Kontrafunk aktuell vom 18. September 2025
In der aktuellen Generaldebatte zum Haushalt im Deutschen Bundestag geht es nicht nur um Geld und Zahlen, sondern auch um die großen politischen Linien. Hauptstadtkorrespondent Frank Wahlig blickt auf das Rededuell von Friedrich Merz und Alice Weidel. David Berger von „Philosophia perennis“ teilt seine Einschätzung zum Attentat auf Charlie Kirk und die Hintergründe: Welche Rolle spielte die Trans-Ideologie, und droht uns ein linksextremer Trans-Terror? Über härtere Vorschriften für die deutsche Mülltonne berichtet Peter Kurth, Experte für Entsorgungswirtschaft. Und der Umgang des NDR mit der Journalistin Julia Ruhs beschäftigt Cora Stephan in ihrem Kommentar.
Frank Wahlig: Generaldebatte im Deutschen Bundestag
David Berger: Die Radikalisierung der Queer-Bewegung
Peter Kurth: Sinn und Unsinn von Abfalltrennung
Cora Stephan: Julia Ruhs aus dem NDR gemobbt
Was für eine Sensation! Es gibt doch tatsächlich Journalistinnen, die der Bevölkerungsmeinung eine Stimme geben, statt das unwürdige Volk Maßnahmen zur Umerziehung auszusetzen. Die junge Julia Ruhs hat es gewagt: hat „Gendergaga“ kritisiert, wonach sie Komplimente wie „Rechtspopulistin“, „AfD-Puppe“ oder „rechte Schildmaid“ kassierte. Sie hat in ihrer vom NDR und dem Bayerischen Rundfunk produzierten 45 Minuten langen Sendung „Klar“ ungeschminkt über die Corona-Maßnahmen berichtet, über den Frust der Landwirte, und vor allem bereits in der ersten Sendung den Segen der unkontrollierten Massenmigration in Zweifel gezogen. Geistige Größen wie Jan Böhmermann, der „rechtspopulistischer Quatsch“ schnarrte, sowie die weitgehend unbekannten „Neuen deutschen Medienmacher:innen“ protestierten. Nur die Zuschauer waren mehrheitlich so erstaunt wie angetan – ach, so etwas gibt es noch bei den grün-roten Öffentlich-Rechtlichen? Ja, das gibt es, also: mehr oder weniger. Denn nun ist der NDR aus der Produktion von „Klar“ ausgestiegen. Natürlich nicht, weil sich die Zuschauer beschwert hätten. Im Gegenteil: Rund zwei Drittel der Zuschauer vergaben die Noten 1 bis 2 für die Sendung und für Ruhs als Moderatorin. Die Stärken der Sendung seien Glaubwürdigkeit, Substanz und persönliche Geschichten.
Wer also legte die Axt an Sendung und Moderatorin? Nun, ihre eigenen Kollegen beim NDR haben sich gegen die 31-jährige Julia Ruhs zusammengerottet. NDR-Angestellte haben in einer mehrmonatigen Kampagne gegen sie intrigiert und den NDR-Bossen einen offenen Brief übergeben, den fast 250 Mitarbeiter unterzeichnet haben. Darin sattsam bekannte Vorwürfe: Ruhs verbreite mit angeblich undifferenzierten Beiträgen rechte Stimmung im Land. Das Format und die Moderatorin wollten spalten, Mitarbeiter mit Migrationshintergrund seien verstört. Die Sendung über Migration verletze eine Reihe von Grundsätzen journalistischer Arbeit und komme dem öffentlich-rechtlichen Auftrag gemäß NDR-Staatsvertrag nicht nach. Wie bitte? Exakt das Gegenteil ist richtig. Das zum einen. Zum anderen: Wieso eigentlich soll ein Tribunal der Mitarbeiter darüber entscheiden dürfen, was produziert und gesendet wird? Wozu gibt es Programmchefs und Intendanten? Der jetzige ist übrigens erst seit dem 1. September im Amt; ob er wohl das Mobbing der jungen Kollegin unterstützt, um von vornherein Führungskraft zu beweisen? Oder zeigt sich hier, ganz im Gegenteil, das Zurückweichen vor dem Mob? Denn die Bosse haben sich keineswegs vor Julia Ruhs gestellt, was ihre Aufgabe gewesen wäre. Der Mob wurde offenbar angeführt von einem gewissen Daniel Bröckerhoff, freier Journalist, Moderator der Nachrichtensendung „NDR Info“ und – da schau her: Trainer an der Webakademie des Medienportals Correctiv, das sich bekanntlich mehrfach im Kampf gegen „rechts“ hervorgetan hat.
So posaunte es wenig überraschend auch aus der Ecke der Haltungsfrau Anja Reschke, die insinuiert hat, Julia Ruhs’ Sendung sei „rechtsextrem“. Damit ist alles gesagt. Die junge Kollegin wird denunziert. Kurz: Der NDR ist die teuerste linke NGO der Welt. Monika Maron ist erschüttert, so etwas habe es selbst in der DDR nicht gegeben. Die gute Botschaft: Immerhin geht die Karriere von Julia Ruhs beim Bayerischen Rundfunk weiter. Man mag sich jedoch nicht ausdenken, was eine derartige Schmutzkampagne bei einer jungen Frau auslöst, die sich erst das dicke Fell noch zulegen muss, das man in dieser Branche braucht, in der stramme Linke dominieren, voller Häme, Missgunst und Neid. Die Kampagne gegen Julia Ruhs ist nicht das einzige überdeutliche Zeichen, dass der von den Bürgern per Zwangsabgabe finanzierte öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht mehr zu retten ist. Man denke an Elmar Theveßen vom ZDF, der über den ermordeten Charlie Kirk wahrheitswidrig behauptete, der Mann habe die Steinigung von Homosexuellen befürwortet. Der Unterton: Muss sich so jemand wundern über einen tödlichen Schuss? Das hört man auch bei Dunja Hayali heraus, die von Kirks „abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen“ spricht, die allerdings nirgendwo aufzufinden sind. Hier ist noch nicht einmal der Versuch einer „ausgewogenen“ Berichterstattung zu erkennen. Möge der Bayerische Rundfunk standhaft bleiben und Julia Ruhs nicht den Mut verlieren. Auch wenn beide das Renommee des Staatsfunks nicht mehr werden retten können.

