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    Montag, 7. Oktober 2024, 5:05 Uhr
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    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 7. Oktober 2024

    Stefan Millius im Gespräch mit Michael Schramm, Claus Weselsky und Rafael Korenzecher – Kontrafunk-Kommentar: Frank Wahlig

    Marode Infrastruktur, notorisch zu spät und unzuverlässig: Die Deutsche Bahn steht seit langem in der Kritik. Was aus seiner Sicht gemacht werden müsste, sagt Claus Weselsky, bis vor kurzem Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Der Herausgeber der „Jüdischen Rundschau“, Rafael Korenzecher, spricht zum ersten Jahrestag des Terrorschlags der Hamas gegen Israel über die Lage der jüdischen Gemeinschaft. In der Basis der CDU in Sachsen wächst der Widerstand gegen Pläne, das BSW in eine Koalition zu nehmen. Der Naunhofer CDU-Vorsitzende Michael Schramm erklärt, weshalb.

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    Winckelmann Gruppe

    Interview 1

    Claus Weselsky: Was bei der Deutschen Bahn schiefläuft

    Interview 2

    Rafael Korenzecher: Israel ein Jahr nach dem Terroranschlag

    Interview 3

    Michael Schramm: Sachsen – Widerstand gegen die Brombeer-Koalition

    Kommentar

    Frank Wahlig: Die Grünen als Problemlöser?

    Da wurden sie geprügelt und von der Bühne getreten. Den tiefen Sturz bezeichneten die pro forma Noch-Grünen-Vorsitzenden Lang und Nouripour als Akt der Verantwortung. Es sei recht so und gut so. Warum erniedrigen sich die beiden so, öffentlich wie in einem Schauprozess? Weil zwischen den Scheuklappen noch die Möhre einer baldigen Belohnung baumelt. Die Ampel habe noch viel vor, so Nouripour. Wir Grünen „machen Politik für die Realität. Die Menschen sind krisenmüde, sehnen sich nach einer Regierung, die ihnen Halt gibt. Die Koalition hat Großartiges für dieses Land geleistet“. Und einer, der bald den halben Vorsitzenden bei den Grünen geben darf, gibt die Parole aus: „Wir sind die Problemlöser.“ Sie versprechen, die Probleme zu lösen, die sie selbst verursacht haben. Die Grünen liegen übrigens bei 10 Prozent. Die Interviews der Spitzengrünen kommen der geskripteten Wirklichkeit in TV-Formaten nahe. In jeder anderen Sendung würde das Skript in den Mülleimer geworfen, weil zu seicht, zu unglaubwürdig. Es gibt noch den bösen Buben im „La-La-Land“ grüner Illusion: die AfD. Verbieten, ausgrenzen, quälen, nicht mitmachen lassen. Verbieten wäre das Beste, so der Noch-Spitzengrüne Nouripour. Die AfD-Wähler würden das schon verwinden, und alles, was bei den gegenwärtig geschätzten 20 AfD-Prozent nicht rechtsradikal sei, würde sich bei den Altdemokraten wieder einreihen. Meint er ernst. Der Mann ist Politiker, hat sonst nichts gelernt und will Politiker bleiben. Die Möhre macht’s.

    Wechseln wir zum nächsten Politentertainer, der um die Verlängerung seines Engagements nachsucht: Christian Lindner (FDP). Er gibt das intellektuelle Politorakel. Manchmal sei eine Regierung gut für das Land, manchmal sei sie ein Problem für das Land, oder so ähnlich sagt er es. Dann fordert die FDP, abgelehnte Asylbewerber, das wären Hunderttausende illegale Migranten, nur noch mit dem Nötigsten zu versorgen. Wäre das ernst gemeint, dann wäre Schluss mit der Ampel. Dabei gibt es so viele Gründe, dieses Unglückskonstrukt in den Orkus zu schicken. Sie werden es noch ein wenig miteinander aushalten und ein Gesetz zur Selbstversorgung verabschieden: das Demokratiefördergesetz. Damit werden mit Hunderten von Millionen Euro Steuergeld rot-grüne Projekte finanziert. Zum Denunzieren, zum Bespitzeln, zur Migrationsförderung, zur Queer- und Landwirtschaftspolitik und so weiter. Kurz, hier werden Versorgungsposten geschaffen. Das Volk ist ja so blöde und muss auf rot-grüner Linie gehalten werden. Dieses Erziehungsprogramm sichert abgewählten Politikern auch weiterhin Zugang zu Mikrofonen und Medien. Das sind die Experten von morgen. Das ist die Möhre, die jeder Scheuklappe eigen ist. Dieses Demokratiefördergesetz greift tief in den Alltag der Bürger ein. Die FDP ist der Steigbügelhalter für die rot-grünen Versorgungsprogramme.

    Auch wenn die Ampel ausgeknipst sein sollte: Die Transformatoren arbeiten weiter nach Plan. Gegen die Interessen der Bürger, aber von ihnen gut bezahlt. Die FDP macht’s möglich. Deshalb kann der Kanzler die AfD-Wähler für „unanständig“ halten. Den Wählern muss also Anstand beigebracht werden. AfD wählen ist pfui, „Händewaschen vor dem Essen“. Dahinter steckt das Bürger- und Menschenbild des sozialistischen Biedermeiers. Alle untergehakt, froh in die Zukunft, die Regenbogenfahne flattert lustig voran. Wie die Zukunft aussehen kann, zeigen die Anti-Israel-Aufmärsche. Migrantisch und aggressiv …, aber untergehakt und bunte Fahnen. Da werden Polizisten geschlagen, Innenstädte lahmgelegt und der öffentliche Raum verwüstet. Die politische Zukunft Deutschlands wird auf der Straße ausgehandelt. Dieser Aggression hat der Kartoffelbürger, aber auch die Polizei, nichts entgegenzusetzen. Diese Gewalt ist auch Ergebnis ungebremster Migration aus muslimischen Ländern. Und auch hier baumelt die Möhre vor der Nase derer, die in der Sozialindustrie auf steuerfinanzierte Versorgungsposten und Versorgungsstellen hoffen. Da ist viel zu holen. Aber „unanständig“, das sind immer die anderen. Die Unanständigen sollen von Helferlein auf Staatsknete umerzogen werden. Ein Ampel-Aus brächte viel Gutes. Das Beste daran, die finanzielle Absicherung der Transformationshelfer fiele weg. Funktionären von Rot und Grün würde klar, dass vor der Scheuklappe nur eine Möhre unerreichbar gebaumelt hätte. Funktionäre ab in die Produktion.