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    Donnerstag, 14. Mai 2026, 5:05 Uhr
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    (Wdh.02:05, 06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05)

    Kontrafunk Aktuell vom 14. Mai 2026

    Silke Hasselmann im Gespräch mit Marco Gallina, Boris Kálnoky und Gerald Hauser – Kontrafunk-Kommentar: Cora Stephan

    „Hab Mut, steh auf!“ – unter diesem Leitspruch begann am Mittwoch der 104. Katholikentag in Würzburg. Den Zustand der katholischen Kirche in Deutschland analysiert der Autor Marco Gallina. Der CSU-Politiker Christian Schmidt hat seinen Rückzug vom Amt des Hohen Repräsentanten der UN für Bosnien und Herzegowina erklärt. Balkankenner Boris Kálnoky erläutert die Hintergründe. Die Krebssterblichkeit unter 15- bis 49-Jährigen hat seit 2021 weltweit stark zugenommen. FPÖ-Politiker Gerald Hauser berichtet über seine erneute Forderung an die EU-Kommission, endlich eine Studie über den möglichen Zusammenhang mit der massenhaften Anwendung sogenannter modRNA-Impfstoffe in Auftrag zu geben. Und im Kommentar beschäftigt sich Cora Stephan mit „toxischer Männlichkeit bei ‚rechten‘ Frauen“. 

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    Junge Freiheit – Wochenzeitung für Debatte

    Interview 1

    Marco Gallina: Der Katholikentag – ein staatlich gefördertes Wokeness-Treffen

    Interview 2

    Boris Kálnoky: Der nicht so freiwillige Rückzug von Christian Schmidt als Hoher Repräsentant von Bosnien-Herzegowina

    Interview 3

    Gerald Hauser: Zusammenhang von modRNA-Impfstoffen und hoher Krebssterblichkeit unter jüngeren Menschen

    Kommentar

    Cora Stephan: „Toxische Männlichkeit“ bei rechten Frauen

    Heute ist Vatertag! Werden sie also wieder mit Strohhut und Bierkästen im Bollerwagen und unter vaterländischem Gesang durch die Gegend ziehen, die Männer, egal, ob Väter oder Söhne? Auf jeden Fall empfiehlt sich Schirm und Regenjacke, die Eisheiligen sind noch nicht vorbei. Nun, dafür bleibt das Bier schön kühl. Doch das althergebrachte Ritual leidet nicht nur unter Regenwetter, sondern auch unter dem schlechten Ruf von Männern, ob Väter, Onkel oder Gatten. Stichwort: toxische Männlichkeit. Grölende Biertrinker mit Bollerwegen dürften den Ruf nicht gerade verbessern. Vielleicht sollte sich Mann am Vatertag mit anderen Eigenschaften beliebt machen. Aber wie? Blumen an die Frauen verteilen? Ergebenheitsadressen und Handküsse? Doch das Problem, argumentiert ein Soziologe beim Deutschlandfunk, sei nicht Männlichkeit, sondern „eine narzisstische Dynamik aus Dominanz, Abwertung und Angst“. Kurz: Mann inszeniert sich als unerschütterlich, zeigt keine Schwäche und macht Gegner verächtlich. Mann? Ach was! Das kann auch Frau. Besonders solche, die Männer gern öffentlich kastrieren oder auf dem Müllhaufen entsorgen möchten. Unser denkender Soziologe kennt sogar welche, die dafür eher nicht bekannt sind: Giorgia Meloni etwa und Alice Weidel, denen attestiert er „Dominanzstreben, Abwertung, Wut.“

    Ich muss da bislang etwas übersehen haben. Denn an beiden Frauen fällt mir auf, dass ihnen weibliche Attitüden abgehen, und das empfinde ich als höchst angenehm. Kein Kokettieren mit der Opferrolle, kein Sichkleinmachen, kein bisschen Niedlichsein – das kann man höchstens ab und an bei Meloni feststellen, und dafür kann sie nichts. Die beiden Frauen sind wie jene Männer, die viele sich wünschen: ruhig, sachlich, durchsetzungsstark. Männer übrigens wie jene, die sich beim versuchten Attentat auf Donald Trump beim Dinner ⁠der White-House-Korrespondenten in Washington schützend vor ihre Frauen warfen. Also zu irgendetwas sind sie dann doch gut. Ja doch, Männer üben häufiger Gewalt aus. Männer führen Kriege, Männer sind schon als Baby blau, worauf Herbert Grönemeyer hinweist. Vor allem dann, wenn es einen Männerüberschuss gibt, versuchen sie, sich ihren Platz in der Gesellschaft zu erobern, auch mit Gewalt, während Frauen sich zurücklehnen können, weil sie die Wahl haben – und die fällt meistens auf den Kerl, der erfolgreicher ist im Kampf um den Platz an der Sonne. So spielen sie zusammen, die beiden Geschlechter. Wobei nicht das Freund-Feind-Denken besonders männlich wäre, sondern im Gegenteil: Das Moralisieren ist noch immer eine überwiegend weibliche Spezialität.

    Im Ersten Weltkrieg wussten die Männer im Schützengraben, dass ihr Gegenüber ein genauso armes Schwein war wie sie selbst, leidensfähig ohne Ende, und keineswegs das Böse, das vernichtet werden musste. Dazu neigten eher die Frauen. Dabei macht die Vorstellung, der Gegner sei das zu vernichtende Böse, eine kriegerische Auseinandersetzung tendenziell unendlich. Vernichtung des Gegners strebt nur an, wer daran nicht teilnehmen muss. Kurz: Man sollte von toxischer Männlichkeit nicht reden, wenn man die toxische Weiblichkeit auslässt. Insbesondere die feministische Variante ist nicht nur männerfeindlich, sondern auf ständig auf Kriegsfuß mit Frauen, die von der feministischen Lehre wenig halten; und die der Überzeugung sind, das Patriarchat sei nicht länger als Ausrede geeignet für weibliche Larmoyanz und Pflege der Opferrolle. Hoffen wir also, dass sie am Vatertag nach all dem Bier und dem vielen Regen freundlich empfangen werden, wenn sie wieder nach Hause kommen, die Männer. Sie haben immerhin Durchhaltevermögen und Leidensfähigkeit bewiesen.