Kontrafunk Aktuell vom 3. Juni 2026
Von wegen Einzelfall Winterthur: Die tunesisch-schweizerische Islamismus-Expertin Saida Keller-Messahli erläutert, warum das Messerattentat aus einem islamistischen Netzwerk entsprungen ist. Der Fall Mario Voigt ist mehr als nur ein Plagiatsfall. Der österreichische Kommunikationsforscher und „Plagiatsjäger“ Stefan Weber berichtet über seine Rechercheergebnisse. E-Voting ist fehler- und manipulationsanfällig. Jorgo Ananiadis, Chef der Piratenpartei Schweiz, begründet seine Ablehnung des E-Voting. Und Cora Stephan kommentiert etwas unernst den tiefen Fall von Bärbel Bas, der einstigen Hoffnungsträgerin der SPD.
Saida Keller-Messahli: Das Messerattentat von Winterthur ist Teil eines islamistischen Netzwerkes
Stefan Weber: Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt verstrickt sich immer mehr in seinen Plagiatsfall
Jorgo Ananiadis: Die Piratenpartei Schweiz ist strikt gegen das sogenannte E-Voting
Cora Stephan: Bärbel Bas ist eine einzige Enttäuschung
Ja, wie wir das kennen, so als Frauen, die wir stark und selbstbewusst sind! Kaum sagen wir etwas, schon sind sie da, die kleinen Männlein mit ihren Hämmerchen, und versuchen, das Denkmal unserer stillen Größe zu beschädigen. Insofern: volle Solidarität mit Bärbel Bas, unserer Arbeitsministerin, die darunter leidet, dass rechte Netzwerke versuchten, sie mit Hass und persönlichen Angriffen kleinzukriegen. Es sei nicht einfach, das auszuhalten. Sie ernte nicht nur puren Hass, sondern erlebe auch Vergewaltigungsfantasien. Klar haut man manchmal Missverständliches raus. Ganz so wie der Kanzler, der ihr das „Du“ angeboten hat. Man sei ja kein Superheld. Stimmt. Vergewaltigungsfantasien, ganz ehrlich? Wahrscheinlich hat sie einfach nur die rüde Ansprache vieler Migranten nicht verstanden, die gerne „ich (pieep) deine Mutter“ sagen. Und es ist ganz gewiss kein Affront gegen „starke und selbstbewusste Frauen“, wenn einen angesichts mancher Absonderungen der SPD-Vorsitzenden ein tiefes Gefühl der Peinlichkeit überkommt. Klar, man muss schon ziemlich selbstbewusst sein, um eklatanten Unsinn zu verbreiten, das darf das Publikum dann aber auch Unsinn nennen – und Dummheit Dummheit.
Es gibt keine Einwanderung in unser Sozialsystem? Holla, Frau Bas! In unserem Land stehen jede Menge Honigtöpfe herum, die zum Bedienen einladen. Das kann man schwerlich den Bedienenden anlasten, aber dafür unseren Politikern, die, wie Frau Bas, von Pull-Faktoren noch nie etwas gehört haben. Also von jenen Faktoren, die Migranten magnetisch anziehen, wie etwa unser üppiges Sozialsystem. Ich nehme das übrigens als Beleidigung aller starken und selbstbewussten Frauen. Und ist es denn wirklich stark und selbstbewusst, wenn Bas den Deutschen ein „Einheitsgrau“ bescheinigt, ja sogar ein Einheitsbraun, das man irgendwie durch migrantische Vielfalt und Buntheit verdünnen müsse? Wie passt das zu einem Amtseid, in dem es noch immer heißt: sie (in dem Fall Bärbel Bas) wolle ihre Kraft „dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden.“ Aber ist eine solche Formulierung nicht eigentlich irgendwie völkisch? Na ja, was sagt man nicht alles, wenn man Ministerin werden will. Danach kann es dann wieder ehrlich zugehen.
Und das heißt gemäß Bärbel Bas: der Deutsche ist einheitsgrau, was nicht hübsch anzusehen ist, oder sogar einheitsbraun, was man nicht gleich sieht, es ist ja eher ein innerer Zustand, mit anderen Worten: braun wie Nazi. Dagegen hilft natürlich nur massenhafte Einwanderung, Umvolkung, wie böse Menschen sagen, weshalb man es nicht sagen darf, aber faktisch läuft es darauf hinaus. Es ist schon verblüffend, wie es in einer SPD-Vorsitzenden und Arbeitsministerin so denkt. Aber vielleicht denkt da gar nichts. Und Frau Bas hat lediglich gelernt, bei jeder Kritik die Frauenkarte zu spielen und sich als Opfer darzustellen, das half ja irgendwie immer. Aber angesichts der Qualität des weiblichen Aufgebots sozialdemokratischer Provenienz in Regierungsfunktionen zieht das womöglich längst nicht mehr. In der aktuellen Sonntagsumfrage stürzt die SPD um fünf Prozentpunkte auf 11 Prozent ab. Kurz: Wer Dummes dumm nennt, hat nichts gegen starke und selbstbewusste Frauen, sondern mag keine Dummheit, ganz einfach.
