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    Donnerstag, 23. Januar 2025, 5:05 Uhr
    Donnerstag, 23. Januar 2025, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 23. Januar 2025

    Benjamin Gollme im Gespräch mit Klaus-Rüdiger Mai, Lutz Trümper und Oliver Lauter – Kontrafunk-Kommentar: Cora Stephan

    Sex, Lügen, Wahlkampf. Bei den Grünen hängt der Haussegen schief. Die Causa Gelbhaar hat längst Chefwahlkämpfer Robert Habeck erreicht. Darüber sprechen wir mit dem Publizisten Dr. Klaus-Rüdiger Mai. Über zwanzig Jahre war Lutz Trümper Oberbürgermeister von Magdeburg, über dreißig Jahre SPD-Mitglied. Nun ist er ausgetreten und hat der SPD für immer den Rücken gekehrt. Seine Gründe erläutert uns Trümper in der Sendung. Im Gespräch mit dem Journalisten und Autofachmann Oliver Lauter geht es um das Thema Tesla-Scham, und Cora Stephan kommentiert die große Frage: Wie viele Geschlechter gibt es?

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    Junge Freiheit – Wochenzeitung für Debatte

    Interview 1

    Klaus-Rüdiger Mai: Die Causa Gelbhaar und die Grünen

    Interview 2

    Lutz Trümper: Magdeburgs Ex-OB verlässt die SPD

    Interview 3

    Oliver Lauter: Vom Tesla-Hype zur Tesla-Scham?

    Kommentar

    Cora Stephan: Let that sink in!

    Was nimmt sich dieser Donald Trump heraus? Das internationale „Wokeariat“ erzittert in seinen Grundfesten. Dieser ja nicht ganz unbedeutende Politiker, seit Montag der 47. Präsident der USA, erklärt in seiner Antrittsrede unverblümt: „Von heute an wird es die offizielle Politik der Regierung der Vereinigten Staaten sein, dass es nur zwei Geschlechter gibt: männlich und weiblich.“ Das entsprechende Dekret unterschreibt Trump kurz darauf, es trägt den Titel: „Frauen vor Genderideologie verteidigen und biologische Wahrheit (…) wiederherstellen.“ Um Frauen ihre Würde zu bewahren, will man insbesondere Einrichtungen wie „Gefängnisse, Migrantenzentren und Frauenhäuser“ beobachten. Und sogar im amerikanischen Finanzministerium soll das Diversitätstraining abgeschafft werden. Dabei wäre es da doch sicher besonders nötig! Amerikanische Promis reagieren vorhersehbar. Sie halten Trumps Dekret nicht etwa schlicht für die Wahrheit oder für die Wahrung der Interessen von Frauen, sondern für übelste Transphobie. Das sieht in Deutschland nicht viel anders aus. Der Leiter des ZDF-Studios in Washington, Elmar Theveßen, erklärte Trump gar zum Verfassungsfeind, denn die These von den zwei Geschlechtern widerspreche der amerikanischen Verfassung, in der es heiße: „All men are equal.“ Aha! Hier wurden also wieder mal die Frauen weggelassen? Scherz beiseite: Der Satz steht nicht in der Verfassung, sondern in der Unabhängigkeitserklärung der USA von 1776. Diese ist nicht Teil der US-Verfassung und widerspricht im Übrigen der These von den zwei Geschlechtern keineswegs: „Men“ heißt hier schlicht „Menschen“. 

    Aber egal. Der ausgewiesene Experte meint es sicherlich gut. Die meisten Theorien beziehungsweise Ideologien, die in Deutschland seit Jahren das Meinungsklima vergiften und die Forschungsfreiheit einschränken, sind aus den USA zu uns herübergeschwappt: der Genderkram, die Diversitätsmaßgabe anstelle des Leistungsprinzips, die „Critical Race Theory“ mit ihrem Hang zum Antisemitismus, die „Postcolonial Studies“ mit ihrem Hass auf Weiße. In den USA schwingt das Pendel zurück, verschärft seit der Wahl Trumps. Man kann nur hoffen, dass etwas davon auch bei uns ankommt. Bislang kümmert es die politmediale Blase hierzulande nicht, dass um die 80 Prozent der befragten Bundesbürger „geschlechtergerechte Sprache“ für überflüssig halten. Wie im Übrigen die meisten homosexuellen Frauen und Männer das ganze queere Theater überaus lästig finden. Doch bei unseren Politikern ist noch immer nicht der Wind der Freiheit aus den USA angekommen oder gar die Meinung der Bürger und Wähler, der Frauen und Feministinnen zum sogenannten Selbstbestimmungsgesetz. Dabei ist doch jetzt eingetreten, was Politiker und Aktivisten für unmöglich gehalten haben: dass Männer sich beim Standesamt zur Frau umschreiben lassen, nicht weil ein Leidensdruck sie dazu bringt, sondern weil sie weit weniger edle Ziele damit verfolgen. Beim Sport haben das schon einige Kerle versucht, sogar erfolgreich, weil ihre Biologie sie gegenüber Frauen weitgehend unschlagbar macht. Manch andere möchten einfach nur Frauen beim Duschen oder Umkleiden zusehen, was ihnen unverdient schwergemacht wird. Andere träumen vom Riesenangebot an Weiblichkeit im Frauengefängnis. Unmöglich? Hat es alles schon gegeben und wurde freundlich toleriert.

    Aber jetzt! Jetzt wird sich empört, weil ein stark bebärtetes beziehungsweise deutlich unrasiertes Wesen, ganz ohne Echthaarperücke und Stöckelschuhe, beim zuständigen Standesamt im sächsischen Schkeuditz Ende vergangenen Jahres Personenstand und Vornamen ändern ließ. Liebichs neue Vornamen sind Marla-Svenja. Den „Deadname“ verschweigen wir hier vorsichtshalber, das könnte teuer werden. Worüber also reden sich die Transaktivisten auf? Über den Bart? Meine Güte! Wer wird denn so intolerant sein? Ein Bart ist ein sekundäres Geschlechtsmerkmal, und wenn schon der primäre Penis nicht notwendigerweise auf Männlichkeit schließen lässt, dann muss man auch einen Bart in die Frauenumkleide lassen. Außerdem tut das Wesen mir den Gefallen, sich nicht als Klischee einer Frau zu verkleiden, wie wir es bei Tessa und Georgine erdulden müssen. Aber: Liebich gilt als „rechtsextremistische Provokationsfigur“. Und diese Figur beherrscht das Besteck: Cool erklärt Liebich, „nennen Sie mich von mir aus Nazibraut, aber bei falschem Pronomen hören Sie von meinem Anwalt!“ Großartig. Derlei Provokation enthüllt die Dummheit dieses Gesetzes und unterstreicht das, was jeder vernünftige Mensch weiß: Du kannst die Biologie nicht per Selbstentscheid abschaffen. Und wenn es sich als „kulturelle Aneignung“ verbietet, dass Kinder sich als Indianer verkleiden, dann verbitte ich mir hiermit, dass Männer sich als Frauen mit schlechtem Geschmack zeigen und fast jedes Klischee bedienen, was einem so zu Frauen einfällt. Da bin ich Indianer: Ich mag das nicht. Es beleidigt mich. Insofern ist es mir egal, was einer sonst so glaubt. Hauptsache, ein wahrheitswidriges Gesetz wird zu Tode provoziert. Männer, ermannt euch! Seid wie Liebich!