Skip to main content
Kontrafunk live hören
Kontrafunk live hören
Kontrafunk Livestream Player
die Nachrichten vom
22. Juni, 19 Uhr
die Nachrichten vom
22. Juni, 15:00 Uhr
die Nachrichten vom
22. Juni, 10:00 Uhr
    Freitag, 31. Mai 2024, 5:05 Uhr
    Freitag, 31. Mai 2024, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 31. Mai 2024

    Stefan Millius im Gespräch mit Jörg Rehmann, Folkard Wülfers und Richard Koller – Kontrafunk-Kommentar: Frank Wahlig

    Bargeld ist Freiheit, aber überall versuchen Banken und Regierungen, das Bargeld zurückzudrängen. In der Schweiz will Richard Koller mit einer „Bargeldinitiative“ diesen Trend stoppen. Stefan Millius spricht mit ihm über die Chancen seines Projekts. Im Interview mit dem Biologen Folkard Wülfers geht es um das Tamtam, das die WHO derzeit wieder um die Vogelgrippe macht. Wird das Virus die nächste Todesseuche bringen, ist es der Vorschein von „Disease X“, das immer wieder durch die Medien spukt – vor allem in diesen Tagen, da die WHO durch neue „Gesundheitsvorschriften“ die Weltherrschaft zu erlangen sucht? Der Filmemacher Jörg Rehmann spricht über die Neuauflage seines Werks „End of Landschaft“, und Frank Wahlig kommentiert den Vorwurf, Bundeskanzler Olaf Scholz sei ein Autist. 

    Interview 1

    Bargeldautomaten, Postfinance, Bargeld-Initiative

    Interview 2

    Vogelgrippevirus

    Interview 3

    Die skandalösen Schattenseiten der Energiewende

    Kommentar

    Autisten, Fähnchen im Wind und Oma Courage

    Oma Courage packt’s an: Was Marie-Agnes Strack-Zimmermann sich leistet, ist wohl mit ihren Parteifreunden abgesprochen. Das ist kein Alleingang oder nur ihr persönlicher Eindruck. Die Spitzenfrau der FDP für die Europawahl diagnostiziert bei Kanzler Scholz Charakterzüge, für die der Gescholtene wenig kann. Er sei ein Autist, stellt sie fest. Er könne einfach nicht seine Politik erklären, weil er dazu geistig nicht fähig sei. Mit autistischen Zügen kann man es weit bringen. Das Klima-Greta, es trägt seinen Autismus, als Sonderbegabung vor sich her, kann dadurch CO2-Moleküle sehen und weltberühmt werden, wenn es dazu noch die Schule schwänzt. Ein anderer mit Sonderbegabung wird eben Kanzler. Eine Entwicklungsstörung zu haben, ist privat, solange es nicht von anderen öffentlich gemacht wird. Frau Agnes nutzt diese selbst diagnostizierte Entwicklungsstörung des Kanzlers, um ihm und seiner Partei politisch zu schaden. Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat den Deckel der Büchse der Pandora geöffnet.

    Dass der Politiker Scholz immer schon etwas merkwürdig war, ist bekannt. Er hat seit seiner Zeit als Kanzler Schröders SPD-Sekretär Parteifreunde aber keine Freunde. Er wirkt, wenn er seine Politik erklären soll, so einschläfernd, so „wortkaskadig“, so endlos dröge. Es heißt, man solle vor einem Hintergrundgespräch mit Olaf Scholz vorsorglich eine Captagon einwerfen. Für Unbedarfte: Captagon ist ein Wachmacher, im Fall von Scholz ein Wachhalter. „Scholzomat“ wurde er in Journalistenkreisen genannt. Ein Ministerpräsident ist fassungslos, wenn er über seine Begegnungen mit Scholz als Kanzler spricht. Auch er benutzt den Begriff „irgendwie autistisch, der Mann“. Bei Bund-Länder-Gesprächen habe es einen regelrechten Aufstand gegen Scholz gegeben, weil der seine Politik weder habe erklären können noch wollen. „Der hat ein Kommunikationsproblem. Er redet nicht mit anderen Leuten, außer wenn er muss.“ Fazit des Ministerpräsidenten: Scholz sei ein Rechthaber, das höre er überall, ein Weltverbesserer, der es nicht für nötig halte, andere über seine schöne neue Welt zu unterrichten.

    Strack-Zimmermann macht es nun öffentlich: „Man erreicht ihn nicht, weil er ein krasser Rechthaber ist“, sagt sie. Was sie über den Kanzler sage, „hört man auch aus Kreisen der SPD“. Er gestalte Politik ausschließlich nach Umfragen. Er sei bei Angela Merkel erfolgreich in die Schule gegangen. Ein Fähnchen im Wind eben. Das erklärt, warum er nach den „Deutschland den Deutschen“-Gesängen auf Sylt sofort den Notstand an die Wand malte: Die veröffentlichte Meinung war gerade mal so. Die leichtfertigen Partysänger wurden dem linken Medienmob vorgeworfen. Die angeblichen Deportationspläne der AfD: Abgeschirmt von Leibwächtern erschien er auf den Demonstrationen „gegen rechts“. Der Mann schafft sich eigene Realitäten. So wie das Greta die CO2-Moleküle zu sehen glaubt. Es ist Zufall, dass bei den sogenannten Bürgergesprächen immer wieder harmlose Fragen an den Kanzler gestellt werden. Wenn Scholz die Antwort leichtfällt, kichert er manchmal unvermittelt. Reiner Zufall, dass so viele dieser Fragesteller ein SPD-Parteibuch in der Tasche haben. Reiner Zufall, sagen die TV-Verantwortlichen, die es dem Kanzler einfach machen. „Starke Stimme für Europa“ – wirbt die SPD mit dem Abbild des fotogeshoppten Kanzlers. Die SPD wirbt mit Scholz als „Friedenskanzler“. Wenn die veröffentlichte Meinung sich dreht, dreht sich der Kanzler. 

    AfD oder CDU haben auch im privaten Rahmen nie den Kanzler pathologisiert. Sie greifen ihn politisch an, wie es sich unter Demokraten gehört. Es sind die eigenen Leute, die ihrem Kanzler Autismus, also eine Abweichung von der Norm bescheinigen. Die eigenen Ampelleute halten ihren Chef nur begrenzt für politikfähig. Die Frage stellt sich, warum sind sie noch dabei? Nur wegen Prestige und Dienstwagen? Sie sind verantwortlich dafür, dass das Land so regiert wird, wie es regiert wird. Einmal Amtseid nachlesen und über das Land nachdenken, könnte hilfreich sein, den Ausstieg zu finden. Und Schaden vom Land und den Deutschen abwenden. Übrigens: Auch Oma Courage, Frau Agnes, gehört, wie der kanzlerkritische Ministerpräsident, zu einer Regierungspartei. Und nun gehen sie alle aufeinander los.