Kontrafunk aktuell vom 17. Dezember 2025
Erstmals verhängt die EU Sanktionen gegen einen europäischen Einzelbürger: Der frühere Schweizer Oberst und Analyst Jacques Baud wird wegen Äußerungen zum Ukraine-Krieg mit Reiseverboten und Vermögenssperren belegt. Vor den rechtlichen und demokratischen Folgen warnt der BSW-Europaabgeordnete Michael von der Schulenburg. Was ist konservativ? In einer neuen Sendereihe beleuchten wir den umkämpften Begriff. Den Auftakt macht der Würzburger Historiker Peter Hoeres. Die Stadt Paris hat eine Silvesterfeier auf den Champs-Elysées aus Sicherheitsgründen abgesagt. Zum Hintergrund hören Sie eine Einschätzung des Politikbeobachters Robert Kopp. Abschließend kommentiert Martina Binnig aktuelle Vorhaben der WHO.
Michael von der Schulenburg: Sanktionen gegen Jacques Baud
Peter Hoeres: Was ist konservativ? Teil 1
Robert Kopp: Absage eines Silvesterkonzerts auf den Champs-Elysées
Martina Binnig: Die aktuellen Vorhaben der WHO
In der ersten Dezemberwoche hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihren „Strategischen Plan für das Management der Bedrohung durch Coronavirus-Infektionen“ veröffentlicht. Und man traut seinen Augen kaum: Das Dokument liest sich ganz so, als wäre seit dem Jahr 2020 rein gar nichts passiert. Als gäbe es keine grauenhaften Impfschäden, keine katastrophalen Folgen der Lockdowns und keine Erkenntnisse zum wirklichen Ursprung des Sars-Coronavirus 2. Dieses ist bekanntermaßen keineswegs von einer bösen Fledermaus, deren Lebensraum durch den Klimawandel verändert worden wäre, auf den Menschen übergesprungen – wie uns die WHO immer noch weismachen will –, sondern wurde von Wissenschaftlern im Rahmen der Biowaffenforschung eigenhändig zusammengebastelt. Doch die WHO tut so, als wüsste sie von alledem nichts. Sie knüpft einfach daran an, was in den Augen ihrer Sponsoren ein riesiger Erfolg war: nämlich die Zulassung und Vermarktung der sogenannten mRNA-Impfstoffe an allen bisherigen Sicherheitsstandards vorbei. Frei nach dem Motto: Was einmal geklappt hat, könnte doch noch ein weiteres Mal funktionieren! Und gigantische Gewinne generieren.
So werden in der neuen Strategie nicht einmal ansatzweise die fatalen Corona-Maßnahmen hinterfragt, die nahezu im globalen Gleichschritt nach Vorgaben der WHO erfolgten, sondern sie werden im Gegenteil als Dauerlösung in Beton gegossen. Die WHO fordert nämlich ein kontinuierliches Corona-Management und stetige Investitionen für sich ein. Kein Land könne der Bedrohung durch mögliche neue Coronaviren allein begegnen, behauptet sie. Nötig sei daher eine Zusammenarbeit über alle Sektoren und Grenzen hinweg, bei der Regierungen, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Privatwirtschaft mit der WHO kooperieren müssten. Um die weltweite Überwachung von Coronaviren zu verstärken, will die WHO nun nicht nur ihr Netzwerk aus Referenzlaboren erweitern, auch von Abwasserüberprüfung ist die Rede, die frühzeitig Hinweise auf eine erhöhte Verbreitung der Krankheitserreger liefern könne.
Außerdem sollen alle Länder der Welt darauf vorbereitet sein, ihre Testkapazitäten rasch ausweiten zu können. Und es wird eine „serologische Überwachung“ – also Blutproben – zur Messung der Immunität der Bevölkerung als Grundlage für Impfstrategien vorgeschlagen. Die Covid-19-Impfung soll in die routinemäßigen Impfprogramme integriert werden, und die Länder sollen proaktiv Informationen zum vermeintlichen Nutzen und zur Sicherheit der Impfstoffe bereitstellen. Damit soll eine hohe Durchimpfungsrate erreicht und die Impfbereitschaft gefördert werden. Darüber hinaus setzt die WHO auf „gemeinschaftsorientierte“ Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Dazu zählen sogenannte „kontextbezogene Bevölkerungsinterventionen“ wie abgestimmte Impfstrategien oder auch der Umgang mit angeblichen „Desinformationen“. Der Plan steht zudem im Einklang mit anderen Initiativen der WHO als Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Nämlich zum Beispiel mit dem internationalen Pandemieabkommen und dem Aktionsplan „One Health“, der direkt der Umsetzung der UN-Agenda 2030 dient, die wiederum den radikalen globalen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft Richtung „Klimaneutralität“ zum Ziel hat.
Nicht zuletzt sollen die Staaten nach dem Willen der WHO in Datensysteme investieren, die etwa Labordaten mit genomischen und verhaltensbezogenen Daten der Bevölkerung verknüpfen. Dadurch soll eine umfassende „digitale Gesundheitsarchitektur“ entstehen, wobei die Daten so aufgeschlüsselt werden sollen, dass eine „Mikroplanung“ für die Impfstoffverabreichung möglich wird. Bei der Finanzierung der neuen Strategie sollen nichtstaatliche Geldgeber wie Stiftungen und Entwicklungsbanken sowie die Impfallianz Gavi einbezogen werden, die bekanntlich von der Gates Foundation im Jahr 2000 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gegründet worden ist. Auch „zivilgesellschaftliche Organisationen“ – sprich: staatsnahe NGOs –, Forschungseinrichtungen und Hochschulen sollen den WHO-Plan unterstützen. Insgesamt löst das Papier ein gruseliges Déjà-vu aus und belegt einmal mehr, dass die WHO ein durch und durch korrupter Lobbyverein ist, der alles daran setzt, Zuständigkeiten an sich zu reißen, die eigentlich im Kompetenzbereich der einzelnen Staaten liegen. Die WHO beansprucht damit ganz unverhohlen, durchregieren, durchimpfen und durchzensieren zu können!
