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    Freitag, 23. Juni 2023, 5:05 Uhr
    Freitag, 23. Juni 2023, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 15:05, 18:05, 22:05)

    Kontrafunk aktuell vom 23. Juni 2023

    Benjamin Gollme im Gespräch mit Heiko Folkerts, Ulla Klötzer und Stefan Kooths – Kontrafunk-Kommentar: Frank Wahlig
    • Am 23. Juni sprechen wir mit Professor Stefan Kooths vom Kieler Institut für Weltwirtschaft. Er sieht die Milliardensubvention für die Chipfabrik bei Magdeburg kritisch. Die finnische Friedensaktivistin Ulla Klötzer äußert ihre Sorge vor einem Krieg der Nato mit Russland und berichtet über eine neue internationale Friedensinitiative. Außerdem zu Gast: der Architekt Heiko Folkerts. Er fürchtet, das Bayerns architektonisches Erbe für Kommerz und Klimamaßnahmen geopfert wird.

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Stefan Kooths

      Geplantes INTEL-Werk in Magdeburg – Milliarden-Subventionen gefordert

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Ulla Klötzer

      Finnland in der NATO – eine notwendige Provokation?

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Heiko Folkerts

      Bayerns architektonisches Erbe als Opfer von Kommerz und Klimamaßnahmen

    • Kontrafunk-Kommentar von Frank Wahlig

      Grüner wird’s nicht

      Es gibt Parteistrategen. Das sind kluge Köpfe. Ein solcher SPD-Stratege mit Einfluss und Netzwerk beschreibt das Dilemma der CDU: Was immer ihr macht, ihr schadet euch, aber ihr könnt gar nicht anders. Wenn die Union auf irgendeiner Ebene mit der AfD irgendetwas macht, holen wir die Fascho-Keule raus und veranstalten ein Spektakel. Die Medien dulden nur die Union, wenn die Union links und grün bleibt. Aber auch das wird euch Stimmen kosten. Die Posten und Dienstwagen bleiben bei uns, und wir koalieren immer unter- und miteinander. 

      Für das politische Establishment ist die AfD so etwas wie der Klimawandel. Die Hitzehölle, die am Horizont flammt. Und das schöne System bedroht.

      Alles, was geschieht, geschieht, um diesen politischen Klimawandel zu verhindern. Da werden Gesetze fürs Klima in hundert Jahren gemacht, aber nicht für die Bürger von heute. Kritik, selbst wissenschaftliche, wird als rechts geframt. 

      Die Union, ganz im Klimatrauma, richtet die Debatte über ihr neues Grundsatzprogramm so aus, dass Wähler der Grünen es attraktiv finden mögen. Das Konservative, das Bewahrende, das Energische ist zur Arabeske verkommen. Die CDU kann aber keine Stimmen aus dem Grünen-Lager gewinnen. Darauf weisen Wahlforscher hin. Die Wahlforscher sagen auch: Die CDU kann Stimmen verlieren. Gerade solche Bürger, die weniger illegale Migration wollen, die sichere Straßen und gewaltfreie Schwimmbäder mögen, die Klimaangst für voraufklärerisch halten, fühlen sich bei der Grün-Union unerwünscht. Wenn ein mit den Grünen koalierender Ministerpräsident den Bürgern Sicherheit vor arabischer Straßengewalt verspricht, dann ist die Unsicherheit schon Alltag. Syrer gegen Libanesen: Gekommen sind die Marodeure einmal als Schutzsuchende. Jetzt sucht der Bürger Schutz. Und die Grenzen sind offen.

      Gastredner beim CDU-Programmparteitag war der Grüne Ralf Fücks. Fücks gilt als Intellektueller. Er ist aber ein Strippenzieher und linker Netzwerker. Eigentlich nicht gerade der Umgang der CDU. Die CDU-Parteiversammlung lässt sich von einem Grünen rhetorisch betören. Es gibt keine konservativen Schlauköpfe mehr, denen zuzuhören sich lohnt. Diese CDU-Versammlung war eine Kapitulation, lange vor der Schlacht. 

      Für die Union ein Dilemma, über das sich die Altparteien freuen. Denn so müssen diese Demokraten zusammenstehen und Pfründe und Dienstwagen unter sich aufteilen.

      Einig sind sich die Altparteien darin, die politische Konkurrenz zu dämonisieren. Der AfD das Demokratische, gar das Politische abzusprechen. Es ist das gemeinsame Raunen zauberischer Formeln. Das ist magisches Denken und damit sehr deutsch. Die alles überwölbende Klimapolitik enthält bereits dieses deutsch-zauberische Element. Bei den Altparteien ist die Verzweiflung groß. Einfach behaupten in der Hoffnung, dass es wahr sei. Ich würde ja die AfD verbieten, sagt eine bayerische Abgeordnete. Wünschen in der Hoffnung, dass der Wunsch wahr werde. In Bullerbü mag das angehen. 

      Das ist der Stand deutscher Politik. 

      In der CDU ist aber Frust über die Hinwendung zu Grün spürbar. Die Weigerung, über andere als linke Mehrheiten nachzudenken, lässt sich bis nach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen durchhalten. So ist die Absprache. Möglich, dass erste CDUler die AfD entzaubern wollen. Vom magischen Denken will man nicht lassen. Wir können diese Partei nur entzaubern, indem wir sie einbinden. Das wird der Trick sein. Dann wird die AfD sich blamieren und wie eine schillernde Blase zerplatzen. Und der Wähler kommt wieder zu uns, und wir vergeben ihm seine politische Verwirrtheit. Deutsche Zauberlehrlinge sind schon etwas ganz Besonderes. 

      Der Politstratege aber wird dann die Medienmeute holen. Die ist gut erzogen. Grün und Rot werden sich nicht mehr einkriegen vor Empörung. Die Privilegien sind es nämlich wert.

      Das Land, Deutschland, ist es nicht.

    Kommentare
    zeno
    So wohltuend und wahr die klaren Worte von Frau Klötzer auch sind, - ihre Antwort auf die berechtigte Nachfrage, warum der verheißungsvolle n Berliner Friedensdemo (Wagenknecht/ Schwarzer) so wenig folgt (man sollte der Frage weiter nachgehen), ist mit dem Hinweis, es gebe doch überall in der Welt Aktivitäten für den Frieden, äußerst unbefriedigend.

    Vermutlich liegt das daran, dass auch in der Friedensbewegun g die globalisierte Form (auch "Global Women for Peace") zur UNO gehört und im Herumreisen zu Kongressen u. ä. besteht, wo von den 'Aktivistinnen' geplant und in 'Büros' durchgeführt wird. Sie sind vernetzt und in ständigem Kontakt, eine kleine UNO-nahe Gruppe mit entsprechenden Vorerfahrungen und Qualifikationen . Aus deren Sicht "passiert" viel - derweil die Mehrheit der Bevölkerung davon kaum was merkt.

    UNO-Nähe gegen NATO, da gibt es durchaus Interessenkonfl ikte im Detail; aber nicht im Hinblick auf globale Hegemonie. Das Spiel 'good cop'/'bad cop' wird keine Kriege verhindern.



    eisenherz
    Ein Blick zurück in die Zukunft
    Selten, aber wenn ein Vertreter von der CDU, die CSU, selbst die FDP in solche Rededuelle gegen einen von der AfD eingeladen wird, immer dann sehen deren Vertreter von der CDU in die Vergangenheit vor Merkel und in die Zukunft für die AfD.
    Zur Erinnerung, man glaubt es kaum noch:
    Die Ökosozialis ten von der CDU, Heiner Geisler und Rita Süssmuth zusammen mit den bekannten deutschnational en Vertretern von der „Stahlhelm fraktion“ wie Alfred Dregger oder Martin Hohmann oder Strauß friedlich in einer Partei.
    Wie sich die CDU/ CSU als die klassischen Volksparteien dem Wähler vorgestellt hatten. Alle oben genannten Politiker hatten mit ihrer Art ihre Wähler und waren erfolgreich für die CDU unterwegs.
    Und wer konservativ wählen wollte, der kaufte die WELT oder die FAZ. Wer sich als links verstand, der griff zur Süddeutschen , dem SPIEGEL oder die ZEIT. Im TV, Report München, Gerhard Löwenthal gegen Report Westdeutscher Rundfunk, jedem das Seine.
    Bei diesem Blick zurück ist es erschreckend zu erleben, wie sich die ehemaligen Volksparteien zu Blockparteien gewandelt haben.

    Exilant
    Zum Beitrag von Hrn Kooths: wann endlich wird es auch für den "Ökonom" möglich sein, die Bildungsmisere als das zu bezeichnen, was sie in Wirklichkeit ist, nämlich das Ergebnis einer Negativauslese in der Migration. Da kann man noch so viel gutes Geld ins System pumpen, die Rendite geht gegen Null.

    Im übrigen sind was seine standorttheoret ischen Ausführungen anlangt alles Selbstverständlichkeit , hatten wir als Propädeutik im Erstsemester. Naja, Weltwirtschafts institut.

    Zu Finnland: der Winterkrieg 39/40 ist nicht vergessen. Und der Verlust von Teilen Kareliens und der Stadt Vyborg schmerzt immer noch. Nichtsdestoweni ger ist der Natobeitritt töricht und gefährlich. Ich habe leider die Befürchtung, daß Schweden den gleichen Fehler macht.

    MEDIAGNOSE Politikblog
    Schon 2010 hat Thilo Sarrazin auf die negativen Folgen der Einwanderung bildungsferner Menschen hingewiesen. Das war natürlich "Nazi". Dann kam es ab 2015 zur unkontrollierte n Masseneinwander ung. Der Schaden, der Deutschland in vielerlei Hinsicht entsteht, ist nicht mehr zu beheben. Im Gegenteil: Der Schaden wird immer größer werden. Immerhin erkennen mehr und mehr Bürger - Habeck & Heizungshammer sei Dank - die diversen Absurditäten, die Deutschland nachhaltig ins - meine Meinung - Negative verändern. Das Land wird ein Vielvölkerterrit orium. Arbeiten und zahlen, das dürfen, das müssen die Autochtonen. Bis auch das zu Ende geht. Dann ist Deutschland ein Drittweltland geworden, eingebettet in ein Dritte-Welt-Europa.
    MEDIAGNOSE Politikblog
    Ein feiner Kommentar von Frank Wahlig. Die AfD wird - analog zur SVP in der Schweiz - die stärkste Partei in Deutschland werden. Dieses unsägliche Diffamieren und diskreditieren der AfD wie kürzlich bei Maischberger - https://www.youtube.com/watch?v=Eb4GRZhooTs - hilft der AfD mehr, als es den etablierten Parteien nutzt. Die Bürger werden sich immer mehr mit der AfD, ihren Protagonisten und der AfD-Programmatik beschäftigen. Sie werden merken, dass es sich weitgehend um die die CDU-Programmatik 2002-2006 - https://archiv.cdu.de/system/tdf/media/dokumente/regierungsprogramm-02-06-b.pdf?file=1 - handelt. Der "Rückschritt" wird zum Fortschritt, weg vom Wokeismus und dem ganzen Klima-Unfug.

    Schade, dass die Verschriftlichu ng des Wahlig-Kommentars fehlt.

    Rüdiger Stobbe, www.mediagnose.de, www.fakten-energiewende.de


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