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    Dienstag, 26. Mai 2026, 5:05 Uhr
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    (Wdh.02:05, 06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05)

    Kontrafunk Aktuell vom 26. Mai 2026

    Marcel Joppa im Gespräch mit Cyrus Schayegh, Peter Kestner und Mike Wyniger – Kontrafunk-Kommentar: Frank Wahlig

    Noch immer gibt es kein Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Welche Ziele jetzt überhaupt doch durchsetzbar sind, erläutert Cyrus Schayegh, Professor für Internationale Geschichte und Politik am Graduierteninstitut in Genf. Im Netz tobt ein Cyberkrieg, er zielt unter anderem auf die Meinungsfreiheit, und er hat gerade erst begonnen – sagt der Autor und Sicherheitsberater Peter Kestner. Während der Corona-Zeit hat eine beispiellose Aushebelung unserer Grundrechte stattgefunden. Doch wie konnte es so weit kommen? Das skizziert der Dokumentarfilm „Der Hype“, mit dessen Regisseur Mike Wyniger wir über die düstere Zeit sprechen. Und Frank Wahlig kommentiert deutsche Politrentner und deren bemerkenswerte Karriere nach der Karriere. 

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    4 Jahre Kontrafunk - Die Geburtstagsgala

    Interview 1

    Cyrus Schayegh: Kaum ein US-Ziel ist im Iran noch erreichbar

    Interview 2

    Peter Kestner: Die Kunst des Cyberkrieges

    Interview 3

    Mike Wyniger: „Der Hype“ – das düstere Corona-Jahr 2020

    Kommentar

    Frank Wahlig: Neue Aufgaben für Politrentner

    Die Not „unserer Demokraten“ ist groß. Jetzt tauchen sie wieder auf aus dem Nebel des Vergessens. Joschka Fischer, grantelnder Politrentner, mischt sich wieder ein. Früher kämpfte er um politische Teilhabe seiner Grünen und für sich selbst. Trotz Dachlattendrohung eines SPD-Politikers wurde er Minister. Jetzt kämpft Fischer gegen die politische Teilhabe der anderen, der AfD. Politische Verantwortung der AfD würde die CDU zerreißen, so Fischer. Das Land steht am Abgrund, und der feiste Fischer sorgt sich um eine Partei. Er sorgt sich um die Pfründe. Erst die Partei, dann ich, dann das Land. Fischer ist einer von „unseren Demokraten“. Gut im Geschäft mit Konzernen, reiche Politversorgung und Haus im besten Viertel Berlins. Er ähnelt einigen dieser Kirchenkapaune, die um ihre Pfründe fürchten, sollte die AfD Einfluss bekommen. Sie sind Elite und wollen diesen Status an Günstlinge weitergeben. Sie werden zur Predigt gebeten von ihresgleichen an den Schalthebeln der voll versorgten Medien. Diese Kapaune im Talar und Politiker im feinsten Tuch, sie wirken grotesk. Jeder auf seine Weise. Angela Merkel, wie sie einen EU-Fantasieorden entgegennimmt. Das Klatschpublikum herbeigeschafft. Man sieht ihre Fettleber, ihre Staatsrechnung für das, was sie für Schönheit hält. Das alles steht ihr zu. Scham und Peinlichkeit ist für diese Politelite eine wesensfremde Kategorie.

    Jetzt ist Kurzzeitkanzler Olaf Scholz mit einem Versorgungsposten dran. Der große Rest seines Kabinetts ist bereits untergebracht. Scholz soll einer Kommission vorstehen. Diese Kommission soll sich mit dem globalen Süden und vor allem mit seinen Eliten befassen. Sie ist überflüssig und teuer. Auf diese Millionen kommt es bei der Abfindung des 67-Jährigen aber nicht mehr an. Das Land ist so klamm, da kann es auch Scholz and Friends noch aushalten. Aushalten – es gibt frische Posten für verdiente Leute. Scholz ist nur der glänzende Kopf an der Spitze. In Berlin leuchten bereits die Augen derjenigen, die hoffen, von Scholz mitgenommen zu werden. Eine Kommission ist ein krisensicherer Ort, wenn die Regierung zerbricht. Eine Kommission kann mit Aufträgen und Studien und Gutachten ganz viele politische Freunde versorgen. Es gibt bereits ein Entwicklungsministerium, es gibt ein Außenministerium, das Innenministerium befasst sich mit der Causa Migration, es gibt die Parteistiftungen, es gibt einen Bundesbeauftragten samt Entourage: Alle befassen sich mit dem globalen Süden. Aus der Regierung heißt es: Eine solche Nord-Süd-Kommission sei im Koalitionsvertrag vereinbart. Zumindest die lukrativen Beuteteile dieses Papiers lassen sich ohne Streit, ohne Bullshit umsetzen. Nur ein Auseinanderbrechen dieser Koalition könnte Scholz noch die Nobilitierung verhageln. Eine Minderheitsregierung auch unter einem Kanzler Merz hätte andere Sorgen. Deshalb die Eile. Deshalb noch Fakten schaffen. Es nützt nicht dem Land, es dient ausschließlich der Person des Rentners Scholz. 

    Es ist dieselbe Hybris wie die Verleihung von Fantasieorden für Merkel. Sie sieht mittlerweile aus wie ein KGB-Oberst auf der Empore des Lenin-Mausoleums: Blech vor dem Busen. Deutlicher kann dieser Raubzug der Eliten an Deutschland nicht ausgeleuchtet werden. Eine öffentliche Debatte wird nicht geführt. Auch das wirft ein Schlaglicht auf die Verfasstheit einer rot-grünen Presse. Wie wacklig es um die Koalition bestellt ist, macht ein Videoschnipsel von Scholz deutlich. Er lobt die Meinungsfreiheit in Deutschland. Die AfD werde aber für eine freie Debatte gar nicht gebraucht. Verstörend sei, so Scholz, wenn über eine Minderheitsregierung gesprochen werde. Die wäre dann von der AfD abhängig. Mit der AfD sei aber kein Staat zu machen. Was Scholz eigentlich meint, ist: Mit der AfD bekäme er diesen Superjob nicht. Während bei Rentnern gespart wird, schwelgen Scholz und Merkel, diese Politrentner, in ihrem demokratischen Feudalismus. Da redet jemand, der genau weiß, wie es um diese Regierung bestellt ist. Da schwingt Torschlusspanik mit. Und das zu Recht. Das Timing steht. Inthronisiert wird der Politrentner Scholz in Hamburg, während der Fußball-Weltmeisterschaft. Das Land schaut dann woanders hin. Nicht auf die Superjobs von Scholz and Friends. War der UN-Job der feministischen Politikern Baerbock schon unverschämt, so ist der Job für Scholz der gelungene Raubzug. Wer fehlt noch in der Vollversorgung? Natürlich Saskia Esken, ehemals begabte Stimmensammlerin für die SPD. In Berlin wird davon gesprochen, dass Saskia Esken gute Chancen hat als Bundesbeauftragte für die „Omas gegen rechts“.