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    Freitag, 7. März 2025, 5:05 Uhr
    Freitag, 7. März 2025, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 7. März 2025

    Rommy Arndt im Gespräch mit Helmut Scheben, Thomas Eisenhuth und Hans Ludwig Neuhoff – Kontrafunk-Kommentar: Cora Stephan

    Die EU will massiv aufrüsten und Hunderte Milliarden Euro Steuergeld in neue Rüstungsvorhaben fließen lassen. Mit dem EU-Parlamentarier Prof. Hans Ludwig Neuhoff sprechen wir über die Pläne und den aktuellen Sondergipfel in Brüssel. Die Energiewende hat bisher vor allem eins gebracht: Strom und Gas wurden massiv verteuert. Ein führendes deutsches Energieunternehmen will jetzt nicht mehr mitspielen. Und das Habeck-Ministerium hat sich bei seiner Prognose für den Gasverbrauch offenbar verrechnet, wie Energieunternehmer Thomas Eisenhuth berichtet. Vor drei Monaten wurde der syrische Diktator Assad gestürzt. Der Journalist und Syrien-Kenner Dr. Helmut Scheben analysiert, wie sich die Lage im Land seitdem entwickelt und welchen Einfluss ausländische Mächte nehmen. Und Cora Stephan kommentiert Joschka Fischers Forderung nach einer Wehrpflicht für beide Geschlechter.

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    Schweizerzeit

    Interview 1

    Hans Ludwig Neuhoff: EU rüstet auf

    Interview 2

    Thomas Eisenhuth: Risiken und Nebenwirkungen der Energiewende

    Interview 3

    Helmut Scheben: Lage in Syrien

    Kommentar

    Cora Stephan: Die Maus, die brüllte

    „Das winzige Herzogtum Groß Fenwick gerät in Zahlungsnöte. Trickreich erklärt die Herzogin Gloriana die Zwölfte den USA den Krieg, den sie verlieren will, um von der anschließenden Aufbauhilfe durch die Siegermacht zu profitieren. Doch Krieg führen ist gar nicht so einfach wie gedacht, vor allem wenn man für die eigene Armee aus 20 Mann nur Pfeil und Bogen zur Verfügung hat.“ Man möchte diesen Film (mit Peter Sellers als Herzogin) unserem ehemaligen Außenminister Joschka Fischer dringend ans Herz legen. Vielleicht hört er dann auf zu brüllen: „Deutschland muss eine Militärmacht werden!“ Die Alternative sei Unterwerfung.

    Nein, wir wollen dem Altgrünen gewiss nicht vorhalten, dass seine Partei einst bedingungslos pazifistisch war. Heute sitzen dort die lautesten Kriegstreiber. Und Fischer hat ja bereits 1999 das damals noch geltende Tabu gebrochen, als er, erst seit einem halben Jahr deutscher Außenminister, zum ganz großen Besteck griff und Auschwitz bemühte, um die deutsche Intervention im Kosovokrieg zu rechtfertigen. Klar, das Bombardieren Serbiens war nichts als eine „humanitäre Intervention“. Und jetzt stellt er fest: „Der Westen ist beendet, und zwar von innen heraus, nicht durch eine auswärtige Macht.“ Ersetzen wir „den Westen“ durch Deutschland. Und dann müssen wir ihm recht geben. Deutschland fehlt es an mindestens zwei Ressourcen, die man braucht, wenn man Krieg führen will: an technischem Material und an Soldaten. Man kann nicht eben mal schnell die Wehrpflicht wieder einführen und die Bundeswehr in Windeseile hochrüsten, auch nicht mit einem auf dubiosem Weg verabschiedeten Sondervermögen. Und, ganz ehrlich: wollen die Deutschen Atomwaffen, wo ihnen doch schon Atomkraftwerke viel zu gefährlich sind?

    Wo wäre da die Zustimmung der Bevölkerung, die es jetzt schon leid ist, die Kosten eines Krieges mitzutragen, der nicht zu gewinnen ist? Vor allem aber fehlt es an Soldaten, die nicht nur bereit, sondern auch fähig wären, Krieg zu führen. Männer, mit Härte und Leidensfähigkeit. Also weder Kriegsdienstverweigerer noch jene zarten Seelen, die sich dem lautstarken feministischen Kampf gegen sie ergeben haben und nichts mehr fürchten, als auf dem Müllhaufen der Geschichte zu landen, weil sie „toxisch“ seien. Also die Frauen an die Front? Schweigen wir von den drei Verteidigungsministerinnen. Die eine wollte Schwangere in Schützenpanzer stecken, von der dritten erinnert man höchstens noch die hochhackigen Schuhe. Pistorius als Verteidigungsminister ist vor allem deshalb beliebt, weil er keine Frau ist. Doch was ist mit den vielen jungen und der Gewalt womöglich nicht abgeneigten Männern, die seit Jahren nach Deutschland kommen? Werden sie nun mit allem Elan das Land verteidigen? Wer glaubt das schon. Vor allem aber: welches Deutschland denn? Und lohnt sich das überhaupt noch? Es war Joschka Fischer, der einst verkündete, Deutschland sei eine Gefahr für seine Nachbarn. Also weg damit? Auf diesem Weg sind wir schon recht weit vorgedrungen.

    Deutschland hat sich von innen heraus erledigt, da hat Fischer recht – auch durch jahrelange grüninspirierte Politik und nicht zuletzt durch die diplomatischen Glanzleistungen einer grünen Außenministerin, die sich als feministisch verstand. Wer soll uns da noch ernst nehmen? Welches Deutschland ist also gemeint, für das es sich lohnen könnte, Leib und Leben zu riskieren? „Ein grenzenloses Gebilde mit Afghaneneinflug“, wie Don Alphonso schreibt? Ein bürokratischer Wasserkopf ohne Volk und Nation? Eine Industrieruine? Ein Land, das sich selbst längst kapitulationsreif geschossen hat? Geht es tatsächlich um die „Unterwerfung“ Deutschlands unter, wie Fischer meint, „die Vorherrschaft der Großmächte“? Oder sind wir nicht bereits längst dabei, uns der Großmacht namens Islam zu unterwerfen? Islam heißt Unterwerfung und so heißt auch ein prophetisches Buch von Michel Houellebecq, das die Schönheit eines Lebens unter islamischen Gepflogenheiten schildert. Seit über zehn Jahren laden wir sie nach Deutschland ein, die Islamgläubigen, mit der Folge, dass in unseren Schulen kaum noch ein Kind Deutsch spricht. Schon von der Demografie her könnte es bald vorbei sein mit Deutschland. Wie also soll Deutschland eine Militärmacht werden? Ach, man möge uns solcherlei aufgeblähten und wirklichkeitsfernen Parolen ersparen. Es ist das Greinen eines von den USA verlassenen Kleinkindes. Ein Ende des Krieges in der Ukraine und eine unhysterische Politik gegenüber Russland, wie Donald Trump sie für wünschenswert hält, wären demgegenüber weit realistischer.