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    Mittwoch, 26. Juni 2024, 5:05 Uhr
    Mittwoch, 26. Juni 2024, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 26. Juni 2024

    Andreas Peter im Gespräch mit Helmut Scheben, Hans Mathias Kepplinger und Moritz Müller – Kontrafunk-Kommentar: Collin McMahon
    • Unser Schwerpunkt ist die Causa Julian Assange: Am 24. Juni wurde der Journalist nach jahrelangem Freiheitsentzug überraschend freigelassen. Unser Gast zu dem Thema ist der Journalist Moritz Müller, der sich seit 2019 für die „Nachdenkseiten“ mit diesem Fall beschäftigt. Der emeritierte Mainzer Kommunikationswissenschaftler Hans Mathias Kepplinger spricht in der Sendung über die Schwierigkeiten und Fallstricke für investigative Journalisten und über Ethik in dieser Branche. Wir diskutieren mit Helmut Scheben, dem früheren Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks der Schweiz, die Frage, wie neutral die Schweiz ist und ob ein Staat heute überhaupt noch neutral sein kann. Und Collin MacMahon kommentiert die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an die US-amerikanische Journalistin Anne Applebaum.

    • Kontrafunk im Gespräch mit Moritz Müller

      Assange ist frei

    • Kontrafunk im Gespräch mit Hans Mathias Kepplinger

      Whistleblowing und Investigative Recherche

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Helmut Scheben

      Neutralität der Schweiz - Wer ist der Aggressor?

    • Kontrafunk-Kommentar von Collin McMahon

      Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für Anne Applebaum

      „Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke.“ An dieses Zitat aus George Orwells „1984“ muss der Börsenverein des Deutschen Buchhandels gedacht haben, als er beschloss, den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels auf der Frankfurter Buchmesse am 25. Oktober ausgerechnet an Anne Applebaum zu verleihen, eine der schlimmsten Kriegstreiberinnen des US-Staatsapparates und Wortführerin der Nato-Thinktank-Zensur-Blase. Seit 1992 ist die US-polnische Journalistin Applebaum mit Radek Sikorski verheiratet, dem ehemaligen und jetzigen polnischen Außenminister, der schon beim Maidan-Umsturz in Kiew 2014 als Anführer der EU-Delegation mit Frank-Walter Steinmeier dem gewählten ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch nahelegte, dass es doch jetzt Zeit sei, zu fliehen, während die EU-Statthalter mit Vitali Klitschko, Arsenij Jatsenjuk und dem rechtsradikalen Oleg Tjahnybok eine neue Regierung von Washingtons Gnaden aushandelten. Sikorskis Frau, Anne Applebaum, schrieb vor dem Maidan-Umsturz in einem Aufsatz für das Online-Magazin „Slate“, dass die Zeit der friedlichen US-geführten „Farbrevolutionen“ jetzt zu Ende sei und man vielleicht doch Gewalt anwenden müsse, um eine EU- und Nato-hörige Regierung in Kiew zu installieren. Applebaum und Sikorski sind zusammen mit dem anderen „Power Couple“ des Washingtoner außenpolitischen Establishments, der ehemaligen Vize-Außenministerin Victoria Nuland und dem Wortführer der „Neokonservativen“ Bill Kristol, mehr als jeder andere für die Eskalationspolitik gegenüber Russland verantwortlich, die zum jetzigen Desaster in der Ukraine mit Hunderten Toten täglich geführt hat. Sie treffen sich beim Atlantikrat, dem European Council on Foreign Relations und der Münchener Sicherheitskonferenz, um den Sturz Wladimir Putins und die Eroberung der Krim zu planen.

      Applebaums Atlantikrat, dessen Vorstand sieben ehemalige CIA-Chefs angehören, war die Schattenregierung der Neokonservativen während der Trump-Jahre. Nach Trumps Amtsantritt 2017 schloss der Atlantikrat einen Vertrag mit der korrupten ukrainischen Erdgasfirma Burisma, um deren Interessen in Washington zu vertreten. Burisma hatte nach der Annexion der Krim durch Russland die lukrativen Rechte am riesigen Schiefergasvorkommen im Schwarzmeer verloren. Oligarch Igor Kolomoisky hatte Joe Biden durch seinen Sohn Hunter eine Millionen Dollar pro Jahr zukommen lassen, um Korruptionsvorwürfe gegen Burisma auszuräumen und den Staatsanwalt Wiktor Schokin kündigen zu lassen. Anne Applebaum war außerdem eine der ersten Kämpferinnen gegen sogenannte Desinformation und „russische Fake News“ – ohne Belege natürlich. Seit 2017 setzt sich Applebaum im Rahmen des Digital Forensic Research Laboratory des Atlantikrates und ihrer eigenen NGO Arena Research für die Zensur von sogenannten rechten Populisten ein, die die Eskalationspolitik gegenüber Russland ablehnen und für Souveränität und Energieunabhängigkeit ihrer eigenen Länder eintreten. Sie verfasste 2017 einen Bericht für das Institute for Strategic Dialogue in Berlin unter dem Titel „Make Germany Great Again“, in dem sie behauptete, dass alle vermeintlich „rechten“ Medien von „Junge Freiheit“ bis „Tichys Einblick“ irgendwie von Moskau gesteuert seien. Nachdem laut Investigativjournalist Seymour Hersh die CIA mit Hilfe von Navy-Tauchern und der norwegischen Marine am 26. September 2022 die Nord-Stream-Pipeline in die Luft gesprengt hatte, twitterte Applebaums Mann Radek Sikorski „Thank you, USA“ – ein Tweet, den er bald wieder löschte. Eine passende Überschrift für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, wie wir finden: „Thank you, USA“.

       

    Kommentare
    Steff82
    Defacto war das ein Schauprozess gegen Assange. Wenn ALLES vorher besprochen wurde, dann hat eine Gerichtsverhand lung, in der man Zeugen und Beweise prüft, keinen anderen Nutzen, als den Schein zu wahren.

    Dass er aber kein Märtyrer sein möchte, kann ich aber gut verstehen.

    William Bodie
    Unfassbar, was Collin McMahon da berichtet, bzw. aufdeckt.

    Den "Friedenspreis des Deutschen Buchhandels" ... ausgerechnet an diese Hetzerin Applebaum?
    Blankes Entsetzen.

    Diese Buchhandels-Amokläufer in Frankfurt treiben es immer und immer übler, bis in die totale Schamlosig- und Unmenschlichkei t hinein!

    Kulturelle Brunnenvergifte r allerhöchsten Grades.

    Das erinnert wohl nicht nur mich an den "Friedenspreis" von 2022.
    Da schrieb der offensichtlich von Russenhass bis ins Mark zerfressene, geistesgestört wirkende "Autor" Zhadan in seinem Buch im Zusammenhang mit Russland und Russen von:
    - „Tieren“
    - „Unrat“
    - „Horde“
    - „Verbreche rn“
    - „Die Russen sind Barbaren, sie sind gekommen, um unsere Geschichte, unsere Kultur, unsere Bildung zu vernichten.“
    - „Brennt in der Hölle, ihr Schweine.“

    Und die Verleihen diesem Psychopathen DEN FRIEDENSPREIS 2022.
    Geht es noch ekelerregender?
    Ja. Im Jahr 2024, an Applebaum.

    Der "Friedenspreis des Deutschen Buchhandels"?
    Etwas Schlimmeres kann man heute kaum noch verliehen bekommen.
    Ein weiterer Preis der absoluten SCHANDE.

    Buchfink
    Zu :Whistleblowing , Gespräch mit M.Kepplinger:ziti ert:
    'Wenn die Information wirklich brisant erscheint,muss sie gekennzeichnet werden als Möglichkeit, nicht als Faktum,man muss dem unbeteiligten Leser und Zuhörer klarmachen, dass es sich hier nicht um ein Faktum
    sondern um eine Möglichkeit, eine Behauptung handelt'.soweit Herr Kepllinger
    Wenn wir aber die auf WikiLeaks im August 2013 veröffentliche n Videos ans hauen, in denen US Soldaten auf offener Straße unbewaffnete Zivilisten erschießen, und diese verhöhnen, nachdem sie sie ermordet haben. ..Dann ist das brutale Wirklichkeit und ein Faktum.

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    Der Umgang mit Julian Assange steht beispielhaft für die Welt in der wir leben, er offenbart den niederträchtigen Charakter der Entscheidungstr äger und deren Mitläufer in den westlichen NATO/EU Staaten, jenen Kämpfern für Freiheit, Demokratie und
    Wohlstand auf der Basis einer regelbasierten Ordnung. Als ergebenster Vasall dieser Schmierenkomödie präsentieren sich unsere
    "Eliten" unerreicht in byzantinisch kriechender Unterwürfigkeit, wie auch am Beispiel der Verleihung des Buchpreises prächtig
    abzulesen ist. Aufgrund meines Alters (geb.1948) darf ich mich glücklich schätzen, diesem würdelosen Trauerspiel nur noch eine
    überschauba re Zeit widmen zu müssen.

    eisenherz
    ++ Kommunikationsw issenschaftler Hans Mathias Kepplinger spricht in der Sendung über die Schwierigkeiten und Fallstricke für investigative Journalisten ++

    Wer bestimmt, wer ein Journalist ist und wer nicht? Journalist sich zu nennen ist keine geschützte Berufsbezeichnu ng.
    Und jeder, der sich mit Nachrichten die er ermittelt, die er über Nachrichtenagen turen bekommt, zu denen er seinen Kommentar an andere gerichtet schreibt, der ist ein Journalist. Und Ethik an den Beruf des Journalisten anzulegen, das ist nun wahrlich ein sehr fragwürdiges Unterfangen.

    Aktuell heute in den Kontrafunknachr ichten werden von einem Strafgerichtsho f russische Offiziere der Kriegsverbreche n beschuldigt. Und weiter unten im Kontrafunk aktuell wird über die unaufhörlichen Kriegsverbreche n der USA in den Ländern berichtet die militärisch überfallen haben. Länder, welche die USA nicht bedroht oder angegriffen haben. Eine Ansammlung von Kriegsverbreche n der USA in diesen Ländern, gegen deren Bevölkerung, aufgedeckt nicht zuletzt von Assange.
    Da von Ethikgrundsätzen zu schwadronieren, ist doch wohl nur als schlechter Witz zu verstehen.


    Exilant
    Ich habe nur einige Kilometer weniger auf der Uhr, aber wir sind schon in Sichtweite. Ich finde es schon interessant am Ende zu erfahren, das alles Gerede von der Demokratie, das was uns von Kindes Beinen an vermittelt worden ist , bei Licht betrachtet Täuschung und Lüge ist. Der Staat und was immer das sein soll zeigt wieder seine totalitäre Fratze.
    Die Amerikaner haben uns die Demokratie gebracht. Haha! Und dafür haben sie gekämpft und sind gestorben. Haufenweise Leica Kameras wurden dafür befreit und Tresore mit unschätzbar wertvollen Industriepatent en, natürlich alles Nazikram, weshalb man den gesamten Staff auch gleich miteingesackt hatte. Sogar ein Evangeliar aus Nazi Gewahrsam gesichert, welches uns gütigerweise gegen einen Millionenbetrag aus der Lottokasse zurückgegeben worden ist. Nicht gerechnet die gesichert 190.000 Vergewaltigunge n von Mädchen und Frauen durch die Befreier allein in Bayern. Schwamm drüber.
    Nur am Rande - was hat Assange auf den Marianen zu tun? Ehemals deutsche Kolonie. Jetzt gilt dort die us- amerikanische Gerichtsbarkeit . Offenbar noch nicht alles - von Finnland bis zum Schwarzen Meer, vorwärts! Freiheit marschiert! Mit Streubomben auf Badestrände
    Das hätte wohl selbst die Luftwaffe abgelehnt. Vietnam übrigens ist da weniger nachtragend. Das Land hat seine Zukunft noch vor sich. Wir haben sie hinter uns.



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