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    Freitag, 22. Dezember 2023, 5:05 Uhr
    Freitag, 22. Dezember 2023, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 15:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 22. Dezember 2023

    • Die Schweiz erwartet ein Achtjahreshoch an Asylanträgen. Nationalrat Andreas Glarner, SVP, spricht mit uns über die Migrationssituation in der Schweiz. Glarner fürchtet schwere Folgen für die innere Sicherheit. Die hohe Kunst der Diplomatie steht im Mittelpunkt des Interviews mit dem ehemaligen deutschen Botschafter in Kirgistan Jürgen Scheller. Es geht es um die schwierige Suche nach einer Lösung des Kriegs in der Ukraine. Die Europäische Union bereitet ein Medienfreiheitsgesetz vor. Damit zieht die EU Kompetenzen im Medienbereich an sich, die sonst bei den Nationalstaaten liegen. Der ehemalige Chefredakteur von EPD Medien Uwe Kammann fürchtet: Das dient nicht der Freiheit, das dient der Kontrolle.

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Andreas Glarner

      Migrations-Reihe: Schweiz

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Jürgen Scheller

      Die Kunst der Diplomatie

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Uwe Kammann

      Europäisches Medienfreiheitsgesetz

    • Kontrafunk-Kommentar von Oliver Gorus

      Die Macht der Kleinen

      Für all die Unternehmen, die direkt für die Grünen Geld übrig haben, sowie für die Unternehmen, die indirekt über ihre Verbände das grüne Zerstörungsprojekt mitschultern, fallen mir zig vernünftige Gründe ein, die gegen die Finanzierung des Feindes sprechen. Man soll doch nicht die Schlange im eigenen Ärmel füttern! Darum fällt es mir schwer zu akzeptieren, warum beispielsweise die Zuckerfabrikanten ausgerechnet jene Partei unterstützen, die ihnen mittels Verboten oder „Lenkung“ via Steuern am ehesten von allen Parteien die Suppe versalzen könnte. Die ganzen Industrie-, Handels- und Bauunternehmen, die in den verschiedenen genannten Verbänden gebündelt sind, sollten die Grünen doch eigentlich dafür hassen, dass diese ihnen mit ihrer katastrophalen Wirtschafts- und Energiepolitik das Geschäft versauen und ihren Standort zerstören. Stattdessen aber helfen sie ihnen.

      Man könnte das nun mit dem Stockholm-Syndrom erklären, bei dem Geiseln aus Überlebenstrieb Sympathie für ihre Geiselnehmer entwickeln. Man könnte es auch mit dem uralten religiösen Opferritual der Ablasszahlungen erklären, um sich von weiteren Bestrafungen freizukaufen. Oder einfach mit duckmäuserischer, untertäniger Buckelei, um den Peiniger zu besänftigen. Das wäre sicher alles auch nicht ganz falsch. Greift aber zu kurz. Ich will es mal so ausdrücken: Die korporatistischen und privatwirtschaftlichen Unternehmen bilden freiwillig mit der tonangebenden neuen, woken, grünsozialistischen Linken (die es in Grün, Rot, Gelb und Schwarz gibt) und internationalen Playern einen woke-industriellen Komplex: Big Tech, Big Business und Big Media spielen zusammen mit den staatlichen Kanälen die grünen Themen der neuen Linken rauf und runter. Gleichzeitig schließen sie alle, die nicht mitspielen oder die die neue Linke schlicht nicht mag, aus der digitalen Öffentlichkeit aus und schmiert sie als rechts. Im Gegenzug drückt die neue Linke beide Augen zu, wenn es um die hochprofitablen Monopole von Big Tech, Big Media und Big Business geht.

      Big Tech, Big Media und Big Business spielen mit der neuen Linken über Bande. Die Politiker lenken Steuergelder in gigantischem Ausmaß um Richtung Big Tech, Big Media und Big Business und lässt sie in Ruhe das Geld zählen, im Gegenzug sichern Big Tech, Big Media und Big Business den neuen Linken die Macht, indem sie über die Kontrolle der Medien und des Wissenschaftsbetriebs die Öffentlichkeit steuern. Win-win. Die mächtige antikapitalistische Bewegung hat sich an die Milliardärssozialisten verkauft. Sie haben einen faustischen Pakt, ein Kartell gebildet, einen monopolitischen Ring, uns zu knechten.

      Jene kleineren privatwirtschaftlichen Unternehmen, die dabei überraschenderweise ebenfalls alles brav mitmachen, biedern sich den Ringträgern an, beispielsweise mit solchen symbolischen, unterwürfigen Geldzuweisungen, weil sie Angst davor haben, in einer ohnehin schwierigen Wirtschaftslage Kunden und Mitarbeiter zu verlieren – was auch sicher passieren würde, wenn sie offen opponierten. Da ist also eine gehörige Portion untertänige Feigheit dabei, natürlich auch kühler Opportunismus und schmieriger Lobbyismus.

      Dabei sind die kleineren und mittleren privatwirtschaftlichen Unternehmen doch eigentlich kriegsentscheidend. Sie gilt es davon zu überzeugen, dass sie die größten Verlierer der deindustrialisierten, schrumpfenden, veraltenden Wirtschaft sind, die die neue Linke gerade auf radikale Weise herbeiführt. Der Mittelstand ist auf dem Weg in die Knechtschaft, weil er sich nicht wehrt. Und die Unternehmer sind durchaus in der Lage, das zu verstehen. Spätestens, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Zerstören können wir den Ring, der uns knechtet, nur durch die Kleinen. Nicht die Fürsten der Menschen werfen den Ring in die Lava des Schicksalsbergs, sondern die Hobbits, die Kleinen: Small Business, Small Media, Small Politics! Die kleinen, zahlreichen, flexiblen, selbstbewussten Systeme werden die tumben korporatistischen Monopole unterlaufen und zerstören. Weil sie schneller, besser, wahrer, konstruktiver, menschlicher, fröhlicher – und gemeinsam auch mächtiger sind. Der Kulturkrieg wird von Guerillas gewonnen. Es wird Zeit, dass sie anfangen sich zu organisieren.

    Sponsor dieser Sendung:

    Schweizerzeit

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    Kommentare
    Kassiopeia
    Medienfreiheits gesetz, Sondervermögen, Faktenfinder, Zukunftsbremse - es klingt - wie das orwellsche Neusprech...
    Unhold
    Herr Scheller ist in der Tat nicht leicht zu ertragen. Verlorene Lebenszeit.
    Huejos
    Zu Herrn Scheller: Wenn man einen Diplomaten fragt, bekommt man nicht Klartext als Antwort, sondern diplomatisches Geplänkel.
    Erschütternd ist jedoch, in welcher Wolke diplomatischer Realitätsferne Herr Scheller zu leben scheint, abseits der Wirklichkeit, wenn er meint, dass es in D zu "einem Abschwung kommen KÖNNTE(!)", und wenn er von (hört!hört!) "kleineren Krisenherden" in D spricht, als da sind "Abwanderung der Industrie, Strom- und Gaspreise, Inflation".

    Kurt Brakelmann
    Herr Jürgen Scheller erzählt auch nur Lügen nach dem Narrativ der rot-grünen Agenda. Der Krieg in der Ukraine ist kein Europäischer. Das ist ein Stellvertreter Krieg zws. USA/Nato und Russland.
    Die deutsche Regierung macht keine Reformen und keine wertegeleitete Außenpolitik . Nein, diese nicht legitimierte Regierung wirtschaftet Deutschland herunter und setzt knallhart ihre Ideologie durch.
    Sehen wir es Herrn Scheller nach, er ist Beamter und es ist Weihnachten.


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