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    Donnerstag, 6. Februar 2025, 5:05 Uhr
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    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 6. Februar 2025

    Den Gazastreifen entsiedeln, neu aufbauen und unter US-Besitz zu einer Riviera im Nahen Osten machen? Der neue Vorschlag von Donald Trump sorgt für Erstaunen und Verwunderung. Ob der Präsident das ernst meint und wie der Vorschlag in der Region ankommt, besprechen wir mit „Weltwoche“-Korrespondent Pierre Heumann. Im Gespräch mit dem freien Journalisten Frank Lübberding geht es um die Aufarbeitung der Corona-Zeit sowie die Rolle von Christian Drosten. Collin McMahon porträtiert in seinem Kommentar Robert F. Kennedy Jr., und Burkhard Müller-Ullrich informiert über das „Debanking“ gegen den Kontrafunk.

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    Junge Freiheit – Wochenzeitung für Debatte

    Interview 1

    Pierre Heumann: Trumps Pläne für den Gazastreifen

    Interview 2

    Frank Lübberding: Christian Drosten und die Aufarbeitung der Corona-Zeit

    Interview 3

    Burkhard Müller-Ullrich: Debanking gegen den Kontrafunk

    Kommentar

    Collin McMahon: Make America Healthy Again

    Als Jugendlicher durchlebte Robert F. Kennedy Jr. die unvorstellbare Tragödie, erst im Alter von neun Jahren seinen Onkel John F. Kennedy und dann mit vierzehn seinen Vater, den Präsidentschaftskandidaten Robert F. Kennedy, bei Attentaten zu verlieren. Als junger Mann in den 1970er-Jahren geriet Kennedy Jr. in einen Strudel aus Sex, Drogen und Verwahrlosung. Nach dem Tod seines Vaters begann er mit fünfzehn, Heroin zu nehmen. 1983 wurde er deswegen verhaftet und begann einen Entzug. Nach der Verhaftung leistete Kennedy seine Sozialstunden bei einer Umweltschutzorganisation, und so begann sein lebenslanger Kampf für Umwelt- und Verbraucherschutz. Mit Anglern, Jägern und Landwirten säuberte er den Hudson River, der in den 1980er-Jahren eine einzige Dreckbrühe gewesen war. In dieser Zeit kamen immer mehr Mütter zu ihm und beklagten sich über angebliches Quecksilber in Impfstoffen. Kennedy, der nichts über Medizin wusste, begann sich mit dem Thema zu beschäftigen und stellte fest, dass viele Kinderimpfungen tatsächlich Ethylquecksilber als Konservierungsstoff enthielten. Auch dank seiner Bemühungen wurde die Verwendung von Quecksilber in Impfstoffen weitgehend eingestellt.

    2016 gründete er das World Mercury Project, das 2018 in Children’s Health Defense Fund umbenannt wurde. 2020 wurde er zu einem der prominentesten Kritiker der Corona-Zwangsmaßnamen und sprach am 10. September 2020 in Berlin auf Einladung von Michael Ballweg bei Querdenken. „Vor fünfzig Jahren besuchte mein Onkel John F. Kennedy Berlin,“ sagte Kennedy, „denn Berlin war damals an vorderster Front im Kampf gegen den weltweiten Totalitarismus.“ Und heute sei Berlin wieder an vorderster Front, rief er den versammelten Querdenkern zu. Kennedy schrieb zwei der wichtigsten Bücher über die Corona-Diktatur und wurde auf allen sozialen Medien zensiert, weil er als einer der Ersten die Impfpflicht, vor allem für Kinder, Schulschließungen und Lockdownskritisierte. Er nannte die Corona-Pandemie „die größte Umverteilung von unten nach oben, die es je gegeben hat“. 4 Billionen Dollar seien in der Pandemie von der Mittelschicht an die Superreichen transferiert worden, so Kennedy. Die größten Lockdown-Nutznießer seien die Internetriesen gewesen, während Kritiker wie er von diesen Unternehmen zensiert wurden. 

    Kennedy erklärte, Präsident Donald Trump habe in der Corona-Zeit zwar „den richtigen Instinkt gehabt“, aber er habe sich von den ganzen Bürokraten überrollen lassen. Die Behörden seien von denjenigen Industrien und Lobbyisten unterwandert, die sie eigentlich überwachen sollten. Als Kennedy für das Amt des Präsidenten kandidierte, wurde er von der gesamten Demokratischen Partei, den Medien und sogar Teilen seiner eigenen Familie diffamiert und geschnitten. Wenige Stunden nach dem Attentat in Butler rief Donald Trump ihn an und bot ihm eine Zusammenarbeit an. Daraufhin setzte Kennedy seine Kandidatur aus und unterstütze Donald Trump, der ihm dafür das Amt des Gesundheitsministers anbot. „Make America healthy again“, Amerika wieder gesund zu machen, das sei sein Ziel. Seit zwanzig Jahren habe er jeden Tag gebetet, dass Gott ihn in die Lage versetzen möge, die Krise der chronischen Krankheiten zu beenden, die Amerika plage. 70 Prozent der Amerikaner sind inzwischen übergewichtig. Die Autismusrate bei Kindern lag früher bei 1 zu 10.000, in Kalifornien betrifft es jetzt ein Kind von 24. Irgendetwas läuft da gewaltig schief.

    Vor dem Ausschuss diese Woche zeichnete sich ganz deutlich ab, welche Senatoren kein Interesse daran hatten, Amerika wieder gesund zu machen, sondern nur Robert Kennedy zu attackieren. Er sei ein „Impfleugner“, obwohl er und seine gesamte Familie geimpft seien, wie er immer wieder betont. Kennedy musste irgendwann darauf hinweisen, dass Senatoren wie Bernie Sanders und Elizabeth Warren Millionen von der Pharmalobby erhielten. Er sagte, er wisse, wie man den Filz bekämpfe, weil er das seit vierzig Jahren als Anwalt gemacht habe. Er werde nun außerdem dafür sorgen, dass die Wahrheit über die CIA-Beteiligung an der Ermordung seines Onkels und seines Vaters endlich ans Licht kommt. Nach der gescheiterten Invasion auf Kuba 1961 habe sein Onkel John F. Kennedy erkannt, dass die Funktion der US-Geheimdienste sei, dem militärisch-industriellen Komplex eine ständige Abfolge von Kriegen zu liefern, und deshalb habe er, zwei Jahre bevor er umgebracht wurde, die CIA in tausend Stücke zerschlagen wollen. Vorgestern wurde die Nominierung von Robert F. Kennedy vom Gesundheitsausschuss mit dem denkbar knappsten Ergebnis von 14 zu 13 Stimmen in den Senat verwiesen. Auch dort wird es spannend, ob die republikanische Mehrheit von 3 Stimmen hält. Wir dürfen gespannt erwarten, ob Kennedy im Februar auf der Münchener Sicherheitskonferenz erscheint, die er in seinem Buch „Die Wahrheit über Wuhan“ als „jährliche Messe der Geheimdienste“ und als Hort der Pandemie-Planspiele bezeichnet hat.