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    Montag, 13. Oktober 2025, 5:05 Uhr
    Montag, 13. Oktober 2025, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05)

    Kontrafunk aktuell vom 13. Oktober 2025

    Gernot Danowski im Gespräch mit Alex Baur, Dirk Meyer und Suzanne Hußmann – Kontrafunk-Kommentar: Frank Wahlig

    Das Sondervermögen von 500 Milliarden Euro sollte ursprünglich in die Infrastruktur fließen. Dirk Meyer, Professor für Ordnungsökonomik, erklärt, weshalb das Geld nun eher dazu verwendet werden könnte, andere Löcher zu stopfen. Die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado wurde mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Südamerikakorrespondent Alex Baur stellt die Preisträgerin vor. In Deutschland fehlen 1,2 Millionen Wohnungen. Mit dem nun beschlossenen „Bauturbo“ sollen Bürokratie und Wartezeiten abgebaut werden. Über das Vorhaben berichtet die Bauunternehmerin Suzanne Hußmann. Und Frank Wahlig betrachtet in seinem Kommentar, wie gut ausrangierte Politiker in Deutschland versorgt werden. 

    Interview 1

    Dirk Meyer: Das Militär frisst Sondervermögen – geht die Infrastruktur leer aus?

    Interview 2

    Alex Baur: Friedensnobelpreis – was ist von María Corina Machado zu erwarten?

    Interview 3

    Suzanne Hußmann: Der Wohnraummangel spitzt sich zu. Was bringt der „Bauturbo“?

    Kommentar

    Frank Wahlig: Schaufensterpolitik und Selbstversorgung

    Frau Geywitz war einmal wer. Dann wurde sie ihren Job als eine der schlechten Baupolitiker der Republik los. Frau Geywitz war erfolglos, aber immer brav. Deshalb wird sie belohnt. Nach Auslaufen ihrer Übergangspension als Ministerin fällt sie nicht der Tüchtigkeit der Arbeitsagentur anheim und stürzt womöglich ins Bürgergeld. Die Sozialdemokratin, Freundin und Nachbarin von Kanzler-war-ich-mal Scholz, wird Chefin des Bundesrechnungshofes. Der kontrolliert die Bücher der Regierung, sollte unabhängig sein und genau. Mit Klara Geywitz wird der Bock zum Gärtner. Die schwarz-rote Koalition hat ihr diesen Job verschafft. Das nennt sich Bestenauslese nach Art deutscher Politik. Wer einmal oben war und mitgemacht hat, für den tun sich immer lukrative Türen auf. Christian Lindner hat seine Partei in die Bedeutungslosigkeit geführt, jeden Firlefanz der Ampel durchgewinkt, aber für ihn geht es lukrativ weiter. Seine Partei ruiniert, und er macht sich davon. Eine internationale Personalagentur hat ihn angeheuert. Die Politik stellte ihm eine Sondergenehmigung aus, einem Job in der Privatwirtschaft nachzugehen. Privat ist diese Wirtschaft aber nur bedingt. Sie ernährt sich auch von Regierungsaufträgen. Ein solcher fetter Auftrag könnte sein, ein Jobportal für die Bundesregierung aufzubauen und zu betreiben. Das ist erst einmal Spekulation. Denn ein „Work and stay“-Portal für ausländische Arbeitskräfte, von Arbeitsministerin Bas angekündigt, soll erst noch aufgebaut werden. In das „Work and stay“-Programm werden Millionen eingebracht, und glaube niemand, dass die Beamtenschaft des Arbeitsministeriums ein solches Portal selbst entwickeln, geschweige denn betreiben könnte. Ein Beamter kann so etwas nicht.

    Der Abgeordnete Scholz, der war mal was, bekommt von Steuergeld ein Achtpersonenbüro spendiert. Den Steuerbürgern wird abgenommen, was geht, aber die politische Elite versorgt sich selbst. Im Bundeshaushalt sind die kleinen Ex-Kanzler-NGOs eingepreist. Man gönnt sich alles. Untereinander kein Neid. Die kleine Ex-Kanzler-Belegschaft ist tüchtig und hat ihrem Chef einen ersten Termin besorgt. Betriebsausflug auf einen Biobauernhof. Scholz streichelt schwarze Rindviecher, trägt zu salopper Kleidung sein üblich verkniffenes Gesicht. Die Steuergelder bei der Arbeit. So schön kann Politik sein. Auch Scholz hat sein Austragshäusel gefunden. Die Krankenkassenbeiträge steigen, und einer, der etwas damit zu tun haben könnte, kümmert sich um Weltgesundheitspolitik. Lauterbach, das ausgediente Polittalkshow-Möbel. Ex-Außenministerin Baerbock hat das Land Milliarden gekostet und Migranten einfliegen lassen. Jetzt macht sie Weltaußenpolitik, na ja, dreht Tiktok-Clips auf den Straßen von Big Apple. Habeck verschafft sich ein Zubrot als sensibler Talkmaster und hält das Köpfchen kokett verständnisvoll schief. Der Mann hat als Politiker mit Steuermilliarden wie ein Zirkusclown jongliert. Auch er will das Land verlassen. Diese Personen sind zwar aus der Tagespolitik verschwunden, nicht aber von der öffentlichen Payroll. 

    Überhaupt: Diejenigen, die einmal oben waren, mitmachten, bleiben oben. Immer dabei. Irgendwie und irgendwo. Das ist die Bestenauslese der deutschen Politik. Sie sind nicht weg, sie sind nur woanders. Dem ordinären Journalisten fällt dies nicht auf. Ist keine Zeile wert, dass es oben so munter zugeht, während unten mancher um sein Erbe, sein Vermögen, seine Existenz bangt. Vielleicht darf der kleine Journalist nicht über die da oben schreiben. Nicht opportun, nicht gut fürs eigene Fortkommen. Viele, die der vergangenen Regierung verbunden waren, können jetzt noch Posten bekommen. Aber es eilt. Die Zeit wird knapp. Der Dauerstreit der Koalitionäre auf offener Bühne gefährdet die Selbstversorgung. Die Operation Abendsonne muss geschehen, solange es diese Regierung noch gibt. Bei all den Milliarden Steuergeldern, die in Klima, Migration, Entwicklung, Welthilfe gesteckt werden, werden immer Leute beschäftigt sein, die zum politmedialen Establishment der Republik gehören. Diese Klima-, Ukraine- und Friedensmilliarden versorgen auch die deutsche Politelite und ihre Anhänger. Eine Frau Geywitz wird den Teufel tun und ihren Job im Bundesrechnungshof so machen, wie er einmal angelegt war: scharfe Kritik an der Haushaltsführung der Regierung, Stoppschilder setzen, Kontrolle ausüben. Geywitz weiß, wem sie ihren Job zu verdanken hat … sicherlich nicht ihren Fähigkeiten. Immerhin sie ist Freundin desjenigen, der die Biorinder krault. Sie alle haben viel zu lachen. Sind sie doch aus demselben Stall. War doch klar.