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    Donnerstag, 19. Februar 2026, 5:05 Uhr
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    (Wdh.02:05, 06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05)

    Kontrafunk aktuell vom 19. Februar 2026

    Stephan Kloss im Gespräch mit Frank Hennig, Franz Grüter und Philipp Gut – Kontrafunk-Kommentar: Burkhard Müller-Ullrich

    Wegen der angeblichen Verbreitung von russischer Propaganda und Desinformationen wurde Jacques Baud, ehemaliger Oberst in der Schweizer Armee, von der EU sanktioniert. Nationalrat Franz Grüter berichtet, was heute dazu bekannt ist. Der Gasmangel in Deutschland wird immer akuter. Doch die Regierung sieht keine Probleme. Näheres erläutert Frank Hennig, Diplomingenieur für Kraftwerksanlagen und Energieumwandlung. In Lausanne hat das Bundesgericht die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft verurteilt, weil sie Falschinformationen über den Schokoladenhersteller Läderach verbreitet hatte. Die Hintergründe erklärt Philipp Gut. Und Burkhard Müller-Ullrich kommentiert die Einstufung der AfD in Niedersachsen durch den Verfassungsschutz zum „Beobachtungsobjekt von erheblicher Bedeutung“.

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    Junge Freiheit – Wochenzeitung für Debatte

    Interview 1

    Franz Grüter: EU-Sanktionen gegen Jacques Baud sind skandalös

    Interview 2

    Frank Hennig: Ideologische Energiewende verantwortlich für Gasmangel

    Interview 3

    Philipp Gut: SRG wegen Falschinformation verurteilt

    Kommentar

    Burkhard Müller-Ullrich: Weiterer AfD-Landesverband wird hochgestuft

    Es geht nicht darum, was die AfD ist oder will oder tut oder kann. Es ist auch egal, was die AfD sagt oder nicht sagt. Was im Parteiprogramm steht, welche Beschlüsse sie fasst, was für Verlautbarungen sie macht: alles gleichgültig beziehungsweise ungültig. Denn wir leben in einem magischen Zeitalter. Da gibt es Hohepriester, die murmeln irgendwelche Zaubersprüche von kosmischer Wirkkraft. Diese Magier tragen keine prächtigen Gewänder, sondern Straßenanzüge, sie sitzen nicht auf goldenen Thronen, sondern in Bürogebäuden aus den Sechziger- und Siebzigerjahren. Und auf dem Schild am Eingang steht: Verfassungsschutz. 

    Im Unterschied zu antiken oder mittelalterlichen Magiern sind die deutschen Verfassungsschützer allerdings Befehlsempfänger. Zum Beispiel ist das niedersächsische Landesamt für Verfassungsschutz in der Büttnerstraße in Hannover offiziell nur eine Abteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres, Sport und Digitalisierung, das von der SPD-Politikerin Daniela Behrens geführt wird. Sie kann sich darauf verlassen, dass ihre Leute links sind. Ein deutliches Blinksignal gab diese Abteilung vor anderthalb Jahren, als sie sich auf X brüstete, „auch Antifa“ zu sein. Der Post wurde zwar danach gelöscht, was für sich genommen den Skandal noch fetter macht, aber dieselben niedersächsischen Verfassungsschützer liefen vor ein paar Monaten auf einem Volksfest in T-Shirts mit der Aufschrift „Vertrauen ist gut. Verfassungsschutz ist besser“ herum. Mehr braucht es nicht, um zu verstehen, was der legendäre deutsche Politologe Wilhelm Hennis meinte, als er in der alten Bundesrepublik immer und immer wieder davor warnte, dass der „Parteienstaat“ (das Wort ist von ihm) eine Gefahr für die Demokratie sei, weil die Parteien sich mit ihren Machtnetzen wie ein Krebsgeschwür in allen staatlichen Institutionen ausbreiteten und deren Autonomie zerstörten. 

    Nun gibt es eine Partei, der solche rechtsstaatswidrigen Machenschaften zwar ständig unterstellt werden, weshalb man sie angeblich mit allen Mitteln daran hindern müsse, derlei Machtnetze aufzubauen, doch diese AfD kam bekanntlich noch nie und nirgendwo in die Lage, durch ihr eigenes Wirken diese ganzen Unterstellungen zu rechtfertigen oder auch nur zu erhärten. Deshalb findet der Kampf nicht auf der Ebene des Tatsächlichen statt, sondern in der Sphäre der Magie. Ein Kampf ist es allemal, und zwar kein Meinungskampf, sondern ein krasser, kruder, kompromissloser Machtkampf. Diesen hat das Kartell der Altparteien ins Rauschhafte eskaliert, und halbwegs besonnene Beobachter können nur mit angstvollem Staunen registrieren, dass es offenbar gelingt, Gerichte, Medien und das halbe Volk in einen psychotischen Taumel zu versetzen. So genügt es, dass irgendwelche an Lenin orientierten T-Shirt-Träger die Worte „gesichert rechtsextrem“ rufen, und schon wirft sich die Öffentlichkeit auf die Knie, der Begriff „Hochstufung“ löst bei Presse, Funk und Fernsehen orgiastische Konvulsionen aus, und die schreiende Substanzlosigkeit dieses ganzen Theaters scheint wie auf einer Drogenparty kaum jemanden zu stören. 

    Im Gegenteil: Je wahnhafter die Anwürfe, desto willfähriger der hypnotisierte Teil Deutschlands. Jemand streckt den Arm knapp über 90 Grad aus: Hitlergruß! Ermittlungsverfahren! Jemand sagt den banalen Slogan: „Alles für Deutschland“: Die Polizei schreitet ein, der Staatsanwalt ist unterwegs. Und dann erreicht die schwarze Messe des Irrsinns vor Gericht ihren Höhepunkt, wenn Magier in schwarzen Roben allen Ernstes urteilen, dass dieser Satz, den bis vor wenigen Monaten noch jeder Historiker für harmlos gehalten hat, jedem Deutschen als Kernbestand des Nazitums geläufig zu sein habe. So tanzt das Land eine toxische Tarantella, und die AfD kann daran gar nichts ändern, denn nichts anderes als ihre Zerstörung ist das erklärte Ziel von CDU, CSU, SPD und ihren minder wichtigen Zuarbeitern. Der Parteienkrebs, vor dem Professor Hennis zeitlebens gewarnt hat, zerfrisstinzwischen schon die allerhöchste Rechtsstaatsinstanz: das Bundesverfassungsgericht. Ein Verbot der AfD rückt ganz allmählich näher und näher. Aber gerade dies wird nicht zu ihrer Zerstörung führen, sondern zu einem Flächenbrand, aus dem sie wie Phönix aufsteigt.