuspruch des Bundespräsidenten gewartet. Der empfahl schon einmal, das war 2018, ein Konzert der Gruppe Feine Sahne Fischfilet, obwohl der Sänger der Gruppe laut trötete, den – wörtlich – Bullen die Knüppel in die Fresse zu hauen. In den USA ist die Antifa inzwischen als terroristische Organisation gelistet. In Deutschland jedoch, wo Apparatschiks wie Frank-Walter Steinmeier und seine Antifa-Partei SPD das Sagen haben, müsste die Hälfte der linken Politiker und sicherlich weit über die Hälfte der ARD-und-ZDF-Redakteure, der Professoren und Kulturschaffenden hinter Gitter wandern. Und das wäre eine Staatskrise, denn um genau deren Macht, Einfluss und Geld geht es. Kann man trotz allem auch ein positives Wort über die Macher der „Anstalt“, Danger Dan oder Frank-Walter Steinmeier verlieren? Der große deutsche Dichter Gottfried Benn schrieb einmal die Verszeile: Dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück. Man muss sich Danger Dan, Frank-Walter Steinmeier und wie sie alle heißen als glückliche Menschen vorstellen. Denn was sie machen würden, wenn sie keine Arbeit hätten, das möchte ich mir gar nicht ausmalen.