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    Freitag, 24. Mai 2024, 5:05 Uhr
    Freitag, 24. Mai 2024, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 24. Mai 2024

    Der WHO-Pandemiepakt geht auf die Zielgerade. In der kommenden Woche soll in Genf darüber beraten werden. Kritiker befürchten einen Demokratieabbau und die Machtzentralisierung bei der WHO. Über den aktuellen Entwurf und die Internationalen Gesundheitsvorschriften sprechen wir mit dem ehemaligen leitenden Staatsanwalt im Kanton Zürich, Jürg Vollenweider. Geert Wilders ist zum ersten Mal an der Regierungsbildung in den Niederlanden beteiligt. Sieta van Keimpema von der Vereinigung Farmers Defence Force analysiert die Situation für uns. Mit dem Schriftsteller Klaus-Rüdiger Mai unterhalten wir uns über die neuen Pläne des deutschen Wirtschaftsministers Robert Habeck, und Frank Wahlig kommentiert den EU-Wahlkampf.

    Interview 1

    Grüner Stahl – Habecks Wirtschaftsplan

    Interview 2

    WHO – Internationale Gesundheitsvorschriften

    Interview 3

    Neue Regierung Niederlande

    Kommentar

    Europawahl

    Der Eindruck ist: Inhalte werden umgangen, Festlegungen werden vermieden, ein freundliches Gesicht und nur keine Fehler machen. Fehler, echte oder vermeintliche, ersetzen den Wahlkampf und die Argumente sowieso. Da springt der Politiker drauf wie die Katz auf die Maus und verrichtet blutiges Handwerk. Der Spitzenkandidat der AfD, Maximilian Krah, klebt sich selbst eine Zielscheibe auf die Stirn. Er redet über die SS. Ohne Anlass, ohne Grund. Egal, was er sagt, wie er es meint, was der Zusammenhang sein mag, Krah zerstört damit die Koalition mit anderen Parteien im Europäischen Parlament. Wenn selbst Marine Le Pen nichts mit der AfD zu tun haben möchte, ist dies kein Kollateralschaden eines Interviews mehr, sondern politische Dummheit. Der Mann ist eine „Loose Cannon“. Niemand weiß, wann er explodiert und wo der Schuss hingeht. Voll auf die Zwölf. So wird die Inhaltsleere der anderen vergessen gemacht. So kann gesagt werden: Es ist ja nicht Krah. Der sei nur Symptom. Es sei seine Partei, die AfD. Die sei das Problem. Der Sprengsatz hat gezündet.

    „Ich bin so was von europäisch!“ Die Spitzenkandidatin der SPD, Katarina Barley. Sie tummelt sich in den sozialen Medien. Mal aufgestylt, mal ungeschminkt, wie das Volk, dem sie in der Fußgängerzone begegnet. Inhalte? Kampf gegen rechts in allen Schattierungen: Ungarn rechts, Italien rechts. Vaterländer rechts, AfD rechts, wer den Regen im Saarland leugnet, ist auch rechts. Aber dennoch: Sie ist das attraktive Gesicht der SPD. Zum Thema Attraktivität: Die Frontfrau der FDP, Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Sie blickt streng vom Plakat. Wer da nicht Haltung annimmt – selbst schuld. Sie wirbt für Waffen und weniger Bürokratie und stimmt im Bundestag jedem bürokratischen Schnickschnack zu. Frau Agnes von der FDP hat mit dem AfD-Kandidaten eines gemeinsam: die Liebe zur Explosion. Bei einem Wahlkampfauftritt brüllte sie ihr Publikum an, mit Begriffen, wie sie nur Klaus Kinski – selig – bei berüchtigten Performances parat hatte. Die Lunte brennt, und sie ist kurz. Europa ist für Frau Agnes politisches Abklingbecken.

    Für die Linke geht eine Seeschlepperin nach Brüssel. Ein Versorgungsjob für Carola Rackete, nachdem sie so viele Migranten in die Sozialsysteme Europas geschleppt hat. Geworben wird mit der Spitzenkandidatin kaum. Die linke Sekte weiß selbst nicht mehr, wie diese seltsame Person den Spitzenplatz kapern konnte. Noch jemand, mit dem kaum geworben wird, ist die Spitzenkandidatin der Union. Ursula von der Leyen. Sie ist die grüne Aktivistin mit CDU-Parteibuch aus der Ära Merkel. Sie sollte ein neues Europa schaffen. Bürger und Industrie gefesselt und geleitet durch Verbote, Verordnungen und den Traum vom „Green Deal“. Diese Person hat den Wohlstand der europäischen Bürger geschmälert. Ihre Corona-Verstrickungen werden erst nach der Wahl aufgearbeitet. Zufall oder Absicht? Es gibt Unionswähler, die wegen Ursula von der Leyen nicht ihre eigene Partei wählen werden. Bleiben die Grünen: freundliche Sonnenblumengesichter, die behaupten, den Frieden mit Waffen schützen zu wollen.

    Vereint sind die Altparteien in ihrem Kampf gegen rechts. Das macht die Simulation eines politischen Wettbewerbs so öde. Es gibt ein Plakat, darauf steht: Egal, was sie wählen, wählen sie demokratisch. Darunter die Logos aller großen Parteien – außer dem der AfD. Die Einheitsfront. Vor Tagen hätte man noch sagen können, das ist Teil der Strategie der Ängstlichen und Einfallslosen gegen die AfD. Dann kommt Maximilian Krah daher, der Spitzenkandidat der AfD. Die Politiker überschlagen sich vor Dankbarkeit, so unverhofft. Die Politiker sehen wieder die Maus, die zerfleischt werden kann. Aber langsam. Hat doch einer SS gesagt. Das trägt einige Zeit. Das AfD-Bashing geht weiter. Die AfD will das Ein-Mann-Abrisskommando in der Versenkung verschwinden lassen bis zur Wahl. Bei jeder AfD-Veranstaltung wird Krah aber unsichtbar dabei sein. Dafür sorgt seine selbstbewusste Dummheit, sich die Zielscheibe selbst auf die Stirn geklebt zu haben. Der Eindruck bleibt: Maximilian Krah bombt der AfD die Wähler weg.