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    Mittwoch, 10. Juni 2026, 5:05 Uhr
    Mittwoch, 10. Juni 2026, 5:05 Uhr
    (Wdh.02:05, 06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05)

    Kontrafunk Aktuell vom 10. Juni 2026

    Gernot Danowski im Gespräch mit Holger Thuß, Franz Grüter und Ramon Schack – Kontrafunk-Kommentar: Markus Vahlefeld

    Mit dem Vorwurf, beim Warenimport nicht ausreichend auf Zwangsarbeit zu kontrollieren, verschärfen die USA ihren Kurs gegenüber wichtigen Handelspartnern. Der SVP-Nationalrat Franz Grüter erläutert Hintergründe und mögliche Folgen für die Schweiz. Nach dem Wahlsieg von Nikol Paschinjan steht Armenien vor der Frage, wie weit die Annäherung an den Westen gehen kann. Einschätzungen dazu liefert der Journalist und Kaukasuskenner Ramon Schack. Thema „Klima-Nudging“: Werden politische Ziele zunehmend über psychologische Lenkungsmechanismen durchgesetzt? Antworten hat Dr. Holger Thuß, Präsident des Europäischen Instituts für Klima und Energie. Und in seinem Kommentar beschäftigt sich Markus Vahlefeld mit den millionenteuren Altlasten der Corona-Politik: den ungenutzten Schutzmasken und den Kosten ihrer Entsorgung.

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    4 Jahre Kontrafunk - Die Geburtstagsgala

    Interview 1

    Franz Grüter: Vorwurf der Zwangsarbeit seitens der USA

    Interview 2

    Ramon Schack: Wahlen in Armenien

    Interview 3

    Dr. Holger Thuss: Nudging/Umerziehung der Bevölkerung unter dem Etikett Klimaschutz

    Kommentar

    Markus Vahlefeld: Milliardenverschwendung bei Maskenentsorgung

    Die in der Politik gültige Steigerungsform für Misstrauen lautet bekanntlich: Freund – Feind – Parteifreund. Gerade eben noch wurde der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst als möglicher Nachfolger von Friedrich Merz lautstark durchs mediale Dorf getrieben. Inzwischen hat sich der Rauch um ihn etwas gelegt, und gut informierte Kreise munkeln, dass das Ganze eine Kampagne innerparteilicher Konkurrenten war, um Wüst als ehrgeizigen Verräter und Königsmörder maximal zu beschädigen. Wer seine größten Konkurrenten sind? Alle Finger zeigen auf Jens Spahn und die mit ihm verwobenen Netzwerke. Und auf einmal steht Jens Spahn wieder im Fokus. Natürlich geht es um Corona und den von ihm mit initiierten Corona-Irrsinn der Jahre 2020 bis 2023. Er kann beliebig oft hochgekocht und gegen Jens Spahn verwendet werden. Corona, das war ja Kriegswirtschaft unter vermeintlichen Gesundheitsvorzeichen. Der Staat schuf höchstselbst die Bedingungen, unter denen er dann Hunderte Milliarden einfach aus dem Fenster werfen konnte. Das passiert in jedem Krieg, und man ahnt schon, dass diejenigen, die die schnellsten Pferde haben, auch am meisten Geld verdienen werden. Von Bundestagsabgeordneten, die einen schnellen Euro mit Maskendeals machen wollten, über obskure Impfzentrumsbetreiber, die sich eine goldene Nase verdienten, bis hin zu Produzenten von Schutzkleidung, denen man ohne jede demokratisch nachprüfbare  Ausschreibungspraxis einfach das Geld in den Rachen warf. Und da sind die Abermilliarden, die an die Pharmaindustrie freihändig verschenkt wurden, noch gar nicht eingerechnet.

    Im Mittelpunkt dieser großen Geldverteilungs- und Geldverbrennungsmaschine: der damalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dessen Expertise für den Job als Minister allein ein paar Jahre Arbeit als gelernter Bankkaufmann in Münster war. Inzwischen ist er Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU und einer der gewieftesten Strippenzieher innerhalb der Union. Aber Corona klebt ihm eben wie Dreck an den Sohlen. Und nun drang also an die Öffentlichkeit – „Bild“ berichtete zuerst darüber –, dass mal wieder Hunderte Millionen von Masken und einiges an medizinischem Gerät verklappt werden müssen, oder wie es im Amtsdeutsch heißt: zollkonform energetisch verwertet werden. Fast sechs Milliarden Schutzmasken hatte Jens Spahn ab 2020 gekauft, von denen nur zwei Milliarden in Umlauf kamen. Die Qualität oftmals minderwertig bis nicht verkehrsfähig, die Preise viel zu hoch. Wir Bürger dürfen keine Plastikstrohhalme mehr verwenden, Trinkflaschen haben nun die allseits beliebten und ins Auge springenden Verschlusskappen, und Wattestäbchen aus Plastik sind verboten; natürlich alles, um die Welt vor dem Klimakollaps zu retten. Die Bundesregierung dagegen hatte gar keine Probleme, mit Milliardensummen sinnlosen Plastikschrott anzuhäufen, von dem weiterhin Tausende Tonnen in irgendwelchen Lagerhallen auf die Verbrennung warten. 

    2174 Tonnen spahnscher Masken sind jetzt von der amtierenden Gesundheitsministerin Nina Warken zur Verbrennung ausgeschrieben worden. Man will langsam die jährlichen Lagerkosten von 47 Millionen Euro für den Corona-Schrott abbauen. Allein für den Abtransport werden 87 Lkw-40-Tonner benötigt. Der Wert  der zu vernichtenden Produkte: circa 250 Millionen Euro. Sie werden sprichwörtlich durch den zollkonform energetischen Schornstein gejagt. Die Kosten für Abtransport und Verbrennung kommen noch obendrauf: mindestens 750.000 Euro plus Mehrwertsteuer. Und der Kampf um diesen Großauftrag ist eröffnet. Der Bund verlangt von jedem, der sich an der Ausschreibung beteiligt, absolute Verschwiegenheit, zu der sich jede Müllfirma sogar schriftlich verpflichten muss. Tja, das ist schon mal gründlich schief gegangen, denn immerhin hat die Presse Wind davon bekommen, und Jens Spahn ist wieder in aller Munde. Der Corona-Irrsinn verfolgt uns also weiter, und sei es nur als Dreckschleuder im innerparteilichen Machtkampf um den nächsten Bundeskanzler. Denn jedes Mal, wenn der Irrsinn wieder aufploppt, bleibt irgendetwas an Jens Spahn hängen. Er ist der letzte Corona-Verantwortliche auf Bundesebene, der sich weiterhin eine politische Zukunft für sich ausmalt. Seine bereits im April 2020 gemachte Aussage, wir hätten uns nach Corona viel zu verzeihen, hat sich noch nicht zur Gänze eingelöst. Freund – Feind – Parteifreund. Hendrik Wüst derweil ist zumindest wieder aus der Schusslinie.