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    Mittwoch, 6. August 2025, 5:05 Uhr
    Mittwoch, 6. August 2025, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 6. August 2025

    Kerstin Kramer im Gespräch mit Wolfgang Meins, Hans Hurni und Marcel Züger – Kontrafunk-Kommentar: Cora Stephan

    Immer wenn es ums Klima geht, sind Angst und Panik nicht weit. Was es mit der Klimawandelangst auf sich hat, erklärt Prof. Wolfgang Meins, Facharzt für Psychiatrie. Der Schweizer Biologe Marcel Züger berichtet über den Wolf und warum wir vor ihm lieber ein wenig mehr Angst haben sollten. Keine Angst vor großen Projekten hat man in Äthiopien: Prof. Hans Hurni präsentiert den neuen Staudamm am Blauen Nil. Und Cora Stephan nimmt angstfrei das Verhältnis von Friedrich Merz zu Israel auseinander.

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    Interview 1

    Wolfgang Meins: Die Klimawandelangst geht um

    Interview 2

    Marcel Züger: Der Wolf ist zurück

    Interview 3

    Hans Hurni: Megastaudamm in Äthiopien

    Kommentar

    Cora Stephan: Merz und seine Verantwortung

    Ich empfinde keine besondere Verantwortung für die Bundesregierung unter Friedrich Merz. Und ich bekenne mich nicht schuldig an der unverfrorenen Behauptung, dort empfinde man eine „besondere Verantwortung“ für Israel. Zum einen spürt man davon rein gar nichts. Zum anderen braucht es keinen Bezug auf die Shoah, damit sich Juden auf die historische Verbindung mit dem jetzigen Israel berufen können. Also Schluss mit dem Gerede. Zumal Kanzler Merz und Außenminister Wadephul sich durch Unkenntnis der Lage oder durch andere Sehbehinderungen auszeichnen und damit zeigen, wo ihr Besonderes liegt: Sie projizieren deutschen Selbsthass auf das moderne, erfolgreiche, freie Israel. Und sie lassen sich, ebenso wie unsere Staatspresse, von der Hamas vorführen. Und dafür möchte ich beim besten Willen keine Verantwortung übernehmen müssen. Als ob man sich bei der Terrortruppe Hamas nicht bestens mit Propaganda auskennt! Terroristen, die am 7. Oktober vor zwei Jahren jüdische Kinder ohne Wimpernzucken ermordet haben, wissen, dass der Westen allein schon beim Wort „Kinder“ wachsweich wird. Die meisten aus der politmedialen Blase sind auf das Bild des kleinen Muhammad hereingefallen, ein ausgemergelter Kinderkörper in den Armen seiner wohlgenährten Mutter. Das Kind ist schwer krank, Ursache dafür ist nicht eine von Israel angeblich verursachte Hungersnot. Denn wo es Hunger im Gazastreifen gibt, ist der Verursacher die Hamas, die seit Jahren die nicht gerade geringfügigen Hilfslieferungen kassiert und teuer verkauft, damit sich der Terror gegen Israel besser finanzieren lässt. Als ob die Gelder aus Katar, dem Iran und der Türkei nicht ausreichten …  

    Selbst die Bundesregierung gibt übrigens zu, dass die Hilfspakete, die von einem Flugzeug der Luftwaffe an bunten Fallschirmen auf Gaza abgeworfen wurden, zu 50 bis sogar 100 Prozent in den Armen der Terroristen gelandet sind. Wozu dann diese spektakuläre Aktion? Weil man „menschlich“ wirken will? Aber der noch größere Coup ist der Hamas gelungen, als sie nun Videos von zweien der noch lebenden israelischen Geiseln veröffentlichten, von Evyatar David und Rom Braslavski, der übrigens auch einen deutschen Pass besitzt. Zwei ausgemergelte, verzweifelte junge Männer, dem Tode nahe. Evyatar David wird gezeigt, wie er sein eigenes Grab aushebt. In einem weiteren Video wird ihm eine Dose gereicht, man sieht den muskulösen Arm eines offenbar wohlgenährten Terroristen. Und wie reagiert Kanzler Merz? Man glaubt es nicht! Er ist entsetzt! Doch! Wirklich! Als ob er sich das nicht hat vorstellen können! Und ich fürchte: Er hat es sich wirklich nicht vorgestellt, wie das ist, wenn man seit über 650 Tagen in einem Tunnel festgehalten wird, nur mit dem Allernötigsten versorgt. Er hat nicht daran gedacht. Noch nicht einmal an jene Geiseln, die als Inhaber eines deutschen Passes eigentlich der besonderen Fürsorge der deutschen Regierung teilhaftig sein müssten. Oder haben wir diesbezügliche Forderungen des Kanzlers überhört? Offenbar nicht. Armin Laschet, CDU, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, fragt: „Warum schafft es unsere Staatsspitze nicht, sich dem Appell anzuschließen, täglich die Namen der deutschen Geiseln zu nennen und die sofortige Freilassung zu fordern?“

    Friedrich Merz hat Bilder von angeblich verhungernden Kindern für die Wahrheit gehalten, aber offenbar keinen Gedanken an die Geiseln verschwendet. Auf diesen Videos aber sieht man die wahre Hungersnot in Gaza. Und Friedrich Merz hat sich entblößt. Ich könnte mir vorstellen, dass genau das die Absicht der Veröffentlichung dieser Videos war. Jetzt zeigt sich die Doppelmoral solcher Figuren wie Emmanuel Macron oder eben Friedrich Merz. Selbst in ihrer Partei ist es einigen mittlerweile aufgefallen, dass etwas nicht stimmt mit der Politik von Kanzler und Außenminister gegenüber Israel. Eine CSU-Abgeordnete fasst die Forderung nach einer Zweistaatenlösung treffend zusammen: „Warum belohnen wir Terror mit einem eigenen Staat?“ Und Roderich Kiesewetter wirft der Regierung vor, sich der kognitiven Kriegsführung der Hamas zu unterwerfen und einer Täter-Opfer-Umkehr das Wort zu reden. Es wird noch so weit kommen, dass Deutschland den Judenhassern unter den Palästinensern eine neue Heimstatt anbietet, einige Städte möchten bereits Kinder aus Gaza aufnehmen, die ja immer als unschuldig gelten, auch wenn sie bereits mit drei Jahren voll indoktriniert sind. Merz’ Reaktionen auf die Videos haben gezeigt, was man von seiner „Solidarität“ mit Israel zu halten hat. Das wird nicht nur ihm, sondern ganz Deutschland wie Schiet an den Schuhen auf immer anhängen. Reden wir nie mehr von irgendeiner besonderen Verantwortung, dieser dahergeplapperten Lüge. Reden wir heute von der Gegenwart, von dem, was Israel bedeutet: Es ist der Westen im Nahen Osten. Israel hat aus einer Wüste ein modernes, technologisch weit fortgeschrittenes Land gemacht, wovon die arabischen Nachbarn nur profitieren könnten, wenn sie klug wären. Und die wissen, warum sie keine „Palästinenser“ aufnehmen wollen. Unsere Freiheit wird nicht am Hindukusch, sondern durch Israel verteidigt.