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    Freitag, 6. März 2026, 5:05 Uhr
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    (Wdh.02:05, 06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05)

    Kontrafunk aktuell vom 6. März 2026

    Benjamin Gollme im Gespräch mit Marco Gallina, Cyrus Schayegh und Daniel Wahl – Kontrafunk-Kommentar: Markus Vahlefeld

    Der Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran verändert die geopolitische Lage im Nahen Osten. Prof. Cyrus Schayegh analysiert die militärische Situation, die Stabilität des iranischen Regimes und mögliche Zukunftsszenarien. Auch wirtschaftlich hat der Konflikt spürbare Folgen. Die Energiepreise steigen, an den Tankstellen werden Höchststände erreicht. Weshalb das bestehende System besonders in Italien in Frage gestellt wird, erläutert der dort geborene Autor Marco Gallina. In der Schweiz entscheidet eine Volksabstimmung über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die sogenannte Halbierungsinitiative fordert, die Rundfunkabgabe von derzeit 335 auf 200 Franken zu senken. Daniel Wahl, Redakteur und Filmemacher, berichtet Näheres. Und Markus Vahlefeld hofft im Kommentar auf eine dramatische Niederlage der Linken und der Islamisten. 

    Interview 1

    Cyrus Schayegh: Die Lage im Iran und mögliche Szenarien nach den Angriffen

    Interview 2

    Marco Gallina: Energiepreise, CO₂-Politik und der Streit um Europas Klimapolitik

    Interview 3

    Daniel Wahl: Die SRG-Initiative und die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Schweiz

    Kommentar

    Markus Vahlefeld: Verschnaufen vom Islam-Appeasement

    Letzte Woche konnte man mal wieder wie im Brennglas erleben, wer noch immer die Macht in Deutschland innehat. Nachdem die Berlinale zum wiederholten Male mit schwer propalästinensischer und antiisraelischer Schlagseite ihre Pforten geschlossen hatte, ließ der Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, eher bekannt für verschlagenes Agieren nah am Rechtsbruch, an die Presse durchstechen, dass die Leiterin der Berlinale, Tricia Tuttle, ihres Amtes enthoben werden solle. Die üblichen Kulturschaffenden, immer bereit offene Briefe zu schreiben, protestierten, und Frau Tuttle blieb im Amt. Das ist das Bild für einen Zustand nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten früheren westlichen Welt von Frankreich über England bis nach Nordamerika: Das Kulturleben ist fest in Hand zugewanderter Verrückter, mit tatkräftiger Unterstützung der einheimischen Verrückten. Die unverhohlene Drohung durch einen der Preisträger, Abdallah Alkhatib, er werde sich an jeden erinnern, der ihn jetzt in seinem Kampf für ein freies Palästina nicht unterstützt habe, verhallte folgenlos. Dass jetzt sogar herauskommt, das deutsche Familienministerium habe die letzten Jahre proiranischen und Chamenei-treuen Organisationen ihre antifreiheitliche Islampropaganda großzügig bezahlt, ist dann nur noch das Tüpfelchen auf dem „i“. Der deutsche Staat mästet seine größten Feinde und erinnert an den, der das Krokodil noch füttert, in der Hoffnung als letztes gefressen zu werden.

    Der äußere Startschuss für das schleichende Islam-Appeasement des Westens war 1979 mit der Machtübernahme der Klerikalapokalyptiker im Iran gefallen. Dabei sollte man nicht vergessen, dass die islamische Machtübernahme im Iran mit tatkräftiger Unterstützung des Westens forciert wurde. Ayatollah Chomeini wurde aus Paris in den Iran geflogen, und die gesamte linke Kulturschickeria fand die sogenannte Revolution ungeheuer aufregend und authentisch. Das sind jetzt dieselben, die über das Völkerrecht ihre Krokodilstränen vergießen. Hätten CDU/CSU, Angela Merkel und die SPD 2010 Thilo Sarrazin und sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ nicht zum Abschuss freigegeben und zu einem der prominentesten Beispiele staatlicher Cancel-Culture gemacht, uns wären 2015 die offenen Grenzen für Millionen neuer Muslime in Europa vielleicht erspart geblieben. Stattdessen hatten wir Deutschen 2010 mit Christian Wulff einen Bundespräsidenten, der unbedingt wollte, dass der Islam zu Deutschland gehört. Islam-Appeasement war deutsche Staatsräson geworden, was natürlich auch daran lag, dass die linken Kollektivisten sich an die entscheidenden Schaltstellen der Republik vorgearbeitet hatten, denn die Linke fand den Islam immer schon toll, ist er doch eine genauso kollektivistische Weltanschauung, die zudem noch ganz offen Unterwerfung fordert, was den Linken ebenfalls, jedoch nur im Geheimen tief eingeschrieben ist.

    Nach Immanuel Kant ist der Friede das Meisterwerk der Vernunft. Nur: Eine Welt, die irre geworden ist, hat ihren Frieden verspielt, und genau das erleben wir dieser Tage. Sollte der Krieg, das größtmögliche politische Unglück, gut ausgehen, der Iran befreit werden, der Nahe Osten sich stabilisieren, werden die Linken im Verbund mit den Moslems und Propalästinensern eine ähnlich herbe Niederlage einstecken müssen wie sie sie bereits 1989 erlebt haben, als die deutsche Wiedervereinigung gegen jeden Widerstand der Linken vollendet wurde. Es war diese Erniedrigung 1989, die Deutschland für zehn Jahre wieder halbwegs normal gemacht hat. Am Ende ist das mit ein Grund dafür, warum uns die Engländer, die Franzosen, die Holländer, die diese zehn Jahre Verschnaufpause nicht hatten, in ihrer Islamisierung zehn Jahre voraus sind. Sofern der Krieg gegen den Iran gut ausgeht, ist er ein Fanal nicht nur für den Nahen Osten, sondern auch für Europa. Denn es hätte sich dann ausislamisiert, und wenn es auch nur für zehn Jahre wäre. Diese zehn Jahre könnte man gut nutzen, bis dann auch ein deutscher Kulturstaatsminister wieder das Selbstverständliche durchsetzen kann: nämlich die Leiterin eines linkspolitischen Filmfestivals mit schwer proislamischer und antiiraelischer Schlagseite zu entlassen. Und wen das zu sehr an Canceln erinnert: Dann streicht man eben die üppige Staatsknete. Dass ein Wolfram Weimer heute noch dafür zu feige ist, ist wie das Menetekel, dass dieser Krieg noch lange nicht gewonnen wurde.