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    Donnerstag, 4. September 2025, 5:05 Uhr
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    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 4. September 2025

    Kerstin Kramer im Gespräch mit Elisabeth Dampier, Florian Machl und Enxhi Seli-Zacharias – Kontrafunk-Kommentar: Peter Hahne

    Migration macht immer mehr Menschen Angst. Doch die meisten Politiker sehen lieber weg, statt zu handeln, kritisiert die AfD-Politikerin Enxhi Seli-Zacharias. In England sind die Menschen nicht länger bereit, die Tatenlosigkeit der Politik hinzunehmen, und protestieren. Ihre Eindrücke präsentiert die Journalistin Elisabeth Dampier. Über einen Politikkrimi der Extraklasse berichtet Florian Machl. Und in seinem Kommentar wirft Peter Hahne einen kritischen Blick auf die Pleitewelle in der Gastronomie. 

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    Junge Freiheit – Wochenzeitung für Debatte

    Interview 1

    Enxhi Seli-Zacharias: Wahlkampf – holt die AfD den Pott?

    Interview 2

    Elisabeth Dampier: Flaggen gegen Migration

    Interview 3

    Florian Machl: Der Pilnacek-Krimi – war es doch kein Selbstmord?

    Kommentar

    Peter Hahne: Pleitewelle in der Gastronomie

    Der Dehoga jammert. Gendergerecht natürlich. Expert:innen hätten ermittelt, dass immer weniger Bürgerinnen und Bürger einkehren. Zu gut Deutsch und grammatikalisch korrekt heißt das: Den Leuten fehlt schlicht das Geld, die teuren Preise zu zahlen. Aber die Gastwirte müssen die Kosten ja irgendwie reinkriegen. Ein Teufelskreis. Wer viel essen geht oder in Hotels unterwegs ist, merkt das an allen Ecken und Enden. Kaum ein Lokal ist noch ausgebucht, das wenige Personal überlastet, auch die Qualität lässtnach. Um ein Viertel sind die Preise auf den Speisekarten seit 2022 gestiegen. Und die Zahl der Gäste entsprechend zurückgegangen. Alarmstimmung im Gastgewerbe! Viele Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand, so der Dehoga-Vorstand. Die Arbeitskosten seien um 34, die Energiekosten um 30 Prozent gestiegen. Das lässt sich nicht mehr auf die Preise umschlagen, sonst kommt bald keiner mehr. Laut Statistischem Bundesamt haben die Hotels und Gaststätten 15 Prozent weniger Umsatz gemacht als noch vor der Corona-Pandemie 2019 – wo Zehntausende (ja: Zehntausende) Betriebe laut Dehoga dichtgemacht haben. Größtenteils für immer. 

    Und da sind wir bei des Pudels Kern. Was natürlich in der aktuellen Jammerei des Dachverbandes geflissentlich übersehen wird: Corona! Sie haben bei allem mitgemacht. Damals, als Merkel, Söder, Spahn und Co. das drohende Massensterben ausriefen und alles dichtmachten: Einlasskontrollen bei den Lokalen, Ausgangssperren beim Volk. Und die Dehoga-Funktionäre füllten die Talkshows wie die Bischöfe der ehemals großen Kirchen. Natürlich werde man alle Maßnahmen mitmachen. Sie sogar noch verschärfen. Wir müssen ja der Regierung helfen, das Allerschlimmste abzuwenden. Gerne doch! Ja, darf’s noch ein bisschenmehr sein?! Was taten sich die Gastronomen dicke, was kamen sie sich wichtig vor. Unvergessen die Talkshow-Dauerpräsenz der bayerischen Dehoga-Präsidentin und stellvertretenden Bundesvorsitzenden, Angela Inselkammer. Die CSU-Funktionärin konnte ihren geliebten Herrn Söder mit seinem „Team Vorsicht“ gar nicht hoch genug loben. Da müssten jetzt alle mitmachen und zusammenstehen. Es gab keinen Irrsinn, der nicht Auswirkungen auf die Gastronomie hatte und dort willentlich und beflissen umgesetzt wurde.  

    Der Kellner durfte ohne Maske servieren – die Gäste mussten diese jedoch auf dem Weg durchs Lokal anlegen. Am Tisch selbst dann wieder abnehmen, auch bei den Bestellungen. Und wehe, man unterhielt sich von Tisch zu Tisch. Da wurde der Gastwirt dann aber höchst ungastlich und gar garstig … Das hatten Söder, Spahn und später Lauterbach ja schließlich strengstens verboten. Und da der Dachverband ein Eldorado von CDU- und CSU-Funktionären ist, stand man stramm an der Seite der Obrigkeit. Wer aufmuckte – und es gab die Mutigen unter den Gastronomen, Gott sei Dank –, der wurde notfalls abgestraft. Die absolute Unterwerfung unter das Diktat der Herrschenden war jedoch dies: Man übernahm hoheitliche Aufgaben, die eigentlich der Polizei oder dem Ordnungsamt obliegen. Der Gast wurde am Eingang kontrolliert wie beim Betreten eines Hochsicherheitstraktes. Wer Impfpass oder Corona-Test nicht vorlegen konnte, wurde abgewiesen. Oft barsch und in herrischem Ton. Ist das alles vergessen? Ist vergessen, dass man sich in offen einsehbare Listen mit Adresse und Telefonnummer eintragen musste? Da war nix mehr mit Datenschutz oder Persönlichkeitsrechten. Nein, die CDU/CSU-Dehoga-Funktionäre machten alles mit. Auch diese lächerlichen Plastikwände in den Lokalen und die Hektoliter von sinnlosem Desinfektionskram. 

    Die Gäste, selbst die treuesten unter ihnen, wurden gnadenlos bestraft. Und jetzt bestraft es eben die Täter. So einfach ist das. Genau so wie bei der letzten Bundestagswahl. Mit CDU und CSU haben viele Gastronomen und Hoteliers wissentlich ihren eigenen Untergang gewählt. Dieser ganze Klimairrsinn von Merz und Söder treibt die Preise in astronomische Höhen. Das alles konnte man wissen. Und die offenen Grenzen mit der Rundumversorgung der sogenannten Schutzsuchenden wirken ansteckend: Auch Deutsche wollen nicht mehr arbeiten, erst recht nicht im Niedriglohnsektor von Service oder Küche. Das Bürgergeld lockt. Wo bittet ihr eure Gäste endlich mal um Verzeihung? Damals, mit eurer Corona-Hörigkeit hat das ganze Elend doch angefangen. Von da an ging’s bergab mit der Gastronomie. Und ich rühme die unter euren Kollegen, die sich dem widersetzt haben. Wie viele haben ein Auge zugedrückt. Die beehre (also ehre) ich jetzt mit meiner Anwesenheit. Hier in Südtirol, wo auch alles super streng war, denke ich an einen Gastwirt besonders. Ein Kontrafunk-Fan. In seinem schönen Biergarten brauchte man keine Maske. Es war wie ein Zufluchtsort in dieser grausamen Zeit. Alles unter der Hand und ohne viel Tamtam. Und das Ergebnis: Die staatstreuen Untertanen ringsum sind jetzt allesamt pleite, sein Lokal blüht und gedeiht. Widerstand kostet Opfer, das ist wahr. Doch zum Schluss zahlt es sich aus. Auch in der Gastronomie.