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    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 8. August 2025

    Rommy Arndt im Gespräch mit Klaus-Rüdiger Mai, Alex Baur und Tomasz Froelich – Kontrafunk-Kommentar: Markus Vahlefeld

    172 Milliarden Euro fehlen im deutschen Bundeshaushalt in den nächsten drei Jahren. Journalist und Buchautor Klaus-Rüdiger Mai analysiert, wo die Regierung Geld einsparen könnte. AfD-Parteichefin Alice Weidel war in diesem Jahr bereits dreimal in Budapest. Inwieweit die Treffen mit Premier Viktor Orbán den Weg für mehr Akzeptanz der AfD im EU-Parlament ebnen könnten, erörtern wir mit dem AfD-Europaabgeordneten Tomasz Froelich. Im Kommentar behandelt Markus Vahlefeld das ARD-Sommerinterview mit dem Grünen-Parteichef Felix Banaszak. Was die exorbitanten US-Strafzölle von 50 Prozent gegen Brasilien mit der Verfolgung des Ex-Präsidenten Bolsonaro durch die Justiz zu tun haben, erklärt Südamerika-Korrespondent Alex Baur.

    Interview 1

    Klaus-Rüdiger Mai: Milliardenlöcher im deutschen Bundeshaushalt

    Interview 2

    Tomasz Froelich: Viktor Orbán und die AfD

    Interview 3

    Alex Baur: US-Zölle gegen Brasilien

    Kommentar

    Markus Vahlefeld: Grün, deutsch, Banaszak

    Und wieder ein Sommerinterview in der ARD mit Offenbarungscharakter. Diesmal wurde der Grünen-Vorsitzende Felix Banaszak interviewt. Natürlich nicht von einem feixenden Markus Preiß, der noch eine Woche zuvor gemeint hatte, die AfD-Vorsitzende Alice Weidel durch eine ohrenbetäubende Lärmkulisse am Sprechen hindern zu können, sondern vom Chefredakteur Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio, Matthias Deiß. Und natürlich war die ARD diesmal gegen Störungen gewappnet, hatte sie doch die Aufnahmetermine für das Interview geheim gehalten. Eine angekündigte Gegendemonstration lief also ins Leere. Im Laufe des Gesprächs wurde jedoch schnell deutlich, dass sich wohl sehr viele gewünscht hätten, auch Felix Banaszak wäre in einem Meer aus Lärm untergegangen und man hätte das, was er zu sagen hatte, besser nicht gehört. Denn entweder war, was er sagte, an netter Banalität und grün gemeinter Wirtschaftszerstörung nicht zu überbieten, oder aber er verfing sich in den Fallstricken seiner grünen Deutschland-Ablehnung. Nachdem er daran erinnert worden war, dass sein Vorbild Robert Habeck Vaterlandsliebe stets zum Kotzen gefunden hatte, konnte Banaszak auf die ganz einfache Frage, ob er auch ein Problem mit dem Vaterland habe, nicht so recht überzeugend antworten. Also versuchte er es komödiantisch und zitierte den früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann, indem er sagte, dass er seine Frau liebe. 

    Als der Interviewer jedoch nachhakte, ob er, Banaszak, den Satz „Ich liebe Deutschland“ nicht sagen könne, kam der Grünen-Chef ins Schwimmen. Nach einer langen Pause antwortete er schließlich: „Ich… ich liebe Duisburg, ich liebe mein konkretes Umfeld.“ Das ist bei Grünen nun wirklich nichts Neues, der große Robert Habeck wurde bereits erwähnt, aber auch ein Joschka Fischer mit seiner Begeisterung für den Systemsturz und die Rote Armee Fraktion, ein Jürgen Trittin, der stolz darauf ist, noch nie die Nationalhymne gesungen zu haben, oder eine Claudia Roth, die bekanntlich mutig bei der Antifa mitläuft, die dann Transparente ausrollt mit „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“. Man kann also mit Fug und Recht sagen, dass Deutschland in dem jetzigen Zustand auch ein Resultat der grünen Ablehnung von Land und Menschen ist. Sie wie Weihnachtsgänse auszunehmen, das Geld in alle Herren Länder zu verschenken und den Industriestandort Deutschland durch die Umstellung auf Lastenfahrräder zu zerstören, das war schon immer das große grüne Lieblingsprojekt. Natürlich unter dem Deckmantel der Weltrettung vor dem Klimatod.

    Dabei ist Felix Banaszak in seiner Art weder individuell, noch zeichnet ihn irgendeine mutige Eigenart aus. Bei Grünen sehr beliebt sind ja Fotos, auf denen Bundespolitiker in der Bahn auf dem Boden sitzen. Eine Ricarda Lang hat es getan, eine Katrin Göring-Eckardt und natürlich auch der beflissene Felix Banaszak. Dass seine Politikerkarriere niemals auch nur zart von wertschöpfender Arbeit berührt wurde und er den inzwischen klassischen Dreischritt vom Kreißsaal in den Hörsaal in den Plenarsaal absolviert hat, unterstreicht, dass er ein Phänotyp moderner Politik ist. Und das hat sehr viel mit der Empfangsbereitschaft zu tun, 11.833 Euro und 47 Cent als Bundestagsabgeordneter brutto im Monat zu bekommen. Natürlich bezahlt von einem Land und seinen Menschen, zu denen sich Grüne einfach nicht bekennen können. Wenn man dann aber bedenkt, dass seit Jahren schon die Grünen die lautesten Fürsprecher für Aufrüstung und Kriegstauglichkeit sind, während in der Grünen-Fraktion im Bundestag genau null grüne Abgeordnete je den Wehrdienst abgeleistet haben, so kann man erahnen, dass das Fremdeln mit der Vaterlandsliebe und die eklatante Unwissenheit, was Kampfhandlungen angeht, für die Grünen fast schon ideale Voraussetzungen sind, um das Land und seine Menschen weiter zu verheizen.

    Nach dem Sommerinterview hat dann Felix Banaszak, dem vielleicht auch aufgefallen war, dass sein knuffiger Deutschlandhass im Widerspruch zu seinen Aufrüstungsbemühungen steht, viele seiner alten Aussagen zu Deutschland, die er auf X – damals noch Twitter – von sich gegeben hatte, einfach gelöscht. Aber das Netz vergisst bekanntlich nichts. Seitdem wissen wir, dass er am Tag der Deutschen Einheit befand, dass Deutschland kein Grund zum Feiern sei, oder dass er sich als Bundessprecher der Grünen Jugend auf „Deutschland-ist-ersetzbar-Tour“ befand. Will man also die Verwerfungen durch Energiewende, offene Grenzen, Corona und jetzt schließlich Krieg begreifen, so sollte man die Grünen einfach wörtlich nehmen. Sie wollen weder das Klima noch den Frieden retten, sie wollen Land und Menschen erst erniedrigen und verarmen, dann ersetzen. Dass das nicht gerade gut ankommt, zeigen die Wahlergebnisse von dem Ort, den Banaszak allein zu lieben sich durchringen kann: Duisburg. Dort erhielt er bei der Bundestagswahl 2025 phänomenale 3,25 Prozent der Erststimmen. Und da war er schon Bundeschef der Grünen. Banaszak mag Duisburg lieben, Duisburg liebt ihn jedoch nicht zurück.