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    Montag, 6. Mai 2024, 5:05 Uhr
    Montag, 6. Mai 2024, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 6. Mai 2024

    Gernot Danowski im Gespräch mit Barbara Kolm, Annett Klatschmantat und Jürgen Braun – Kontrafunk-Kommentar: Ines Taraschonnek
    • Was kommt mit dem digitalen Euro auf uns zu? Das erfahren wir von einer Frau, die ganz nah dran ist am Thema „Digitale Währung“: Die ehemalige Vizepräsidentin des Generalrates der Österreichischen Nationalbank, Dr. Barbara Kolm, ist unser Gast. In welcher Art von Demokratie leben wir eigentlich gerade? Wir fragen nach bei Jürgen Braun, Jurist und seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages – er hat zum Thema „Demokratie neuen Typs“ einen Artikel in „Tumult“ geschrieben. Welchen Herausforderungen muss man sich stellen, wenn man den Bau einer Waffenfabrik verhindern will? Beispielweise eine Petition vor den Bundestag bringen. Dafür kämpft Annett Kleischmantat, die schon mal eine Petition gestartet und 100.000 Unterschriften gesammelt hat. Kleischmantat kennt die Thematik sowie die Fallstricke. Schließlich macht Ines Taraschonnek in ihrem Kommentar eine interessante Beobachtung zur Geschichte der USA. 

    • Kontrafunk im Gespräch mit Barbara Kolm

      Digitaler Euro

    • Kontrafunk im Gespräch mit Jürgen Braun

      Die Demokratie neuen Typs

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Annett Klatschmantat

      Petition „Kein Neubau einer Munitionsfabrik in Unterlüß“

    • Kontrafunk-Kommentar von Ines Taraschonnek

      Politische Geschichte der USA (1)

      Wer sind eigentlich die politischen Nachfahren von Abraham Lincoln und den Abolitionisten? Welche der beiden großen US-amerikanischen Parteien trat Mitte des 19. Jahrhunderts bei ihrer Gründung mit dem Ziel an, die Sklaverei abzuschaffen – die Demokraten oder etwa doch die Republikaner? Eine Mehrheit der Deutschen würde sich wohl intuitiv für die Demokraten und damit für die falsche Antwort entscheiden. Wobei dies eher weniger mit der Unkenntnis historischer Fakten eines zwar kulturnahen, aber eben dennoch fremden Landes zusammenhängt. Schließlich wird auch in den USA selbst der Kampf für Bürgerrechte und gegen Diskriminierung aller Art quasi reflexartig mit den Demokraten verknüpft. Dass die Sklavenhalterfreunde von Scarlett O’Hara überwiegend Anhänger der 1828 gegründeten Demokratischen Partei gewesen sein dürften, scheint ein Umstand zu sein, der vermutlich wegen seiner verwirrenden Implikationen ebenso wenig zu Ende gedacht werden mag wie beispielsweise die Verleihung des Friedensnobelpreises an den Mann, der später als „Kriegspräsident Nummer eins“ in die US-Geschichte einging. 

      Seit einigen Jahren ist aber zu beobachten, dass sich die Amerikaner zunehmend auch mit diesem Teil ihrer Vergangenheit beschäftigen. Ein mittelbarer Grund dafür könnte Donald Trump sein – Trump, der 1986 unter anderem zusammen mit der legendären Bürgerrechtlerin Rosa Parks die Ellis-Island-Ehrenmedaille erhalten hatte, nur um dann 2016, noch während er sich auf der berühmten goldenen Rolltreppe im New Yorker Trump-Tower auf dem Weg zur offiziellen Verkündung seiner Präsidentschaftskandidatur befand, innerhalb eines Wimpernschlags zum verabscheuungswürdigen Rassisten umetikettiert zu werden. Diese Strategie des verängstigten Washingtoner Establishments ging nämlich nur teilweise auf. Abseits der „CNN-hörigen“ Herde entstand mit einem Mal eine Wählerschaft, die beschloss, sich ihre eigenen Gedanken zu machen, statt sich, wie bisher üblich, verordnete Gedanken zu eigen zu machen. Seit sich die Trump-Unterstützer hinsichtlich ihrer jüngeren und älteren Vergangenheit auf Spurensuche begeben haben, sehen sich die Demokraten und ihre verbündeten Konzernmedien immer öfter zu unangenehmen Verteidigungsmanövern gezwungen. So mussten sich etwa die Faktenchecker von „USA Today“ bereits 2020 mit dem Vorwurf auseinandersetzen, die Demokratische Partei habe 1861 den amerikanischen Bürgerkrieg begonnen sowie kurze Zeit später den Ku-Klux-Klan gegründet, nur um die Sklaverei aufrechtzuerhalten. Immerhin waren die von Demokraten regierten Südstaaten gegen den Norden in den Krieg gezogen, nachdem 1860 mit dem Republikaner Abraham Lincoln ein ausgewiesener Gegner der Sklaverei zum US-Präsidenten gewählt worden war. Die Wahrheitswächter von „USA Today“ kamen indes zu dem Schluss, die Behauptung sei unzutreffend. Zur Begründung hieß es, die konsultierten Experten hätten zwar erklärt, dass es Demokraten gewesen seien, die die Sezession der Südstaaten und den Aufstieg des Ku-Klux-Klans herbeigeführt hätten. Die Partei dafür verantwortlich zu machen, sei aber falsch. 

      Die Vorlage für diesen armseligen Versuch der Geschichtsklitterung hatte in diesem Fall der amerikanische Historiker Jon Grinspan geliefert. Laut Grinspan war der Ku-Klux-Klan durchaus eine paramilitärische Organisation, die den Interessen der Demokratischen Partei diente. Und ja, diese sei zu dem Zeitpunkt auch offen rassistisch gewesen. Nichtsdestotrotz sei der Klan aber nicht die Demokratische Partei und die Demokratische Partei nicht der Klan. Mit diesem Zirkelschluss, der per Definition von sich behauptet, ein Beweis zu sein, während er jedoch tatsächlich über keinerlei Beweiskraft verfügt, vollendete Grinspan seinen semantischen Drahtseilakt. Zudem wies er vorsorglich darauf hin, dass seither 150 Jahre politischer Veränderung vergangen seien. Einen Zusammenhang zwischen der damaligen und der heutigen Partei herzustellen, sei daher nicht statthaft. Doch ist dem tatsächlich so – oder handelt es sich hierbei lediglich um eine jener Expertisen, die wahr sein müssen, weil sie wahr sein sollen?

      Eine mögliche Antwort liefert ein kurzer Blick in die Geschichte. Im Jahr 1915 fand im Weißen Haus unter dem demokratischen Präsidenten Woodrow Wilson die erste Filmvorführung statt. Gezeigt wurde der Film „Die Geburt einer Nation“. Ursprünglich trug dieser den weniger unschuldig klingenden Titel „The Clansman“ und pries den Ku-Klux-Klan als heroische Kraft für die Bewahrung der weißen Vorherrschaft. 1924 marschierten beim Parteitag der Demokraten in New York City 20.000 Klan-Mitglieder auf. Laut einem Bericht der „New York Times“ von 2016 stellte der Klan seinerzeit den größten Block innerhalb der Partei. Ab 1870 zogen erstmals schwarze Abgeordnete und Senatoren in den Kongress ein – insgesamt 23 und allesamt Republikaner. Dagegen folgte der erste schwarze demokratische Abgeordnete erst 1934. Die Wahrheit mag schwer zu glauben sein, ist aber ebenso schwer zu übersehen: Das rassistische Erbe der US-Demokraten wurde 1865 mit dem Untergang der Südstaaten eben nicht vom Winde verweht.

    Kommentare
    Winnie Schneider
    Vor vier Jahren grummelte mir noch der Magen, wenn sachlich vernünftige Stellungnahmen nur von AfD-Politikern zu hören waren. Heute empfinde ich Gespräche mit ihnen fast durchweg als anregende Wohltat, besonders heute wieder durch Jürgen Braun. – So kann’s gehen, wenn einem christlich und zugleich sozialdemokrati sch wie naturnah Geprägten das jahrzehntelang gewohnte Umfeld durch Baerbock’sche 360°-Kehre in Dummheit, Kriminalität und Totalitarismus abgleitet. Man öffnet sich zwangsläufig: (wieder) mehr Demokratie wagen!!! Und ist man nicht schon in jungen Jahren geistig bvergreist, dann lernt man eben nie aus …
    Winnie Schneider
    … und lernt zum Beispiel https://www.tumult-magazine.net/ kennen. Danke!
    Gast
    Petitionen: Ich sehe darin leider keine Chance mehr. Wir geben damit nur unsere Daten heraus und machen es den Machthabenden noch leichter, den Widerstand einzuschätzen und sich darauf einzustellen.
    Zugeben muss ich jedoch, dass gar nichts zu tun auch keine Alternative sein kann und ich aktuell auch keine Idee habe, was ein geeigneter Schritt sein könnte. Abwarten bringt jetzt auch nichts mehr, wir haben 3 vor 12, insofern Hut ab für die Dame und dass sie überhaupt noch den Mut hat.
    Change Org ist ja längst von den Machthabenden übernommen, das möchte ich noch anmerken.

    Gast
    Der Chef der Bank of England sagte bereits in einem Interview vor mehreren Jahren (ich glaube, es war im Daily Telegraph, vielleicht vor rund 3 Jahren) ganz offen, dass das Digitale Zentralbankgeld programmierbar sein werde und die Option offen lasse, eine ZWECK-BINDUNG und ein ABLAUFDATUM einzuprogrammie ren.
    Viele denken ja noch immer, das falle in den Bereich der Verschwörungstheor ien - mitnichten!

    Gast
    CASH FRIDAY wurde bereits vor mehreren Jahren von Catherine Austin Fitts propagiert. Inzwischen sollte es selbstverständlich für JEDEN hier sein, nur noch bar zu zahlen. Wir können wohl wenig tun, aber DAS kann jeder tun, und es ist nicht besonders schwer!

    Ich kann nur mit den Ohren schlackern, wenn ich immer wieder sehe, wie angeblich kritische Medien selbst noch alle mit Youtube, Paypal und Kreditkarten kooperieren. Das ist Überwachung pur, Daten-Ausschlachtung und damit auch Türöffner für optimale Massen-Manipulation (aufgrund der Datenmengen kennt man die Gefühle und Tendenzen der Massen perfekt, das unterschätzen die allermeisten).
    Man beobachte auch einmal, wie seit geraumer Zeit in jedem "Tatort" geframet wird: Immer wieder Betonung, man habe BARGELD (und Waffen und Gold...) beim Täter gefunden... Irgendwann hat es jedes Unterbewusstsei n verstanden: Bargeld ist böse und kriminell.

    Zum Thema ansonsten sehr zu empfehlen CHD.tv (Financial Rebellion - leider nur auf amerikanisch), Norbert Häring, Ernst Wolff, Max Otte, Dirk Müller,...

    kavenzmann
    Sorry, eine SBZ-Mutti mit sozialistischem „BWL“-Abschluß ist einfach per se nicht kompetent zum Thema.

    1. Es gibt keinen „Ukraine-Rußland-Konflikt“, es gibt einen völkerrechts widrigen Massenmord Putins.

    2. Krieg ist selbstverständlich eine Lösung. Siehe 8.5.1945 oder Israel nach 1948!

    3. Mit dem imperialistisch -faschistischen Rußland gibt’s keinen Frieden!

    Winnie Schneider
    Sind Sie vom Verfassungsschu tz oder trollen Sie unbezahlt? Ihre intellektuelle Notdurft stinkt jedenfalls gewaltig.
    eisenherz
    ++ es gibt einen völkerrechts widrigen Massenmord Putins. ++
    Vietnam, Irak, Jugoslawien und viele anderen Massenmorde mehr, alle Putin?

    Versteylen
    Das Kawenzmännchen sollte von den Drogen lassen. Sie stehen ihm nicht gut.
    eisenherz
    Stimmt, aber bei dem einen oder anderen ist es besser er würde mit dem Drogenkonsum anfangen.😀
    eisenherz
    ++ er hat zum Thema „Demokrati e neuen Typs“ ....++
    Nazi töten!
    https://www.welt.de/politik/bundestagswahl/article233858270/Sachsen-Die-Partei-darf-weiter-Nazis-toeten-plakatieren.html

    Versteylen
    Prima, dass mit Ines Taraschonnek auch mal eine Stimme sozusagen auf die Bühne kommt, deren Name man sonst nur als Nachrichtenreda kteurin kennt. 👍
    Winnie Schneider
    Finde ich auch.
    Exilant
    Wenn die Grünen geschlossen für den digitalen Euro sind und für die Abschaffung des Bargelds, dann sagt das alles, keine weitere Diskussion.

    Für die Grünen der letzte Schritt zur totalen Kontrolle der Gesellschaft. Das ultimative Instrument zur Enteignung und Entrechtlichung des Bürgers.

    eisenherz
    Beim digitalen Euro, seine Auswirkungen auf uns als gemeine Bürger, ist der Kontrollgewinn über die Bürger und die möglichen Drohungen gegen, bei gesellschaftlic h/ sozialem "Fehlverhalten" der Bürger viel zu kurz gekommen.

    Bei der Überführung von privat geführten Konten in ein Konto bei der EZB. Wo schon heute immer wieder die Privat- und Geschäftskonten von denen gekündigt werden, weil die aus der Sicht der jeweiligen Bank dem Ruf der Bank schaden könnten. Weil der Kontoinhaber der AfD angehört oder ein Geschäftsmodell im alternativen, regierungskriti schen Sinne betreibt.

    Eine schon bestehende, eine gewollte Symbiose zwischen den Regierungen der EU, der Kommission der EU und ihren willigen Helfern im EU-Parlament gibt der EZB ein machtvolles Werkzeug an die Hand, mit der Kontrolle über das Geld, totalitäre Strukturen von Strafe und Belohnung durch Kontensperrunge n oder Zugriff auf sein Konto einzuführen.

    Gast
    Soweit ich weiß, soll es zudem für die Eliten, oder jedenfalls für Banken(?), ein separates Zentralbankgeld geben, also sind wir wieder die Dummen. Nein danke. Ich werde es boykottieren, auch wenn es bedeuten sollte, dass ich meinen Job nicht mehr ausüben kann, dann ist es halt so.

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