Skip to main content
  • Die Nachrichten von gestern Abend
  • Die Nachrichten von gestern Mittag
  • Die Nachrichten von gestern Morgen
    Dienstag, 16. Januar 2024, 5:05 Uhr
    Dienstag, 16. Januar 2024, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 16. Januar 2024

    Marcel Joppa im Gespräch mit Beile Ratut, Frank Wahlig und Jan Kützler – Kontrafunk-Kommentar: Michael Andrick
    • Berlin-Korrespondent Frank Wahlig berichtet in dieser Ausgabe über den Höhepunkt der deutschen Bauernproteste und den Unmut in der Bevölkerung. In einem Gespräch mit dem Landwirt Jan Küntzler geht es um die Begegnung der Bauern am norddeutschen Fähranleger Schlüttsiel mit Wirtschaftsminister Robert Habeck: Küntzler war mit seiner Familie vor Ort, und er zeichnet ein anderes Bild, als es in den Leitmedien dargestellt worden ist. Mit der Schriftstellerin Beile Ratut werfen wir einen Blick nach Finnland. Dort gibt es seit wenigen Monaten eine neue Regierung, doch die gebürtige Finnin sieht das Land durch Großkonzerne und woke Medien nachhaltig negativ verändert. In einem Kommentar von Michael Andrick geht es schließlich um die Moralisierung der Gesellschaft und eine „alternativlose“ Politik. 

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Frank Wahlig

      Bericht aus Berlin: die Bauernproteste

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Jan Kützler

      Erfahrungen eines Bauern

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Beile Ratut

      Finnland – gesellschaftliche Entwicklung

    • Kontrafunk-Kommentar von Michael Andrick

      Es ist alternativlos!

      Der alte Klassiker „Wir konnten nicht anders“ wird seit Menschengedenken politisch immer neu inszeniert. Angehende Regisseure haben im Drehbuch nur einige Hauptworte mit der Suchen/Ersetzen-Funktion auszutauschen. Stets können die Helden des Stücks aus „alternativlosen“, da hochsittlichen Gründen gar nicht anders, als mit den besten Vorsätzen Schlimmes tun: Man muss einfach „für den Frieden Bombardieren“, „zum Wohl der Kinder Schulen schließen“, „für das Klima die Wirtschaft schrumpfen“ oder was immer „die Bilder“ aus Sarajewo oder Bergamo oder in einer Heißjahregrafik im Strichcode-Format angeblich „fordern“.

      Kommt es überhaupt dazu, dass jemand nach Abklingen einer Hysterie der selbsternannten Guten und Gerechten die Opfer zählt, Gerechtigkeit fordert und das doch irgendwie geltende Recht durchgesetzt sehen will, dann hat das Drehbuch für ihn die passende Rolle parat: Er darf als anmaßlich mäkelnder Querulant und Eckensteher, schlecht rasiert und ungünstig fotografiert, Sätze wie diesen hervorpressen: „Wir dürfen das nicht totschweigen“ oder „Journalismus ist entweder Machtkontrolle oder PR“ oder „Bundesinstitute sind nicht unabhängig“. Darauf erwidern die Staatsräson-Darsteller mit Sätzen wie „Sie tragen ja keine Verantwortung!“ und „Es gab ja so viele Unsicherheiten!“ oder, immer gerne genommen, „Hinterher ist man immer schlauer!“. Und nun möge man bitte still sein und nicht mehr nerven. Das Publikum lernt daraus: Was gerade „alternativlos“ von „der Wissenschaft“ als „Plicht der Solidarität“ von „jedem anständigen Menschen“ gefordert ist, das ist kompliziert – ja unbegreiflich kompliziert, jedenfalls aber immer exakt so kompliziert, dass niemandem nach Offenbarwerden selbstgemachter Katastrophen redlich etwas angekreidet werden kann. 

      Dieses ganze Theaterstück hängt an dem, was ich den „großen Trick“ nenne. Er ist unscheinbar und schnell angewendet: es braucht dazu nur einen Satz, ja manchmal nur ein einziges Wort. Wer den großen Trick zur rechten Zeit anwendet und sich dabei in Pose zu werfen weiß, der kann mit fast allem davonkommen: mit eindeutiger Inkompetenz und erwiesenen Lügen, mit einer selbstgemachten Rezession, mit sichtbarer Korruption, mit Ausverkauf heimischer Interessen an ausländische Mächte, mit Volksverhetzung gegen Minderheiten und sogar mit Totschlag durch unterlassenes Unterlassen wider besseres Wissen. Und ein gewiefter Betrüger kann dank des großen Tricks bei all diesen Exzessen der Unsittlichkeit für den unbedarften Betrachter wie einer aussehen, der eben nicht anders konnte, dessen armer Wille von moralischen Ansprüchen bezwungen und der deshalb auch für echte Verbrechen nicht wirklich verantwortlich ist. 

      Der große Trick, der seinen Anwendern so vieles ermöglicht und es ihren Gegnern wie ihren Opfern so schwer macht, heißt „Moralisierung“. Um ihn auszuführen, reicht es aus, anstatt „Könntest du mir bitte zuhören?“ zu sagen: „Nie hörst du mir zu!“ Der erste Satz lässt weiter sachliche Diskussion zu. Das Wörtchen „nie“ in der zweiten Variante führt aber dazu, dass nicht mehr von einer Sache die Rede ist, sondern von Charakteren: Hört jemand „nie“ zu, so ist er ein respektloser Mensch – und wer mir das vorwirft, will sicher gar keine Einigung mit mir finden, sondern mich einfach beleidigen. Und so sehen dann beide eine gute Entschuldigung, die mühselige Verständigung in der Sache aufzugeben. Eine öffentlich geäußerte Moralisierung ist Demagogie, das heißt Volksverhetzung. Gelingt sie, so wird die Debatte angstgelähmt, weil es sozial gefährlich erscheint, die moralisch stigmatisierten Ansichten zu äußern. Moralisierung und Demagogie ist der große Trick der kleinen Politiker, und davor zu kuschen, ist Untertanenart. Ein Drittel der Deutschen sagt laut Insa-Erhebung (Dezember 2023) immer unbeschwert seine Meinung, die anderen zwei Drittel tun dies nicht mehr. Der Spuk endet, sobald dieses Kuschen endet. 

    Kommentare
    Winnie Schneider
    Ausgesprochen aufschlussreich , das Gespräch über Finnland: weil quasi wie im Film oder Spiegelbild und zugleich Zeitraffer die Entwicklung erörtert wurde, die andernsorts bereits stattfand, ohne dass Emotionen um das eigene Land das Gehörte verzerrten.
    AZO
    "Mit Rechts haben wir garnichts zu tun. Davon distanzieren wir uns auch."
    Da vermisse ich die Nachfrage an diese ewigen Distanzieren, was denn dieses uminöse "Rechts" ist?
    Und wie verhält es sich mit der Distanz zu "Links"? Was auch immer das sein mag.

    Axel
    Mir geht diese Distanzeritis so langsam echt auf den Senkel: Das ist doch schon wieder ein vorauseilendes Kuschen! Selbstverständlich distanziere ich mich NICHT von "rechts", denn "rechts" gehört genauso wie "links" zum politischen Spektrum (zumindest war's mal so). Und genauso selbstverständlich distanziere ich mich von "radikal", und zwar egal ob rechts- oder links-. Das Entscheidende ist das Wörtchen "selbstverständlich": Das bedeutet nämlich, dass es keiner Erwähnng wert ist. Wenn es dann aber doch erwähnt wird - insbesondere immer in EINE Richtung und, aks Sahnehäubchen auch noch unaufgefordert - dann ist das ein Anbiedern an den Zeitgeist, um nur ja nicht irgendwie vom Mitspielen ausgeschlossen zu werden. Mehr Cochones, meine Herren! (Eine Bezeichnung für das Pendant bei den Damen fällt mir nicht ein, aber sie sind natürlich genauso gemeint - übrigens eine weitere, keiner Erwähnung würdige Selbstverständlichkeit .)
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
    Einen weiteren Aspekt möchte ich ansprechen: Die Ideologien der "Woken" beeinflussen die Menschen, insbesondere Kinder, da dies tief in deren Persönlichkeit eingreift, seit vielen Jahrzehnten. Ebenso wirbt die islamische Welt aktiv, um Moslems, um das islamische Weltbild zu festigen, und den Islam weiter auszubreiten. In beiden Gruppen wird dies auf internationaler Ebene mit erheblichem finanziellem und materiellem Aufwand kontinuierlich betrieben. Dabei werden Methoden angewendet, die nicht nur unredlich und, wie bei den "Woken", widersprüchlich sind, sondern auch wissenschaftlic he Erkenntnisse über die Beeinflussung und Manipulation von Menschen genutzt, und durch professionelle Agenturen, NGO's, Kommunikationsb eratern usw. unter die Bevölkerung gebracht werden.

    Im Gegensatz dazu lassen sich Nicht-"Woke"-Anhänger und Nicht-Muslime vor allem von der "Woken"-Gruppe spalten und gegeneinander aufhetzen. Anstatt kleinere, akzeptable Meinungsuntersc hiede zu überwinden, wird bei konservativen, bürgerlichen und rechten Gruppierungen jedes Wort seziert, teilweise übernimmt man sogar die Formulierungen der "Woken". Woke und Moslems haben ein übergeordne tes "Wir", das extrem gefestigt ist und diese Menschen verbindet. Bei Woken natürlich auch durch das erschaffene Feindbild "rechts". Das ist die Kurzform. Jeder Interessierte versteht, worum es geht.

    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
    Stattdessen sollten wir gemeinsam für unsere Überzeugung en eintreten, dafür werben und jeden dazu einladen, genauso wie es die "Woken" und Muslime tun. Wir müssen uns natürlich auch gegen diese Einflüsse wehren. Die aktuellen und vorangegangenen Demos sprechen eine deutliche Sprache. Aber vor allem geht es darum zu erkennen, dass Menschen geprägt und beeinflusst werden. Wenn wir dies nicht tun, wenn wir unsere Kinder nicht davor schützen, überlassen wir dies den anderen, mit all den grausigen Auswirkungen, über die in den neuen alternativen Medien seit Jahren täglich berichtet wird. Wir brauchen dieses Verständnis über die Prägung der Gesellschaft und ihrer Wertvorstellung en. Den Einfluss des Framings. Die Woken fallen nicht vom Himmel. Weder in der Gesellschaft noch in der Politik.
    Exilant
    Tja .. Finnland. Die Hupfdohle ist zwar weg vom Fenster, das Land aber ist ruiniert. Der Natobeitritt ist der Sargnagel, aber ein ganz langer. Auf meiner ersten Reise nach Rußland damals 94 mit einer roten GTV6 2.5, alle haben mich für lebensmüde gehalten, habe ich mir bei einem finnischen Dorfkrämer vor der Grenze noch schnell ein fettes Stück vom Lachs geholt. Mir wurde der Rat mit auf den Weg gegeben, ich sollte den Fisch vor dem Verzehr salzen und einen Tag liegenlassen.

    Wer kennt es noch das Lied vom Joss Fritz ("laßt nicht die roten Hähne flattern vor der Zeit") von Degenhardt. Rukwied ist das Gegenteil, ein Judas im grünen Gewand. Ein Großbauer vor dem Herrn mit mehr als 850 Hektar Land. Da kommt sicher noch einiges hinzu, wenn reihenweise die kleinen Familienbetrieb e aufgeben, welche die Lasten nicht tragen können. Da bleibt für einen wie ihn noch immer Zeit für die vielen Aufsichtsratsma nadate von Baywa, Südzucker, KfW bis Messe Berlin undundund, wo er die Muße noch findet über seine Rechtsabteilung bekanntgeben zu lassen, die Bekanntgabe der Höhe seiner Nebeneinkünfte "sei nicht von öffentliche m Interesse".

    Da kommt dieser Künstler von der Waterkant, da wo die Inzucht hohe Wellen schlägt, gerade recht, von wegen rechts, nö! Dann noch "Auge um Auge" - sollte wohl heißen von Angesicht zu Angesicht - da bleibt kein selbiges mehr trocken, wohlwissend, das wird mit der Wende noch nix, nicht ehe der Habeck schreit.




    Yutani
    Warum distanziert sich denn der Landwirt von "rechts"? Weiß er denn nicht, das rechts die vollkommen legitime Koordinate in einem Parlament ist? Genau so wie links und Mitte? Ist das Brainwashing der Staatsmedien und linksgrüner Büttel schon so erfolgreich, dass man simple Fakten politischer Bildung leugnet? Das ist ja nicht mehr auszuhalten. Und wenn - wie wir nun gelernt haben - "rechts" völlig legitim ist, dürfen diese Menschen dann nicht ihre Bürgerrechte in Anspruch nehmen? Dürfen die dann nicht am Fährenanlege r stehen? Alter Schwede das geht mir so auf den Wecker dieses weg ducken und entschuldigen im vorauseilendem Gehorsam.
    Karsten Eggers-Mark
    Es ist in der Tat auffällig, wie heftig den Bauern eingeimpft wurde, bei jeder Gelegenheit mindestens 25 Mal zu betonen, sie seien alles, nur nicht rechts. Das nimmt mittlerweile absurde Züge an. Als in unserem kleinen Städtchen jüngst die sympathische gelbe Rüstungslobb yistin Strack-Stahlhelm auftrat, gesellten sich zu ein paar demonstrierende n Bauern auch ein paar demonstrierende Friedensaktivis ten, also pöse Putinversteher. Vermutlich waren die tatsächlich gar nichts rechts, der Ortsbauer aber völlig aus dem Häuschen, dass diese üblen "Trittbrettfahre r" "seine" Demo "gekapert" hätten. (Die Lokalzeitung hat das selbstverständlich auch alles so weitergetragen.) Der typische Bauer - und erst recht der typische Bauernfunktionär - ist wie der typische Deutsche: angepasst, ängstlich aufzufallen oder gar anzuecken und leider immer noch sehr stark unter der Knute der Merkelpartei. Meine Hoffnung setze ich - wie bei so vielem - auf die Ostdeutschen.
    eisenherz
    Worüber geschwiegen wird, darüber muss man reden, der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Joachim Rukwied.
    Was über Herrn Rukwied bei Google nicht gefunden wird!, das muss man DuckDuckGo suchen.
    Rukwied war von 1994 bis 2009 für die CDU Mitglied des Eberstadter Gemeinderats und Bürgermeiste r-Stellvertreter sowie von 2003 bis 2009 Kreisrat im Kreistag des Landkreises Heilbronn.
    Das Magazin Monitor recherchierte, dass Rukwied im Jahr 2020 mindestens acht vergütete Mandate in Aufsichts- und Verwaltungsräten hatte, z. B. bei der Messe Berlin, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und zwei landwirtschaftl ichen Dienstleistungs unternehmen. Als Aufsichtsratsmi tglied bei Südzucker erhielt er 60.000 Euro, vom Agrarhandelskon zern BayWa 48.152 Euro. soll er im Jahr 2020 durch Aufsichtsratstätigkeiten 167.000 Euro erhalten haben.
    Der Bauernverband ließ über eine Rechtsanwaltska nzlei mitteilen, dass die von Monitor aufgelisteten Bezüge „nicht den tatsächlichen Gegebenheiten“ entsprächen und auch nicht veröffentlicht werden dürften. Es handele sich um „Nebentätigkeiten“, die der Präsident des Deutschen Bauernverbandes in seiner Freizeit erwirtschafte, daher bestehe „kein öffentliche s Interesse“.
    Grußadresse an Herrn Wahlig, West-Berlin ist DDR-Sprache, "Selbständige Einheit West-Berlin". Es heißt Berlin-West. Und den Bauern vor Ort kann man sich sparen, der sich wie ein dressierter Hund vom Pawlow sofort gegen "Rechts" abgrenzen wollte.

    Winnie Schneider
    DDR-Sprache? Nö, bei uns tief im Westen hieß das genauso: „Westberli n“. Zugleich Danke für die Monitor-Information.
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
    Achijah Zorn hat sich bei Tichy Gedanken gemacht: "Paradebeispiel für diese links-totalitäre Sprachmacht ist das Wort ‚rechts‘. ‚Rechts‘ ist von Linken als schwammiger Schmuddelbegrif f durchgesetzt worden. Die Linke hat es mit dieser simplen Diskursbestimmu ng erreicht, dass jede Opposition zu ‚links‘ von vornherein illegitim zu sein hat. Warum das immer weniger funktioniert:"
    https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/vorwort-zum-sonntag/bauern-demokratie/

    Gerade die alternativen Medien sollten sich endlich kontinuierlich mit diesem Thema beschäftigen, wenn sich wirklich etwas ändern soll. Es ist immer wieder unfassbar, wie weit dieses Framing von ‚rechts‘ das Denken der Menschen beeinflusst, auch bei Menschen, die eigentlich klüger sind. Damit hat die Links/Grün/Woke/Hetzmeute die verbale Atombombe im Einsatz, die ihnen quasi Gedankenkontrol le ermöglicht. Denn wer sich von ‚rechts‘ distanziert, distanziert sich auch von all den gesellschaftlic hen Werten, die durch die Woken aus unserer Gesellschaft gelöscht werden sollen.

    Steff82
    Wir haben vor Kurzem den finnischen Film "Kaffee mit Milch und Stress" gesehen und waren am Ende ratlos, weil wir nicht so recht verstanden haben, was das nun sollte. Auch wirkte es auf mich, als würden (aus deutscher Perspektive) zwischen dem alten Vater und seinem Mittvierziger Sohn mindestens 1-2 Generationen fehlen.
    Nach dem Gespräch mit Frau Ratut verstehe ich den Film jetzt! Schon allein dafür Danke!

    Zudem Danke, dass Ihr es geschafft habt, einen der anwesenden Landwirte von Schlüttsiel zu interviewen.
    Problem ist ja immer, dass ÜBER die Leute gesprochen wird, selten oder nie MIT den Leuten.

    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
    Zum Interview mit dem Landwirt:


    Das Wort "rechts" wird seit Jahrzehnten im Sinne der Woken-Transformation geframt. Ein breiter Teil der Gesellschaft ist wie der Pawlowsche Hund konditioniert: "Ich bin doch nicht rechts." Natürlich gibt es auch Menschen, die es aus taktischen Gründen vermeiden, mit "rechts" in Verbindung gebracht zu werden, was nur beweist, wie tief sich das bösartige Vorgehen der Woken in unser Leben gefressen hat. Letztendlich unterstützen sie jedoch das bösartige Framing der Links/Woken und unterwandern somit sich selbst. Es sollte sich jeder, der meint, zur Mitte der Gesellschaft zu gehören, überlegen, was ihn von rechts unterscheidet - und ich meine rechtskonservat iv, nicht rechtsextrem. Wie viele Rechtskonservat ive Menschen gibt es im Deutschland? 10, 30, 50 Millionen? Darüber hinaus sollte sich jeder einmal mit Menschen beschäftigen, die als rechtsextrem gebrandmarkt werden. Da würden vielen aus "der Mitte der Gesellschaft" die Augen übergehen. Wer sich ständig von Menschen distanziert, zu denen vermutlich nur kleine weltanschaulich e Unterschiede gibt - wenn überhaupt - ist entweder durch das Framing in die Irre geleitet worden oder schlecht informiert. Und selbst wenn es Unterschiede geben sollte, welche wären das? Und wie stehen wir zu Toleranz, zu Solidarität, zu Meinungsvielfal t ... Wer die Woken überwinden will, darf sich nicht ihrem manipulativen Verhalten unterordnen.

    Steff82
    Sehe ich auch so. Bei dem Begriff "Solidarität" muss ich aber widersprechen: Ich will, muss und kann NICHT mit alles und jedem solidarisch sein. Ich will auch nicht dazu gezwungen werden! Sowas ist sozialistisches Gedankengut.
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
    Da haben Sie recht. Doch so ist das auch nicht gemeint, dass Sie oder die Allgemeinheit mit jedem solidarisch sein soll/en. Es gibt Grenzen, und diese Grenzen sind jenen klar anzuzeigen, die sie überschreit en. Das ist natürlich eine persönliche Sache und sehr individuell. Es gibt aber auch einen gemeinsamen gesellschaftlic hen Rahmen, innerhalb dessen wir nicht alle einer Meinung sind, aber die Meinung des anderen innerhalb dieses Rahmens tolerieren. Das ist für eine Gesellschaft auch zwingend notwendig, sonst funktioniert es nicht. Abgesehen davon gehe ich persönlich noch weiter. Denn auch unter den "Woken" - die Politik nehme ich mal aus - sind auch viele Menschen, die im Grunde keine schlechten Menschen sind. Man darf nicht vergessen, dass es schon Generationen gibt, die unter dem massiven Einfluss der "Woken" sozialisiert wurden: in der Schule, den Unis, Social Media, Netflix usw. Dazu eben die andauernde Hetze gegen Rechts, mittlerweile auch gegen die klassische Familie und vieles mehr. Junge Menschen werden immer von ihrem sozialen Umfeld geprägt, und ich bin der Meinung, man sollte bei allen Menschen für seine Weltanschauung werben und sie einladen, vielleicht überzeugen oder zumindest zum Nachdenken anregen. Ich meine, wir sollten eben keine "Brandmauer" zu unseren Mitmenschen erstellen. So sehe ich das und trete trotzdem nach meinen Möglichkeite n dem Transformations prozess entgegen.
    HZieme
    Stimme völlig überein mit Ihrem Kommentar. Habe den Landwirt aber so verstanden, dass er lediglich nicht rechts ist. Allerdings auch nicht links, weil diese politischen Etiketten in seinem Bewusstsein keine Rolle spielen. Das sind Ideologien und nicht des Bauers Sache. Grad kommen die Sachverhalte auf die Straßen…
    Kurt Brakelmann
    Herr Kützler und die Bauern sind also nicht rechts? Was ist eigentlich schon schlimm daran rechts zu sein? Wenn ich das Programm und die Aussagen der AFD nehme, dann bedeutet rechts mehr Demokratie, weniger Staat, Werte Bewahren, weniger Abgaben, mehr Sicherheit usw.
    Wenn die Bauern also nicht rechts sind, warum demonstrieren sie dann, sie haben doch eine linke Regierung.

    Steff82
    Das ist so ein Pawlow'scher Reflex, dass man direkt sagt "Aber ich/wir bin/sind NICHT rechts" oder so dummes Zeug, wie "wir sind aus der Mitte".
    Wenn alle in der Mitte stehen, weil niemand zugeben kann bzw. will links oder rechts zu stehen, warum ist dann hier alles in Schieflage?

    Dr. Stefan Sellschopp
    Zum Bauern-Soli: Der Aufschlag auf Fleisch, Eier und Milch soll zum tierwohlgerecht en Umbau der Ställe an die Bauern zurückgegeben werden. Özdemir als gelernter Erzieher kann nicht zwingend wissen, daß es Ackerbauern gibt, die die Vieh- und Milchwirtschaft eben nicht betreiben, sondern nur Flächen bewirtschaften. Es gibt mit den ca. 6.000 Lohnunternehmer n in D auch Betriebe, die nur Dienstleistunge n mit dieselbetrieben en Großgerät erbringen. Der Viehbesatz in D schwankt auch in D von Bundesland zu Bundesland erheblich (2020: 37 - 636 Schweine je 100 Hektar) . Diesel wird überwiegend im Rahmen der Bewirtschaftung von Flächen verbraucht. Also kommt bei den Ackerbauern und den Lohnunternehmer n mit dem höchsten Dieselverbrauch und dem geringsten Viehbesatz am Wenigsten an. Für Kinderbuchautor en und ausbidungsbefre ite Politiker: Viel Brumm = viel Diesel = wenig Talerchen.
    Steff82
    Wollte man wirklich etwas fürs Tierwohl machen, würde man Maßnahmen ergreifen, die es den Bauern ermöglichen FREIWILLIG dafür zu sorgen und man würde die Probleme ergründen, warum was wie gemacht wird.

    In Wirklichkeit geht es denen doch nicht ums Tierwohl, sondern darum, die Masse zu bevormunden, was sie zu essen bzw. nicht zu essen haben. Und dieses "ich esse Fleisch, aber nur aus Bio etc." ist das gleiche hohle BlaBla, wie das "ich bin nicht rechts" (siehe oben).

    Nudging nennt man das, was Politik und Medien da betreiben!


    Melde Dich zum Kommentieren im Login-Bereich an, um kommentieren zu können.