Kontrafunk aktuell vom 4. Juni 2024
In dieser Ausgabe sprechen wir mit dem Historiker und Publizisten Prof. Dr. Peter Brandt über die verschärfte Lage im Ukraine-Konflikt. Um die zunehmend auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland geht es im Gespräch mit dem Journalisten und Blogger Jens Berger. Die zuletzt freigeklagten Protokolle des deutschen Corona-Krisenstabs und deren brisanter Inhalt sind Gegenstand des Interviews mit dem Schriftsteller und Datenanalysten Tom Lausen. In einem Kommentar blickt Markus Vahlefeld schließlich auf die Reaktionen nach dem Messerattentat auf einem Marktplatz in Mannheim.
Entschwärzte RKI-Files
Verhandlungen vs. Eskalation
Buch: „Wem gehört Deutschland?“
Der Messerangriff in Mannheim und die Realitätsverweigerung
Da haben sie gerade halbwegs medial erfolgreich ein Sylter Nazifeuerwerk abgebrannt, und jetzt so was! Ein 25-jähriger Afghane sticht mitten auf dem Mannheimer Marktplatz unter den Augen von Polizisten zuerst auf Michael Stürzenberger, dann auf andere ein, bevor er schließlich einen Polizeibeamten mit zwei Messerstichen in den Hals so schwer verletzt, dass dieser kurze Zeit später im Krankenhaus verstirbt. Der Werdegang des afghanischen Täters ist das größtmögliche PR-Desaster für die deutsche und europäische Migrationspolitik und gleichzeitig das beredte Exempel ihres tödlichen Scheiterns. 2013 nach Deutschland gekommen, 2014 mit abgelehntem Asylantrag trotzdem geblieben, weil natürlich dann doch eine befristete Aufenthaltserlaubnis ausgesprochen wurde. Und während Politik und Medien über das Motiv noch rätseln, ist für jeden, der eins und eins zusammenzählen kann, klar, dass der versuchte Mord an einem bekannten Islamkritiker nur mit dem islamischen Hintergrund des Täters erklärt werden kann. Und die Bilder sind zu eindeutig, um die letzte der noch möglichen medialen Lügen – die der sogenannten geistigen Verwirrung – in die Öffentlichkeit blasen zu können.
Man könnte jetzt die Verlautbarung Robert Habecks oder die des Kanzlers Olaf Scholz oder die der Innenministerin Nancy Faeser Wort für Wort zerpflücken, um die moralische Verwahrlosung im Verbund mit einer zerstörerischen gesellschaftlichen Agenda, die diese Damen und Herren umtreibt, offenzulegen. Aber wissen Sie was? Mir ist das langsam schlicht zu blöd. Und zu blöd ist es mir auch, auf den Irrsinn derer hinzuweisen, die dann am Tag danach unter dem Motto „Zusammenhalt gegen Gewalt, Hass und Hetze“ eine Menschenkette in der Mannheimer Innenstadt organisieren. Natürlich mit tatkräftiger Hilfe der Antifa. Es sind diese gesellschaftlichen Verblödungsrituale, die ungefähr so wirksam sind wie Demonstrationen gegen schlechtes Wetter. Viel wichtiger ist es, darauf hinzuweisen, dass unbescholtene Bürger wie Stürzenberger, die den Islam kritisieren, vom Verfassungsschutz beobachtet werden, während Erkenntnisse zu dem Attentäter, der sich in den letzten Monaten wieder radikalisiert hat, gänzlich fehlen. Warum das so ist? Weil jemand wie Thomas Haldenwang als Chef des Verfassungsschutzes in seiner Besessenheit von „rechts“ lieber gegen deutsche Bundesbürger vorgeht als gegen Islamisten. Und wir sollten nicht vergessen, dass Thomas Haldenwang CDU ist und in dieser Frage mit seiner Innenministerin Nancy Faeser SPD gemeinsame Sache macht.
Solange dieses Schweige-, Vertuschungs- und Lügenkartell aus CDU/CSU, SPD, Grünen und Linken nicht gebrochen ist, werden wir in Deutschland – im Gegensatz zu unseren europäischen Nachbarstaaten – keinerlei Veränderung in der Willkommenspolitik Islamisten gegenüber erleben. Denn Politik wie Medien, sie haben alle viel zu viel zu verlieren, und an allen ihren Händen klebt das Blut unschuldig Gemesserter und genauso unschuldig Vergewaltigter. Die Bräsigkeit, die sich Deutschland in dieser Frage noch leistet, ist nur damit zu erklären, dass der Eliten liebstes Spielfeld aus Gender-Pronomen und inklusiver Sprache besteht, sie also die Mahner und Hüter eines Schwachsinnsdiskurses sind, der mit Realität und robuster Wirklichkeit nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. Es ist ein Paralleluniversum rein aus Ideologie und Worten, das dann eben in einem gesungenen Text ein größeres Problem sieht als in echten Toten. Wenn also Attentäter, Messerstecher und Vergewaltiger auftreten, so dringen sie eben nicht in das Spielfeld der Gender-Pronomen und inklusiven Sprache ein, weswegen sie unseren Eliten herzlich egal sind. So hat der moralische Größenwahn, nur die richtigen Worte zu benutzen, zu einer Realitätsverweigerung geführt, die sich um die Leichen, die ihren Weg pflastern, partout nicht kümmern kann. Übrigens, erst im Februar dieses Jahres hatte der Mannheimer Oberbürgermeister Christian Specht, CDU, den Neubau einer Moschee begrüßt, der von einem Verein durchgeführt wird, der ehedem, als der Verfassungsschutz noch halbwegs funktionierte, von diesem beobachtet und dem islamistisch-salafistischen Spektrum zugerechnet wurde. „Freier Religionsausübung stelle er sich nicht in den Weg“, so der CDU-Oberbürgermeister, und an dieser Aussage wird die toleranzbesoffene Selbstabschaffung Deutschlands parteiübergreifend deutlich. Dieses Spiel wird so lange weitergehen, bis dieser teuflische Bann aus Hochmoral und Realitätsverfinsterung gebrochen ist. Warten wir den nächsten Wahlsonntag ab, ob es Hinweise dafür gibt, dass auch langsam die Deutschen aufzuwachen beginnen. Denn das dürfte die größte Sorge der Medien und der Politik sein: Dass der afghanische Attentäter in Mannheim für die Europawahl das denkbar schlechteste Timing hingelegt hat.

