Kontrafunk aktuell vom 30. Januar 2026
In manchen muslimischen Ländern sind nicht nur kinderreiche Familien üblich, sondern auch die Vielfachehe. Diese Bräuche und Vorstellungen bringen Migranten mit nach Europa. Durch Sozialgelder wird das in Deutschland sogar vom Staat gefördert. Hintergründe präsentiert die Publizistin Sigrid Herrmann. Die Rechtsanwältin Beate Bahner stellt Gerichtsverfahren gegen maßnahmenkritische Ärzte vor. Deutschlands Bundeskanzler Merz und seine Union wollen die Bürger länger arbeiten lassen und behaupten, Teilzeit wäre Lifestyle. Ob das stimmt, analysiert der Volkswirt Prof. Joachim Ragnitz. Und Cora Stephan kommentiert den neuen Geldregen für die Ukraine.
Sigrid Herrmann: Deutschland fliegt afghanische Zweitfrauen ein
Beate Bahner: Juristische Verfolgung von Ärzten – Fall Bianca Witzschel
Joachim Ragnitz: Streit um Teilzeitarbeit
Cora Stephan: 800 Milliarden für die Ukraine?
Ich habe unseren Außenminister, den Herrn Wadephul, doch gewiss richtig verstanden, als er meinte, man könne Syrer nicht in ihr Land zurückschicken, das sei nämlich ziemlich zerstört. Besser, sie bleiben in Deutschland und erhalten Bürgergeld, an zweiter Stelle, direkt hinter den Ukrainern. Vorbildlich. Nein, wir knausern nicht. Im Unterschied zum ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Der hat sich geschockt darüber gezeigt, dass die Staats- und Regierungschefs der EU offenbar stillschweigend einer ukrainischen Forderung nach Finanzhilfen in Höhe von 800 Milliarden Dollar für die kommenden zehn Jahre zugestimmt haben. Zuzüglich 700 Milliarden für Militärausgaben. Zuzüglich EU-Beitritt bis 2027. Das, immerhin, würde das Ende der EU beschleunigen. Hat Viktor Orbán sich das ausgedacht? Oder stimmt das etwa? Dann hätte Deutschland als größter Nettobeitragszahler der EU ein weiteres Problem. Und wir verstehen jetzt erst recht, warum Bundeskanzler Friedrich Merz seine Untertanen als faule Säcke beschimpft, die zu wenig arbeiten und zu früh verrentet werden wollen. Ob ihm schon mal die Idee gekommen ist, das könne auch daran liegen, dass Arbeit sich immer weniger lohnt, wenn man den Zugriff eines hochverschuldeten Staates fürchten muss, der nicht nur bei den Reichen hinlangt, die längst die Flucht ergriffen haben, sondern auch auf Oma ihr klein Häuschen schielt?
Und ist ihm nicht aufgefallen, dass mehr und mehr Menschen arbeitslos werden, weil Unternehmen vor steigenden Kosten und wachsender Bürokratie kapitulieren, den Laden dichtmachen oder ihn in ein anderes Land transferieren? Sollen die „Freigesetzten“, wie es euphemistisch heißt, doch Pfandflaschen sammeln! Tja. Doch die könnten bald ein knappes Gut sein. Und das Bürgergeld wird ja für Ukrainer, Syrer und Afghanen gebraucht. Allein die Zahlungsansprüche für Bedarfsgemeinschaften mit mindestens einem Ukrainer belaufen sich bis Ende 2025 übrigens auf rund 21,4 Milliarden Euro. Es ist Wahnsinn mit Methode. Immer weiter Geld in ein korruptes System wie die Ukraine pumpen? Und was heißt hier überhaupt Wiederaufbau? Das umkämpfte Gebiet ist im Vergleich zur restlichen Ukraine relativ klein, und wer zu Beginn nicht, wie viele, nach Russland fliehen wollte, hätte in der Ukraine selbst Platz gefunden, vielleicht nicht gerade im luxuriösen Skigebiet, aber immerhin. Und wieso sollten Syrer nicht in der Lage sein, ihr Land selbst wiederaufzubauen? Ist nicht womöglich Rassist, wer ihnen das nicht zutraut?
Die Allzuständigkeit für Wohl und Wehe anderer Völker und Länder bekommt Deutschland nicht. Die Milliarden für die Ukraine könnten allerdings das System vollständig zum Einsturz bringen. Doch halt! Hilft Alice Weidels Idee weiter? Sie forderte auf einer Wahlkampfveranstaltung in Heilbronn Schadensersatz für die Sprengung der Nord-Stream-Pipeline. „Ein Land, das so etwas tut, ist nicht unser Freund.“ Dass die Ukraine hinter der Sabotage steckt, vermutet auch der Bundesgerichtshof: Dort spricht man von „dringendem Tatverdacht“, von „hochwahrscheinlicher Beteiligung“ und von Indizien, die „eine staatliche Steuerung des Geschehens“ nahelegen. „Alice Weidel is right“, postet Viktor Orbán dazu. Doch selbst ein Schadensersatz und die Rückzahlung von Hilfsgeldern in Höhe von 70 Milliarden wären nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Und ob das Umrubeln der vergoldeten Klos in den Badezimmern von Selenskis Freunden genug abwirft? Ein Ergebnis jedenfalls könnte all das haben: dass die Deutschen und ihre Kollegen mit Migrationshintergrund, die arbeiten, sich das Gekläffe von oben nicht mehr gefallen lassen.
