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    Dienstag, 4. Juli 2023, 5:05 Uhr
    Dienstag, 4. Juli 2023, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05, 22:05)

    Kontrafunk aktuell vom 4. Juli 2023

    Marcel Joppa im Gespräch mit Sebastian Chwala, Ludwig Witzani und Antony P. Mueller – Kontrafunk-Kommentar: Oliver Gorus
    • In der Ausgabe vom 4. Juli spricht Marcel Joppa mit dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. P. Müller über die „Deindustrialisierung“ Deutschlands und über das wirtschaftsfeindliche Agieren der deutschen Bundesregierung. In einem Interview mit dem Politikwissenschaftler und Frankreich-Kenner Sebastian Chwala geht es um die weiterhin andauernden Krawalle und sozialen Unruhen in Frankreich. Wir schauen auf die Hintergründe und mögliche Auswirkungen auf ganz Europa. Mit unserem Reisefachmann Ludwig Witzani sprechen wir dann anlässlich des 4. Juli über die USA, den dortigen Unabhängigkeitstag sowie über ein Volk zwischen traditionellem Nationalstolz und woker Gegenbewegung. In einem Gedankenspiel von Oliver Gorus geht es schließlich um die Frage: Was kann ich tun? Etwa, wenn es um den Aufbau einer neuen Gesellschaft geht…

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Antony P. Mueller

      Deindustrialisierung Deutschlands

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Ludwig Witzani

      Eindrücke aus den USA

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Sebastian Chwala

      Frankreich brennt

    • Kontrafunk-Kommentar von Oliver Gorus

      Was tun?

      Auf der Suche nach mehr Freiheit

      Eine kleine Theorie der Entwicklung und Erstarrung sozialer Systeme (von Oliver Gorus)

      Zweifellos befinden sich die deutschsprachigen Gesellschaften im Niedergang – gemeinsam  mit der gesamten Kultur des Westens. Ich möchte an dieser Stelle nicht einen weiteren Nachweis führen, dass es mit der Freiheit, dem Wohlstand, der Bildung, der Sicherheit, den Sitten usw. bergab geht, sondern ich will vielmehr eine Antwort liefern auf die Frage, die ich so oft wie kaum eine andere in den letzten Jahren gehört habe, immer wenn ich mit vernünftigen Leuten diskutiert habe. Die Frage lautet: Was tun?

      Galoppierender Kulturverlust

      Unter Freiheitlichen verschiedenster Richtungen herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass die individuelle Freiheit nur wieder größer werden kann, wenn der Staat an Macht und Größe verliert. Dass der Wohlstand für alle nur mit freier Marktwirtschaft und freiem Handel wachsen kann, der Sozialismus und der Korporatismus und ganz allgemein die Wirtschaftstätigkeit des Staates also wieder erheblich zurückgedrängt oder ganz beendet werden müssen. Dass der Bildungsstand der Bevölkerung nur wieder besser werden kann, wenn auch das Bildungswesen eine Branche der freien Marktwirtschaft wird, die Eltern die Freiheit erhalten, ihr Kind zu bilden, wie sie es für richtig halten und sei es zu Hause zu unterrichten, jedenfalls der Staat sich mit seiner widerlichen Indoktrination endlich wieder aus der Bildung heraushält und die Dominanz der linken Lehrer aufgelöst wird. 

      Dass die Sicherheit, und zwar die innere und die äußere Sicherheit, erst wieder ausreichend groß wird, wenn der Bürger der Souverän ist und selbst über Sicherheitsfragen entscheiden kann, nicht korrupte Politiker, Parteien oder ausländische Hegemonialmächte die Sicherheit der Bürger verschachern. Dass die Verwahrlosung der Sitten erst wieder umgekehrt werden kann, wenn dem Staat und seinen Organen die paternalistische Übergriffigkeit bis weit ins Privatleben hinein verboten ist und somit die finanzielle Umverteilung zur Belohnung und Förderung unsittlichen Verhaltens gestoppt wird.Diese Erkenntnisse, zu wissen, was getan werden müsste, helfen aber nicht, denn das ist ja genau nicht das, was gerade geschieht: Da der Trend ja genau in die Gegenrichtung weist und die Entwicklung in unserer Gesellschaft keineswegs in Richtung mehr Freiheit, Wohlstand und so weiter verläuft, sondern unsere Gesellschaften unter galoppierendem Kulturverlust leiden und mit immer höherer Geschwindigkeit Richtung Abgrund, also Richtung eines totalitären sozialistischen europäischen Zentralstaats rasen: Was können wir tun, um diese fatale Entwicklung zu stoppen? Wie können wir zu einer Gesellschaft beitragen, die nicht nur für Sozialisten, sondern auch für uns Freiheitliche lebenswert ist? 

      Also: Wir wissen zwar was „man” tun müsste, aber wir sind ja nicht „man” – Was also können wir tun?

      Unreformierbar

      Wir wissen ja, dass wir Freiheitlsliebenden in der Minderheit sind, dass also die Tyrannei der Mehrheit jeden Versuch, am demokratischen Spiel teilzunehmen, eine Partei zu gründen oder eine vorhandene zu wählen, so dass das Individuum wieder stärker und der Staat wieder schwächer werde, zunichte macht. 

      mal die verfassten Grundrechte gelten mehr, wenn es drauf ankommt, das haben wir ja gerade erst pandemisch demonstriert bekommen: Du hast ein Recht auf körperliche Unversehrtheit, Freizügigkeit, du hast Meinungs-, Versammlungs- oder Religionsfreiheit? – Moment, Bürgerlein, das hast du nur, wenn wir, die gewählten Fürsten, es dir gnädigerweise gewähren!

      Die Geschichte und die eigene Lebenserfahrung lehren, dass Veränderungen der Gesellschaft in allen westlichen Staaten immer nur Richtung Kollektivismus funktionieren, Salamischeibchen für Salamischeibchen Richtung Unfreiheit. ENicht eins scheint, als ob unseren politischen Systemen der Linksdrall inhärent sei. Jedenfalls werden alle westlichen Demokratien und die in ihnen agierenden Parteien und Politiker im Laufe der Zeit immer nur kollektivistischer, autoritärer, sozialistischer, niemals freiheitlicher oder individualistischer. Der Staat wächst immerzu, er schrumpft nie. Analog die Last aus Steuern und Abgaben. Auch die Zahl der Regeln und Normen wächst stets, sie schrumpft nie. Außerdem ist das Beharrungsvermögen der staatlichen Institutionen so groß, dass keine von ihnen abgeschafft werden kann, es kommen nur immer mehr staatliche Akteure hinzu. Alles in allem: Das System von innen heraus zu reformieren und zu erneuern, ist sinn- und zwecklos. 

      Also: Was tun?

      Die Zwei-Pfade-Theorie der sozialen Systeme

      Letztlich ist die Antwort auf diese Frage eine individuelle. Ich kann Ihnen nur beschreiben, was mir persönlich geholfen hat, einen Ansatz dafür zu finden, was ich tun kann: Ich habe erstmal eine Theorie entwickelt, denn „nicht ist so praktisch wie eine gute Theorie” – so schrieb Kurt Lewin, der Gestaltpsychologe und Begründer der modernen Sozialpsychologie.

      Also, meine kleine Theorie, in aller Kürze: Stellen Sie sich zwei senkrecht aufeinander stehende Achsen vor. Eine senkrechte Achse, die im Norden Richtung Individuum weist und im Süden Richtung Kollektiv. Eine waagrechte Achse, die im Westen Richtung innen weist und im Osten Richtung außen. Daraus resultieren vier Quadranten: 

      1. Individuum innen: Also Psyche, Werte, Prinzipien, Ideen, Meinungen, Standpunkte, Emotionen

      2. Individuum außen: Also das von außen wahrnehmbare Verhalten, das Tun und Lassen

      3. Kollektiv innen: Also die Kultur, die Sitten und Gebräuche, die Traditionen, gemeinsame Werte, verbindende Geschichten, die gemeinschaftliche Sicht auf die Welt

      4. Kollektiv außen: Die Systeme, die Institutionen, die von außen wahrnehmbaren Abläufe und Funktionen

      Diese Quadranten habe ich nicht erfunden, sondern vom integralen Philosophen Ken Wilber übernommen, aber das tut nichts zur Sache, weil ich sie hier anders anwende.

      Durch diese vier Quadranten gibt es zwei mögliche Pfade:

      Der „dynamische Pfad” – er beginnt beim ersten Quadrant und endet beim vierten: Aus der Psyche des Individuums entspringt ein bestimmtes Verhalten, das Verhalten vieler formt eine Kultur, die spezifische Kultur bildet Institutionen und Systeme heraus. Eins, zwei drei, vier. So entwickelt sich aus individuellen Ideen eine Organisation oder eine Gesellschaft. Hier ist das Individuum der Treiber der Entwicklung. 

      Der „statische Pfad” – er beginnt beim vierten Quadrant und endet beim ersten: Kollektive Systeme erzwingen und erzeugen eine bestimmte Kultur, diese Kultur zwingt den Individuen ein angepasstes Verhalten auf, das Leben in den vorgegebenen Bahnen formt die Menschen auch psychisch, indem diese die vorgegebenen Werte, Prinzipien, Ideen, Meinungen, Standpunkte, ja sogar Emotionen übernehmen. Vier, drei, zwei, eins. So formt eine Gesellschaft die Individuen. Hier ist „das System” der Treiber der Entwicklung. 

      Meine Hypothese ist folgende: Alle sozialen Systeme, ob Wirtschaftsunternehmen, Fußballmannschaften, Kirchen, sonstige Organisationen, Staaten und ganze Hochkulturen unterliegen einem Lebenszyklus immer gleicher Struktur. In der Zeit ihres Aufstrebens, Wachsens, Herausbildens ist der dynamische Pfad dominant. Das Individuum treibt gemeinsam mit gleichgesinnten Individuen den Aufbau des sozialen Systems voran, eine gemeinsame Kultur bildet sich daraus, alles entwickelt sich immer weiter, Systeme und Funktionen werden errichtet … bis die Kraft der ursprünglichen Ideen erlahmt und das soziale System seinen Zenit erreicht. 

      Von da ab geht es bergab, die Institutionen des Systems werden nun dominant und versuchen, alles zu erhalten und vor dem Zerfall zu bewahren, vor allem sich selbst, indem sie die Kultur, das Verhalten der Menschen und am Ende sogar ihr Denken versuchen zu bestimmen. Alles wird vom System instrumentalisiert. Alles erstarrt. Dann zerbricht es: Dieser Pfad mündet unweigerlich in das Ende des sozialen Systems. 

       

      Zum Beispiel: Der ÖRR

      Es gibt viele Belege für diese Hypothese. Nehmen Sie zum Beispiel den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Als er noch auf seinem dynamischen Pfad unterwegs war, bildete er eine bemerkenswerte, reiche Fernsehkultur heraus. Die Protagonisten hinter und vor der Kamera waren beseelt von den ursprünglichen Ideen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Nach den Erfahrungen des Nationalsozialismus sollten die Bürger einen neutralen TV-Sender bekommen, der sie bildet, informiert und unterhält, sie so zu „guten” Demokraten macht. Der pädagogische, weltanschauliche Indoktrinationsauftrag war von Anfang in die DNA der Sender geschrieben, wenngleich die politische Richtung innerhalb des demokratischen Rahmens „neutral” sein sollte. Nie wieder sollte eine einzelnen politische Partei das Fernsehen dominieren und so diktatorischen Einfluss ausüben. Die staatliche Finanzierung via Gebühreneinzugszentrale sollte den Machern so viel Geld zur Verfügung stellen, dass sie ihren Auftrag erfüllen konnten. Und das taten sie.

      Bis zum Kipppunkt. Wo genau ARD, ZDF und DLF ihren Zenit erreichten, ist schwer zu bestimmen, aber ich tippe auf etwa 1990. Danach begaben die Sender sich auf den statischen Pfad. Das System erstarrte, die Institutionen schalteten auf Selbsterhaltungsmodus, es bildeten sich starre Regeln und Rezepte heraus, Kreativität und Schaffenskraft erlahmten, die Zwangsgebühren stiegen, die Sender rekrutierten fast nur noch Mitarbeiter, die zu diesen überbezahlten Jobs passten, in denen politische Korrektheit immer vor Leistung und Wertschöpfung rangiert. Das somit immer linkere Personal gab im Einverständnis unter ihresgleichen die politische Neutralität auf, die Kultur der Sender und ihrer Produkte verarmte, am Ende verkamen die Sender unter Verrat ihrer Gründungsideale zum hohlen Indoktrinationsapparat der Öko-Sozialisten, die nichts weiter wollen, als die Köpfe der Bevölkerung zum Zwecke des Machterhalts zu steuern. – 40 Jahre aufwärts, seit über 30 Jahren Niedergang. Hoffentlich ist bald Schluss. 

      Es gibt viele weitere Belege für den immer gleichen Lebenszyklus sozialer Systeme, die sich mit den vier Quadranten meiner Ansicht nach sehr gut analysieren lassen. Aufstieg und Fall der Wikinger in Grönland zum Beispiel. Oder die Geschichte des Feiertags zum 1. Mai. Oder die Entwicklung des Unternehmens Opel. Die Bundesrepublik Deutschland (ziemlich parallel zur Entwicklung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks). Oder eben die ganze Hochkultur des Abendlands in den letzten rund eintausend Jahren. Oder das noch ältere Christentum. Vielleicht finden Sie selbst weitere gute Beispiele. 

      Drei Antworten

      Mir geht es jetzt aber um Folgendes: Die vier Quadranten und die zwei Pfade helfen, die Frage, was zu tun sei, zu präzisieren. Die Frage lautet dann: Wie kommen wir vom statischen Pfad der Erstarrung und des Niedergangs, auf dem wir uns im gesamten Abendland und insbesondere in den deutschsprachigen Ländern gegenwärtig befinden, wieder zurück auf den dynamischen Pfad des Aufbaus neuer Strukturen?

      Die erste Antwort lautet: Auf keinen Fall, indem Sie versuchen, gegen den Niedergang anzukämpfen und sich gegen den Trend zu stellen. Das schaffen Sie nicht. Das schafft auch keine neue Partei. Eher wird sie zum Protagonisten des Niedergangs. Der statische Pfad lässt sich nicht einfach wieder eintauschen, zu dominant sind die bestehenden Strukturen. Wir alle haben während der so genannten „Pandemie” ja gesehen, wie Politiker und Richter und Medienleute und als Experten getarnte Pharmavertreter zusammengehalten haben und einander die Bälle zugespielt haben. Eher noch gehen Sie als „Reichsbürger” verschrien ins Gefängnis, als dass Sie es schaffen könnten, den statischen Pfad umzubiegen. 

      Eine Lehre aus der Theorie der vier Quadranten ist: In der dynamischen Phase ist das Individuum der Treiber und keine Institution kann es aufhalten. In der statischen Phase sind die Institutionen die Treiber und kein Individuum kann sie aufhalten. 

      Die zweite Antwort lautet: Sie kommen nur zurück auf den dynamischen Pfad, wenn Sie etwas Neues begründen. Wenn Sie es schaffen, mit Gleichgesinnten eine neue Kultur zu formen, die genügend innere Kraft besitzt, die alte, zerfallende, irgendwann zu ersetzen. In der Geschichte waren es oft (aber nicht immer) kriegerische und chaotische Abläufe, die eine Lücke in die Geschichte rissen, in der sich dann eine Idee festkrallen konnte, aus der eine neue Gesellschaft entsprungen ist.

      Der Fokus geht somit auf den ersten Quadranten: Sie können nicht direkt am System arbeiten oder an einer Kultur. Das ist prinzipiell unmöglich. Eine Lektion, die zum Beispiel auch viele Manager lernen müssen, wenn ihr „Change Management” mal wieder versagt. 

      Sie können stattdessen nur an Ihren Ideen, Meinungen, Positionen, Thesen arbeiten und sich dementsprechend verhalten. Der Startpunkt ist der erste Quadrant: Individuum innen. Hier wird es radikal im ursprünglichen Wortsinne: Hier geht es an die Wurzeln. Die Konsequenz daraus liegt im zweiten Quadranten. Wenn Ihr Denken und Handeln anschlussfähig ist, erst dann können Sie mit anderen ein Kollektiv formen. Die Kultur bildet sich dann von selbst, wie ein Schatten. Und die Systeme und Institutionen sind auf dem dynamischen Pfad nur Symptome, nicht Ursache der Entwicklung des sozialen Systems.

      Die dritte Antwort lautet: Wenn Sie also etwas tun wollen, was dazu beiträgt, dass Freiheit, Wohlstand, Bildung, Sicherheit und Anstand wieder größer und stärker werden, dann können Sie sich mit den Wurzeln einer künftigen Kultur auseinandersetzen: Welche Ideen, Grundwerte, Prinzipien, Meinungen, Standpunkte und Emotionen bilden das Substrat, in dem eine neue Pflanze austreiben könnte? Wofür lohnt es sich zu streiten? Was ist grundlegend? Was davon stammt aus dem Nachlass des Alten oder womöglich noch viel Älteren? Welche neue Geschichte wollen Sie damit erzählen?

      Wenn Sie Gleichgesinnte finden, kann daraus etwas sprießen – sobald die Geschichte einen Spalt für Sie öffnet …

       

    Kommentare
    wolfgang.altpeter
    Also den so genannten Frankreich-Kenner Sebastian Chwala solltet Ihr nicht mehr einladen.
    Abgesehen davon, dass seine Einschätzung für Frankreich nicht nachvollziehbar ist, beschönigt er auch noch die Situation in Deutschland.
    Weiß Herr Chwala von wem er interviewt wurde? Dachte er vielleicht er würde vom Spiegel, ARD oder ZDF befragt?
    Verschont mich bitte künftig mit solchen "Experten".

    Johnson
    Hört man sich diesen linken Chwala zu den Unruhen in Frankreich an, dann könnte man auch ARD/ZDF hören. Rassismus, Rassismus, und immer die anderen sind schuld.

    Der Elefant im Raum, Dschihad, der heilige Krieg des Islam, der Ursprung der Gewalt, wird nicht genannt.

    Berlinrevue
    Guten Tag Herr Joppa, und ich dachte Sie würde bei Kontrafunk und nicht bei der TAZ oder dem DLF arbeiten, was Sie sich da mit dem Herrn Chwala an Interview geleistet haben ist wenig seriöse Arbeit, einerseits verschweigen Sie den politischen Hintergrund dieses Menschen und machen sich dann noch nicht einmal die Mühe, seine kruden Thesen zu den Krawallen zu hinterfragen - ist das Ihr Verständnis von kritischem Journalismus, was nun das Gedankenspiel von Herrn Oliver Guros angeht - ach hätte er doch geschwiegen und den ausgemachten Schmarrn, manche sprechen von geistiger Onanie, für sich behalten. Für mich stellt sich hier die Frage, ob der Kontrafunk sich schon aufgegeben hat?
    onckel fritz
    Mit anderen Kommentatoren KANN ich es auch NICHT mehr HÖREN. Die armen afrikanischen Migranten sind seit vielen Generationen Franzosen. Ausgerechnet in das Land der bösen Kolonialisten, von denen sie sich doch befreit hatten, mussten die Vorfahren einwandern? Warum wohl? Könnte es am Sozialstaat liegen, finanziert von denen, die einer Arbeit nachgehen und Steuern zahlen? Werden die Afrikaner mit Polizeigewalt daran gehindert, Schulen zu besuchen, dort gute Leistungen zu erbringen, eine Ausbildung zu machen, eine Arbeit zu finden? Wieso muss der französische Staat für alles sorgen? Welche Bringepflicht hat jeder Bürger selbst, ob Omar oder Pierre? Ablehnung nur des Namens wegen oder haben Arbeitgeber evtl. so ihre Erfahrungen betr. Respekt, Pünktlichkei t, Lern- und Arbeitswillen, Ausbildungsfähigkeit? Mir gefällt an unserem Scheißstaat so manches nicht. Zerschlage ich deswegen meinem ägyptischen Nachbarn sein italienisches Restaurant oder zünde das Postamt an? Die armen Enttäuschten und Frustrierten müssen gewalttätig werden, hört doch auf!

    Liberio
    Der Frankreich-Beitrag ist für mich sehr enttäuschend.
    Natürlich wissen wir, dass die militärisch geplante Verwüstung in hunderten Orten kein durch einen Funken entflammtes Ereignis ist. Bevor Gas entflammt, hat jemand den Hahn aufgedreht und für die Verteilung des Gases gesorgt.
    Die Aktionen der Verwüster sind systematisch geplant und orchestriert. Finanziert von den Migrations-NGO-s und mit Hilfe von Fachleuten waren die Pläne für das, was wir in Frankreich erleben, längst gezeichnet.
    Gewartet hat man nur auf den Funken, und viel dazu beigetragen, dass dieser durch Aggression, Provokation und Verbrechen auch zustandekommt.
    Nun, es ist gelungen. Hunderte Provokateure und Anführer bekamen den Befehl von oben, mit der Verwüstung in vielen Städten zu beginnen und die in Kollektiven lebenden Gelangweilten zu aktivieren.
    Die Behauptung des Interviewten, dass der Name des Migranten Grund für die Arbeitslosigkei t sei, und nicht dessen Qualifikation, Persönlichkeit, seiner Sekundärtugenden und seine mathematischen und sprachlichen Fähigkeiten, entspricht genau jenem marxistischen Narrativ, welches zur Ermordung von über 20.000 Intellektuellen und Offizieren in Katyn oder der Massentötung von Priestern, Literaten, Wissenschaftler n usw. 1789 in Paris führte.
    Es ist immer dasselbe: Täter-Opfer-Umkehr. Ich war etwas verwundert über diesen Beitrag.

    Scrocco
    Seit Jahren der beste Kommentar zur Lage in Frankreich.
    Fabian Braun
    Mir gefiel die Sendung sehr gut. Auch insgesamt das Format.

    Kann die Kritik an dem Beitrag über die Situation in Frankreich nicht richtig nachvollziehen. Es herrschen wirklich ghettoartige Zustände in den Vorstädten. Sozialer Aufstieg ist kaum möglich. Es gibt ohnehin insgesamt zu wenig artgerechte Beschäftigungsmöglichkeite n in den westlichen Gesellschaften. Diejenigen, die auf Menschen noch obendraufhauen, denen es so dreckig geht, dass sie sich das nicht länger bieten lassen und ihrem Unmut Luft machen, haben entweder selbst noch nie erlebt, wie eine prekäre und perspektivlose Lebenssituation aussieht oder sie sind selbst so frustriert, dass ihre einzige Lebensfreude darin besteht, dass es anderen noch schlechter geht und soll auch gefälligst so bleiben.

    Daran knüpft auch gut Gorus Gedankengang an. Ich suche übrigens schon sehr lange nach Gleichgesinnten , die rational etwas Neues nachhaltiges aufbauen möchten und lade jeden ein, mich zu kontaktieren. Vielleicht kann kontrafunk ja einen Austausch herstellen.

    Spielberg
    Das Koordinatensyst em von Oliver Gorus bringt tatsächlich wesentliche Aspekte des menschlichen Lebens - und damit wie selbstverständlich auch des unmenschlichen - auf den Punkt.
    Die entscheidende Frage, die sich ergibt, ist folgende: Wo genau liegt die Ursache dafür, dass sich der Weg des Lebens in den Weg des Todes umdreht? Wo beginnt der Irrweg? - Er kann letzten Endes nur im ersten Quadranten liegen. Schlicht: In einer verkorksten Psyche, einer verkorksten Familie usw..
    Viele Institutionen werden ja von vornherein gegen die Menschen errichtet, so dass man gar nicht auf den Amoklauf des Zerfalls warten muss.
    Die Lösung des scheinbaren Dilemmas ist für das Individuum sehr einfach: Den Freiraum nutzen, den man hat. Der Dreck, der einem dann von den Parteisoldaten des Mainstreams hinterhergeworf en wird, hat nur eine kleine Reichweite.
    Und wenn es inzwischen auch sehr viele sind, so gilt doch, was Paul Feyerabend einst für bestimmte Berufsgruppen gesagt hat: "Man entziehe ihnen einfach das Geld, und sie werden eines ruhigen Todes sterben." Auch wenn man uns zwingt, für die öffentlich-rechtlichen Medien zu bezahlen, so kann man uns doch nicht dazu zwingen, auch noch unsere kostbare Zeit dafür zu verschwenden.

    Don Falcone
    Hallo Kontrafunk-Team, ich bin etwas irritiert, dass bei Herrn Sebastian Chwala nicht erwähnt wurde, dass er Kreisvorstand für "Die Linke" in Marburg-Biedenkopf ist - also mitnichten (halbwegs) objektiv über Frankreich berichtet. Dies unterstreichen auch seine Publikationen, welche sich schwerpunktmäßig mit der echten oder herbeihalluzini erten Rechten (Gefahr) in Frankreich beschäftigt. Es ist daher davon auszugehen, dass er mindestens Sympathien mit Jean-Luc Mélenchon hat, welcher seine merkwürdigen Einschätzungen der Gründe für den Ausbruchs des gewalttätigen Mobs bereits zum besten gegeben hat - Spoiler: Schuld sind immer die Anderen, der Staat, die biologischen Franzosen, der Rassismus ... das gesamte Spektrum des Bullshit-Bingos der Linken eben.
    Berlinrevue
    Vielen Dank Herr Don Falcone für Ihre zusätzliche Information zu diesem Herrn Chwala, es spricht nicht für die Seriösität des Herrn Joppas, dass er diese wesentliche Information nicht erwähnt hat - ist Herr Joppa ggf. auf dem Absprung zur TAZ oder den Deutschlandfunk ? diese Ausführungen des Herrn Chwala laufen doch auf die weithin links - grüne Ideologie hinaus, dass der rechte weiße Franzose (generisches Maskulinum) fast genauso Nazi wie die weiße deutsche Kartoffel ist und somit ausschließlich die Verantwortung für die Krawalle trägt - und so ein Unsinn wird nunauch auf Kontrafunk gesendet.
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    Also diese einseitige und auch realitätsfremde Sichtweise des Migranten-Themas in Frankreich ist unglaublich. Fakt ist dass so eine Sichtweise nur immer tiefer in die Probleme hineinführt. Die Faktoren die zu diesen Problemen nicht nur in Frankreich führen sind doch wesentlich Umfangreicher und zu großen Teilen auch in den Migrantischen Communities verankert. Es ist zudem auch ein dynamischer Prozess der doch wesentlich mehr aus der islamischen Welt im Sinne derer Interessen beeinflusst wird als von uns "Westlern". Der große Fehler des Westens ist die Migration nicht radikal zu begrenzen. Diese Art der Migration kann wenn überhaupt nur in sehr kleinen Dosen funktionieren. Und hier geht es doch nicht um Rassismus wenn man das sagt. Es leiden doch alle Menschen unter dieser Migration, auch die Migranten selbst. Migranten schaffen es mit Friedensrichter n Clankriege zu befrieden, seit Jahrzehnten Moscheen zu bauen. Mehrmal täglich zu beten. Sie schaffen es unter sich zu bleiben und ihre Töchter bis zum Tod zu bestrafen wenn sie einen Westler als Freund haben möchte usw und so fort. Aber wenn es um Bildung, den Spracherwerb usw, geht da sind nur "wir" schuld? Was ist mit dem Hass der von Migranten ausgeht? Und wenn sie so friedliebend sind, müsste es da nicht gerade in den Banlieus besonders friedlich sein. Völlig frei von uns bösen weißen. Gerade jene die uns andauernd Rassismus unterstellen, pumpen Millionen Migranten nach Europa und glauben was passiert? Was für eine Logik...


    Versteylen
    Marcel Joppa: "(...) junge, männliche, muslimische Menschen (...)"

    Man könnte auch glatt sagen: junge muslimische M ä n n e r .

    Und was ist das für eine seltsame Einschätzung des Gesprächgastes?!? Was in Frankreich passiert, HABEN wir seit 2015! Selbstverständlich nicht in dieser Qualität, aber p r i n z i p i e l l doch sehr wohl: die Massenschlägereien rivalisierender Migrantengruppe n; das Innenstadtzerle gen durch "party people" (höhö); die Silvesterkrwall e (NICHT ERST beim letzten Mal!); die jeden Sommer massiveren Freibadrandale - alles sozusagen Wegweiser nach Frankreich!

    Und ein lustiger Versprecher von Herrn Witzani, der von den "Weltkriegen der USA nach dem zweiten Weltrieg" sprach, hihihi. ^^

    Harlekin
    Man kann doch auch beides tun : Einerseits die Vision einer freiheitlichen Gesellschaft
    aufrechterhalte n und sich mit Gleichgesinnten vernetzen und andererseits auch in der
    gesellschaftlic hen Auseinandersetz ung immer wieder Position beziehen in einer solchen Weise, die einem nicht nur die Energie raubt.
    Daß man im Kontrafunk in dem Moment, in dem die einzige Oppositionspart ei immer mehr zulegt, erzählt, eine solche Partei könne allenfalls zum Protagonisten des Niedergangs
    werden, finde ich etwas merkwürdig.
    Zumal in den Sonntagsrunden stets gejammert wurde, daß sich die Deutschen mit ihrer
    Untertanenmenta lität alles gefallen ließen.
    Ich glaube schon, daß etwa die konsequenten Demonstrationen gegen die Impfpflicht
    etwas dazu beigetragen haben, diese zu stoppen, auch wenn sie an korrupten Strukturen
    nichts geändert haben.

    eisenherz
    ++ wenn es um den Aufbau einer neuen Gesellschaft geht ++
    Diese These, eine Gesellschaft in ein pseudomathemati sches Konzept zu quetschen, das ist natürlich blanker Unsinn.
    Aber wenn es um das "Heute" geht, um aus dem statischen Zustand des 4. Quadranten herauszufinden, dass kleine Pflänzchen von Herrn Gorus, das vom Neuanfang, gerade das ist doch vor unser aller Augen gerade am werden:
    Reset, Transformation, Transhumanismus , Belohnsysteme für folgsames Verhalten gegenüber der herrschende oligarchischen Macht, enge Kooperation zwischen der jeweiligen Regierung und den Konzernen, Klimalüge zelebriert wie eine Religion mit dem Heilsverspreche n, die Welt zu retten.
    Ist das ein neuer, guter Anfang oder ist das der Weg rückwärts in eine Barbarei auf Samtpfoten.

    Meier
    Das Gorus-Gedankenexperim ent ist interessant. Man kann es anwenden, wenn Bürger- u. Staatlichkeit ineinandergreif en, konkurrieren, sich ablösen. Heute ist allerdings nichts, wie man es kennt.
    Eine nicht genau zu beziffernde Verschwörungscliqu e hat sich eine Gesellschaftsfo rm ausgedacht (Transformation bzw. Scholzes "Zeitenwende"), die auf Basis der Zerstörung der bisherigen fußt. Es gibt keine Konkurrenz zw. Staat u. Bürger, keine Abstimmungen. Weder Staaten noch Bürger sind primär beteiligt. Alles wird finanziert, was zerstört (Pubertätsblocker, Abtreibungen, Sprachzerstörung via Gender, Einheitsmeinung , Mittelstands-, Geld-, Freiheitsangrif fe...).
    Wir müssen in diesem Fall aus dem Gorus-Quadrat heraus und müssen als Bürger das Staatsabnicken der Systemzerstörung stoppen. Wir müssen uns dem System verweigern. Mit allen Mitteln.

    MEDIAGNOSE Politikblog
    Lieber Oliver Gorus,

    frei nach Bert Brecht: ´Mach´ dir eine Theorie, Du bist ein großes Licht, Mach´ dir noch ´ne Theorie. Funktionieren tun sie beide nicht.` Trotzdem ein netter Versuch. Ich halte mich lieber an das Rheinische Grundgesetz:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Rheinische_Grundgesetz

    Für alle Entsetzten: Ja, ich nutze Wikipedia. Nicht immer, aber immer, wenn es (mir) passt.

    Ich vermisse die Medienschau.

    Rüdiger Stobbe www.mediagnose.de / www.fakten-energiewende.de


    Erika
    Besten Dank für diesen Link:
    https://enexion.net/energiewende-energiekosten-management-post/energiewende-und-der-realitatscheck-von-prof-sinn-teil-1-2/

    ich habe ihn hier noch mal hereingestellt, da man noch einmal klicken muss, um das Video zu sehen bei Ihrer URL.

    Dieser Vortrag hat anschaulich gemacht, wie es um die Deutsche bzw. europäische Politik bestellt ist. Noch nie habe ich so klar gehört, dass unser Verzicht nicht nur wenig bringt, sondern rein gar nichts und das, was Deutschland an CO2 Ausstoß einspart, gleich null Effekt weltweit hat, da es anderswo kompensiert wird.

    Darauf kann man vermutlich nur mit der Rheinischen Verfassung reagieren, auch dafür danke :)

    Die Greta Grimms dieser Welt, das ahnen aber vielleicht schon viele, wollen sich waschen, aber nicht nass machen.
    Beste Grüße an Sie!


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