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    Montag, 15. Juli 2024, 5:05 Uhr
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    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 15. Juli 2024

    Gernot Danowski im Gespräch mit Susanne Heger, Rainer Schmidt und Jonas Greindberg – Kontrafunk-Kommentar: Collin McMahon

    Die USA unter Schock: Am Samstag wurde bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania auf den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump ein Attentat verübt. Wie das passieren konnte, wie der Wahlkampf weitergeht und wie die Reaktionen in Amerika sind, fragen wir unsere USA-Korrespondentin Susanne Heger. Collin McMahon widmet sich in seinem Kommentar ebenfalls dem Attentat und den Reaktionen darauf. Mit dem Sinologen und Publizisten Jonas Greindberg sprechen wir über die wachsende Bedeutung Chinas und vor allem den Zusammenschluss der Brics-Staaten. Dass Attentate weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen können, hat uns die Geschichte gelehrt. Aus dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger und seine Frau resultierte der Erste Weltkrieg. Im Hinblick auf den aktuellen Krieg in der Ukraine sprechen wir mit dem Historiker Prof. Rainer F. Schmidt über die Lehren aus dem Ersten Weltkrieg.

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    Ars Vivendi

    Interview 1

    USA im Schock

    Interview 2

    Krieg und Frieden Teil 1: Lehren aus dem Ersten Weltkrieg

    Interview 3

    Allianzen im Erdkreis

    Kommentar

    Attentat auf Donald Trump

    Nun ist also passiert, wovor Beobachter wie Steve Bannon und Tucker Carlson schon lange gewarnt haben: ein Mordanschlag auf den US-Präsidentschafts-Kandidaten Donald Trump. Doch dieses Attentat ist nicht zufällig passiert, sondern ist die logische Konsequenz einer acht Jahre langen Kampagne der Medien, Geheimdienste und seiner politischen Gegner, um mit allen Mitteln zu verhindern, dass Donald Trump den „Sumpf trockenlegen“ und die „endlosen Kriege“ des militärisch-industriellen Komplexes beenden kann. Die deutschen und die amerikanischen Medien waren von Anfang an dabei. Bereits vor Trumps Amtsantritt begann eine beispiellose Kampagne, um FBI und CIA zu instrumentalisieren und Trump als „Marionette Putins“ darzustellen, was zu den zweijährigen Ermittlungen der Mueller-Kommission führte. Unter dem Vorwand der „Verschwörung mit Russland“ begann der US-Staatsapparat 2017 außerdem, durch Quasi-Regierungsorganisationen wie den Global Disinformation Index, das Institute for Strategic Dialogue und die Global Alliance for Responsible Media konservative Meinungen und Nachrichtenseiten zu zensieren und ihre Werbekunden zu vergraulen. Diese regierungsfinanzierte Propagandakampagne reichte von Washington bis London und Berlin und richtete sich gleichermaßen gegen AfD und Trump-Wähler, gegen Brexit-Befürworter und Corona-Maßnahmen-Kritiker. Es war und bleibt eine „Farbrevolution“ des US-Staatsapparates im Inland. Nach dem ergebnislosen Ende der Mueller-Ermittlungen 2018 wandten sich die Dienste gegen alle, die die „Demokratie“ gefährden, weil sie die Falschen wählen. Die Demokratie wurde zur größten Bedrohung für die Demokratie erklärt.

    Nach dem Scheitern der Ukraine-Amtsenthebung 2019 und der „Black Lives Matter“-Randale 2020 kamen die massenhafte Versendung von Briefwahlstimmen, die Änderung der Wahlregeln in vielen Bundesstaaten an den Parlamenten vorbei und die Vorwürfe zahlreicher Unregelmäßigkeiten und plötzlich auftauchender Stimmtranchen in der ewig hingezogenen Wahlauszählung vom 3. bis zum 7. November. Alle Medien, inklusive des Murdoch-Senders Fox News, erklärten ungeprüft alle Vorwürfe der Unregelmäßigkeiten zu Verschwörungstheorien. Wie bereits im Fall der Enthüllungen der „New York Post“ zum Hunter-Biden-Laptop war es unmöglich, Fragen zur US-Wahl 2020 auf Social Media  zu teilen. Die Enttäuschung der Trump-Wähler entlud sich am 6. Januar im „Sturm aus das Kapitol“, offenbar unter Beteiligung von mindestens zwanzig Bundesagenten. Die Biden-Regierung nutzte die Randale, um Trump-Anhänger aus der Regierung und dem Militär zu entfernen und eine weitere Amtsenthebung gegen Trump anzustrengen, obwohl er gar nicht mehr im Amt war. Diese Amtsenthebung ging nahtlos über in die J-6-Anhörungen der Demokraten im Kongress, ohne Beteiligung von Trump-Abgeordneten. Als auch diese trotz FBI-Razzia in Mar-a-Lago keine Beweise für ein kriminelles Fehlverhalten des 45. US-Präsidenten liefern konnten, änderte man einfach die Gesetze in New York und schickte Justizbeamte aus Washington, um irgendwas zu finden, weswegen man Trump einsperren könnte.

    Doch diese Lawfare-Kampagne ist ebenfalls gescheitert. Trump wurde zum Volkshelden unter Rappern und Rechten, unter Latinos und Libertären. Nachdem Elon Musk sich als Trump-Unterstützer geoutet hatte, folgten immer mehr Silicon-Valley-Milliardäre, die ihr Geschäft mit der Meinungsfreiheit durch die übergriffige Biden-Regierung gefährdet sahen. Unter den Demokraten macht sich Panik breit. Ihre Strafprozesswelle gegen Donald Trump ist gescheitert, während Joe Biden sich weigert, seinen Hut zu nehmen und Platz zu machen für einen populäreren Kandidaten wie Michelle Obama oder George Clooney. Was der Hintergrund des Attentats auf Trump war, bleibt noch zu klären. Zahlreiche Zeugen wollen die Sicherheitskräfte auf den Schützen aufmerksam gemacht haben, ohne dass die Polizei etwas getan habe. Dass der Secret Service das nächstgelegene Dach zum Ex-Präsidenten nicht gesichert hat, scheint zumindest ungewöhnlich. Vor drei Monaten haben die Demokraten bereits gefordert, Trump den Schutz des Secret Service zu entziehen. Dem unabhängigen Kandidaten Robert F. Kennedy Jr. hat die Biden-Regierung den Secret-Service-Schutz verweigert, obwohl dessen Onkel und Vater ermordet wurden und es bereits Anschlagsversuche gegen Kennedy Jr. gegeben hat.

    Nun  offenbaren sich auch in den deutschen Medien diejenigen, die kein Problem mit Gewalt und Mord gegen den politischen Gegner haben, solange es gegen Donald Trump, Robert Fico oder Alice Weidel und Tino Chrupalla geht. Der frühere Böhmermann-Gagautor Sebastian Hotz twitterte, man habe Trump „leider knapp verpasst“. Der RBB-Moderator findet es „fantastisch, wenn Faschisten sterben“. Die deutschen Medien berichteten von einem „angeblichen Zwischenfall“, bei dem Donald Trump „hingefallen“ sei. Das alles wundert keinen mehr. Die deutschen Medien, allen voran der „Spiegel“ mit seinen blutigen Anti-Trump-Covern, sind seit 2016 Teil der Kampagne gegen Donald Trump, von „Pipigate“ bis Stormy Daniels, weil er das große geostrategische Risikospiel des militärisch-industriellen Komplexes infrage stellt. Es wird Zeit, den Sumpf trockenzulegen. Nicht nur in Washington.