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    Montag, 1. Juli 2024, 5:05 Uhr
    Montag, 1. Juli 2024, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 1. Juli 2024

    Andreas Peter im Gespräch mit Susanne Heger, Philippe Debionne und Pascal Lottaz – Kontrafunk-Kommentar: Frank Wahlig
    • Am Wochenende trafen sich die Delegierten der AfD zum Bundesparteitag in Essen. Der Journalist Philippe Debionne von der „Schwäbischen Zeitung“ war vor Ort und schildert uns in der Sendung seine Eindrücke. Unsere USA-Korrespondentin Susanne Heger spricht mit uns über Reaktionen und mögliche Konsequenzen aus dem ersten TV-Duell zwischen US-Präsident Joe Biden und Ex-Präsident Donald Trump. „Der Spiegel“ prophezeit, Japan könne das gleiche Schicksal wie die Ukraine ereilen. Diese Aussage analysieren wir mit Pascal Lottaz, Associate Professor für Neutralitätsstudien an der Universität Kyoto. Und Frank Wahlig kommentiert seine gespenstischen Erlebnisse auf Berliner Demonstrationen und dortige gespenstische Beschuldigungen und Beschimpfungen seiner Person durch selbsternannte Nazijäger.

    • Kontrafunk im Gespräch mit Philippe Debionne

      Bundesparteitag der AfD in Essen

    • Kontrafunk im Gespräch mit Susanne Heger

      Demokraten in den USA nach TV-Duell

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Pascal Lottaz

      Japan – Südostasien und Krieg?

    • Kontrafunk-Kommentar von Frank Wahlig

      Wie man zum Nazi wird

      Das Gesicht der jungen Frau hinter der Sonnenbrille unter der schwarzen Maske, fünf Zentimeter vor meinem Gesicht, „Nazi raus“, „Nazi raus“, laut, im Staccato. „Ich bin kein Nazi“, sage ich verblüfft, was einem so einfällt, wenn die Antifa vor einem steht und schreit. „Wir kennen dein Gesicht, du schreibst für die faschistische ‚Junge Freiheit‘. Nazi raus.“

      Berlin-Mitte. Rosenthaler Platz, unweit der jüdischen Schule. Mahnwache für die israelischen Opfer der Hamas. Die Polizei bildete eine Kette zur Straße. Der Zug der Palästinenser sollte da vorüberziehen. In Berlin gibt es fast täglich diese Umzüge. In drei Reihen schützt die Polizei die Mahnwache vor den aufgebrachten arabischen jungen Demonstranten. Die jungen Männer schwenken die Fahne Palästinas, schreien „Genozid“ und „Apartheid“. Und drohen. Steine und Flaschen sind auf solchen erlaubten Demos geflogen. Die sind gekommen, um zu bleiben. Ohne die Polizisten würden Migranten die Grenzen des Zusammenlebens neu ziehen und das Zusammenleben neu aushandeln. Für Juden und Israelis wäre kein Raum mehr. Um eine Ahnung davon zu bekommen, wie nahe dieses Land bereits am Bürgerkrieg ist, genügt es, sich eine Demo anzusehen. Berlin ist eine Bildungsreise wert. Dass kein Platz für Judenhass ist, ist eine Phrase der Politiker. Ein Mann mittleren Alters hat eine nagelneue Israel-Fahne dabei. Die Faltnähte sind deutlich zu sehen. Solidarität frisch aus dem Cellophanbeutel. Wir hielten die Fahne gemeinsam, redeten miteinander. Ein Typ mit Megafon sagte, ein Nazi sei unter uns Demonstranten. Der solle sich abmachen. 

      Wer für die faschistische „Junge Freiheit“ schreibe, sei Nazi, sagt eine junge Frau. Sie wüssten es genau, hätten mich gegoogelt. Die „Junge Freiheit“ ist ein konservatives Blatt, so angesehen, dass meine früheren Chefs, die Intendanten des Südwestrundfunks, dort Interviews geben. Peter Voss und Kai Gniffke sind keine Nazis. Für den Südwestrundfunk war ich politischer Korrespondent. Kontrafunk, meine neue journalistische Heimat, hat ebenfalls keine faschistischen Ambitionen. „Nazi“ ist beleidigend, aber keine Beleidigung. Inzwischen habe ich mich selbst gegoogelt. Google weiß vieles von mir, aber nichts davon deutet auf eine Nähe zu Nazis hin. Ich schreibe nicht für die „Junge Freiheit, sage ich. Die Frau schreit weiter im Staccato, dicht vor meinem Gesicht. „Meine Kinder sprechen Hebräisch“, sage ich, „sie gehen aufs jüdische Gymnasium. Meine Freunde tragen Kippa, ihre Eltern haben die Naziherrschaft überlebt.“

      Eine weitere junge Frau mit Sonnenbrille und Maske, im Alter meiner Tochter, ist dazugekommen. Zwei Masken schreien „Nazi, Nazi raus“. Ich versuche zu argumentieren. Ein Nazi auf einer Israel-Mahnwache, merkt ihr was? Habt ihr eine Idee, wofür Nazi steht? Für über eine Million jüdischer Kinder, die getötet wurden. Wer Nazi ist, bestimmen die jungen Frauen von der Antifa hinter den Sonnenbrillen und den schwarzen Masken. Der Mann, mit dem ich eben noch die Israel-Fahne gemeinsam gehalten habe, zupft mir das Tuch aus der Hand und zuckt mit den Schultern. Geschichte wiederholt sich als Farce. Aus der zweiten Reihe drängt sich ein junger Mann vor. „Ich kenne den“, sagt er und deutet auf mich, „der hat zugegeben, ein Faschist zu sein. Mir hat er gesagt, er arbeite für den Kontrafunk und die ‚Junge Freiheit‘“. Ich habe den Kampf um meine Person, um meine Reputation, um die Wahrheit jetzt und hier verloren. So geht betreutes Demonstrieren. Keiner hat geholfen, die schreienden jungen Frauen drängen mich aus der Mahnwache. Die Pro-Israel-Demonstranten haben alle zugeschaut, wie einer weggeschickt wird. Noch auf der Straße waren die „Nazi, Nazi“-Rufe zu hören. „Lass dich nur nicht wieder blicken!“ Passanten schauten, guck, so sieht ein Nazi aus. Mein Name auf dem Klingelschild ist abgeklebt. Grenzen werden von Migranten und der Antifa neu gezogen. Berlin ist kein Ort, wo sich Nazis sicher fühlen können, auch wenn sie keine sind. Dieses Land verändert sich. Der Frechere bestimmt die Regeln des Zusammenlebens.

    Kommentare
    weka
    Es ist sehr interessant und entlarvend, dass die selbsternannten Inquisitoren, die Herrn Wahlich und andere Journalisten bedroht haben, sich vor lauter Mut tota vermummen müssen. Echte "Helden" eben!

    Warum lässt die Polizei das eigentlich durchgehen? Gibt es kein Vermummungsverb ot mehr?

    Sehen die Ordnungskräfte den schwarzen Block als inoffizielle Hilfssheriffe?

    Oder haben die Behörden Angst, dass ohne Masken zu viele V-Leute enttarnt würden?

    Gast
    Off topic: Kennt wer den Titel, der nach dem Kommentar gespielt wird?
    germainer
    NRW, Essen - eine Spur der VerWÜSTung.





    Er nu wieder
    Zu Susanne Heger (Biden/Trump):

    Es ist immer wieder bemerkenswert, daß sich CNN ganz offen als Democrats-nah zu erkennen gibt und Fox News als Republicans-nahes Gegenstück existiert.

    Die Existenz von 2 unterschiedlich en Sendern spricht zwar auch für eine gesellschaftlic he Spaltung in den USA, in der nur innerhalb der jeweiligen Blase _über_ den jeweiligen politischen Gegner diskutiert wird, aber nur selten miteinander.

    In Deutschland dagegen existiert quasi _nur_ ein CNN, in Gestalt des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, das sich aber nicht offen als Grünen-nah zu erkennen gibt, sondern Objektivität heuchelt.
    Eigentlich schade – im Prinzip fände ich ein öffentlich-rechtliches Fernsehen, in dem beide Seiten des politischen Spektrums gleichberechtig t ein Austausch-Forum fänden, gar nicht verkehrt. Nur müßte es halt dem Anspruch auch gerecht werden...

    Historisch gesehen hat die Schlagseite der deutschen Medienlandschaf t sicherlich ihren Ursprung in der Besatzungszeit nach 1946, in dem die Alliierten nur bestimmte, ihren damaligen Regierungen genehme Medien zuließen.
    Naturgemäß waren die Democrats bei der „Re-Education“ der Deutschen engagierter als die latent isolationistisc hen und libertären, also ideologisch weniger verbohrten Republicans.

    Deutschland ist bis heute von der Ideologie der Democrats geprägt. Die Republicans hatten einfach weniger Anteil an der Re-Education.

    Korrektive wie der Kontrafunk sind da trotz wachsenden Zulaufs immer noch ziemlich „untergebu ttert".

    VDB
    Schon zum 2. Mal macht Andreas Peter nicht, wie üblich, auf die Sendung am Abend, immer montags ist das ja "Philosophieren", aufmerksam, statt dessen auf etwas. was am Freitg stattfindet. Hat er was gegen Matthias Burchardt und seinen Kollegen oder was ist hier los??????
    onckel fritz
    Verehrte/r VDB, warum so unwirsch? Nicht nur Andreas Peter, auch andere Moderatoren weisen am Montag auf die Sendung mit Matussek am Freitag hin, blenden Matussek selbst sogar immer wieder mit der Bitte um Zuschriften ein, die er am Freitag beantworten kann. Ich denke, dass da gar nichts „los ist“.
    eisenherz
    Kluge Schriftstelle und Politiker haben ein Frühwarnsyste m, wann Unheil droht.
    Der ungarische Ministerpräsident Orban wurde nach längerer Abwesenheit gefragt, was er denkt und fühlt, wenn er derzeit wieder einmal deutschen Boden betritt? Sinngemäß erklärte er, anders als sonst, Deutschland RIECHT! anders als früher. Anders als bei Helmut Kohl.

    Und als in Berlin-West *) geboren und aufgewachsen, als Beschäftigter der 1. Stunde, um in Berlin-Ost bei der Vereinigung der beiden Systeme meinen Beitrag zu leisten, darum weiß ich was uns Orban damit sagen will. Noch längere Zeit, wenn ich die ehemalige Grenze nach Berlin-Ost *) in Richtung meiner neuen Arbeisstätte in Lichtenberg überquerte, dann roch es nach DDR, roch es nach Stillstand, nach Verfall, nach Schimmel, nach Grau, nach Braunkohle.
    Genauso riecht es nun schon wieder im "Neuen Deutschland", nach DDR, nach Schimmel, Verfall.
    Und dann der Notausgang bei Journalisten, dass da in der AfD immer noch unappetitliche Personen mitmischen. Meine Güte, in der Volkspartei CDU bis Kohl gab es Süssmuth und Geisler als Linke, als ÖKO und es gab Dregger uns Hohmann als Rechte, welche die Ostgebiete als deutsch, als besetzt vertraten. Und die CDU war eine erfolgreiche Volkspartei.

    *) West-Berlin als selbständige politische Einheit war die Sprachregelung der DDR. Und Ost-Berlin war die Hauptstadt der DDR. Wer sich dieser linken Geschichtsfälschung nicht unterwerfen wollte und will, der redet und schreibt Berlin-West oder Berlin-Ost.

    Exilant
    Es ist schon eine echte Herausforderung , den Spiegelschwachs inn lang und breit zu diskutieren. Vielleicht 10 Jahre her wo ich das letzte Mal dieses Käseblatt in die Hand nahm. Nicht mal die Gratisausgabe im Flieger hat für mich einen Wert wie zB die "ZEIT", die man gegebenenfalls als Unterlage nutzen kann, wenn im Hause Tapezier- und Malerarbeiten anstehen.

    Kommen wir zu den Nazis. Selbst den einfältigsten Mitläufern im schwarzen Block dürfte klar sein, daß sie nicht gegen echte oder vermeintliche echte Nazis auf die Straße gehen. Ich vermute hinter dem hysterischen Geschrei echte Existenzangst. Denn wenn die Rääächten ans Ruder kommen, ist der schmale Pfad ins Schmarotzerdase in verbaut. Diese Drohung ist real, haben doch sehr viele keine Berufsausbildun g. Selbst für "irgendwas mit Medien" dürfte das Feld verbaut sein. Ohne Talent, Fleiß, Wissen und Können bleibt nur ein Irgendwas mit Gerechtigkeit, Antirassismus, Antifaschismus, Gender und Klima - kurz: Aussschuß.


    Versteylen
    Na klar; das ist ja ein kompletter Industriezweig - wie viele Menschen in Deutschland mögen vom NGO-, Asyl- sowie "Klimarettungs"-Geschäft leben...? Sicherlich insgesamt nicht wenige - und die wären alle arbeitslos! Das bedeutet, die kämpfen nicht gegen herbeifantasier te Nationalsoziali sten, sondern um ihre Existenz!
    MEDIAGNOSE Politikblog
    Statt Fassbender kommentiert Herr Wahlig. Für den gilt das Gleiche.
    MEDIAGNOSE Politikblog
    Japan: Ein SPIEGEL-Schwachmat lässt irgendwelchen Sche ... ab. Wer springt über das Stöcken und macht den Sche ... wichtig?

    Rüdiger Stobbe

    MEDIAGNOSE Politikblog
    Jo Biden; Biden hin, Biden her. Der Mann ist dement. Dass sich praktisch niemand, auch nicht in den alternativen Medien, darüber aufregt, dass so ein Mann der Führer der westlichen Welt ist, ist erschreckend. Plötzlich drückt er versehentlich den roten Knopf, was dann? Sind in der westlichen Politik nur Hampelmänner und ihre weiblichen Pendants tätig. Da bin ich froh, dass Putin Verstand und Gelassenheit hat.
    Die Bürgerschafe schlafen und wundern sich, wenn ihre bisherige Welt in Atome zerfällt.

    Rüdiger Stobbe www.mediagnose.de www.fakten-energiewqende.de


    MEDIAGNOSE Politikblog
    Fassbender: Noch können Sie süffisant-ironische Kommentare schreiben. Noch ... Demnächst berichten Sie aus dem Krankenhaus. Oder gar nicht mehr.

    Rüdiger Stobbe www.mediagnose.de www.fakten-energiewende.de

    MEDIAGNOSE Politikblog
    AfD-Essen, die Zweite: Der Schenkelklopfer des Montagmorgen war die Fragestellung, ob die AfD eine Gefahr für die Demokratie sei. Wer das nach diesem Wochenende in Essen auch nur ansatzweise glaubt, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Die Tatsache, dass offensichtlich kein Demonstrant gegen die AfD festgenommen wurde, zeigt, wo die Polizeich mittlerweile - auch schon - steht. Ich befürchte das Schlimmste.

    Rüdiger Stobbe www.mediagnose.de www.fakten-energiewende.de

    Versteylen
    Bei Ihrer Einschätzung der Polizei seh ich ein wenig einen Widerspruch zum Schluss Ihres erstes Kommentars einerseits und zur recht eindeutigen Situation bei der Polizei andererseits: Beamte wurden nicht durch AfD-Leute verletzt, sondern durch Vertreter der Antifa-SA. Dass niemand von denen verhaftet wurde, könnte logistische Gründe gehabt haben - oder gar einer ANWEISUNG entsprechen....? Denn DASS die Polizei in der Führungseben e z.B. links-"grün" infiltriert ist, daran kann sicherlich kein Zeifel bestehen, doch IN DER BREITE kann ich mir das nicht vorstellen; die Polizisten auf der Straße SEHEN doch, was los ist; nicht nur an diesem Wochenende und nicht nur in Essen, sondern JEDEN TAG und ÜBERALL in Deutschland.
    MEDIAGNOSE Politikblog
    AfD - Essen: !. Eine bessere Wahlwerbung für die AfD kann man sich gar nicht ausdenken. Unbezahlbar. 2. Einen besseren Beleg für das Ende des "alten" Deutschland gibt es nicht. Die Reaktion der Politik ist erbärmlich. Eine DDR 2.0 mit Ansätzen chinesischer Kulturrevolutio n rückt immer näher. Noch ist die Polizei neutral. Noch ...

    Rüdiger Stobbe www.mediagnose.de www.fakten-energiewende.de

    Versteylen
    Was glauben Sie denn, was die Polizei mittelfristig tun könnte oder tun wird?

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