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    Dienstag, 22. August 2023, 5:05 Uhr
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    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 22. August 2023

    Marcel Joppa im Gespräch mit Volker Diehl, Wolfram Kircher und Thorsten Polleit – Kontrafunk-Kommentar: Frank Wahlig

    In der Ausgabe vom 22. August spricht Marcel Joppa mit dem Ökonomen Prof. Dr. Thorsten Polleit über den aktuellen Brics-Gipfel, die Bestrebung der Mitgliedsstaaten zu einer gemeinsamen Währung und die möglichen Auswirkungen auf Dollar, Euro und Goldpreis. Mit dem Botaniker Prof. Dr. Wolfram Kircher diskutieren wir die aktuellen Wald- und Flächenbrände weltweit: Warum erwähnen Politik und Medien nicht die „reinigende Kraft“ des Feuers für die Natur, ohne die das Ökosystem nicht funktionieren würde? Im Gespräch mit dem Galeristen Volker Diehl geht es dann um die Kunst im Zeichen des Ukraine-Kriegs, um den Alltag von russischen und ukrainischen Künstlern und um den Wunsch nach Diplomatie. Abschließend fragt sich Frank Wahlig in seinem Kommentar: Werden wir nur schlecht regiert, oder verstehen wir die Politiker einfach falsch?

    Interview 1

    Brics-Gipfel in Südafrika

    Interview 2

    Wald- und Flächenbrände

    Interview 3

    Kunst im Zeichen des Ukraine-Krieges

    Kommentar

    Regierung sucht sich anderes Volk

    Ausstaffiert wie ein preußischer Trachtler hält Landwirtschaftsminister Özdemir im oberbayerischen Festzelt eine Rede, in Bayern wird im Oktober der Landtag gewählt – und Özdemir wird ausgebuht. Der Grünen-Spitzenkandidatin Schulze geht es ebenso. Es wird gepfiffen und gebuht. Festzeltstimmung eben. Und was behauptet Frau Schulze später? Nur unter Polizeischutz habe sie  auftreten können. 

    Das ist zwar gelogen, die Polizei weiß nämlich nichts davon, aber dem Volk spricht die bayerische Obergrüne ihr Missfallen aus. 

    Kanzler Scholz auf dem Marienplatz in München. Vorsorglich wurde die Soundanlage so aufgedreht, dass er die Pfiffe und Buhrufen übertönte. Das Mitbringen von Trillerpfeifen und Waffen war zu diesem Anlass ausdrücklich untersagt. 

    Nach einer Insa-Umfrage misstrauen zwei Drittel der Bürger der Regierung. Nicht einmal jeder Vierte möchte die Ampel behalten. Die Menschen meinen jetzt, dass sie vor zwei Jahren falsch abgestimmt haben. Kaum einer möchte Opfer der großen Transformation werden. Das Volk kauft keine Elektroautos – VW legt Produktionsbänder still. Das Volk fährt und fliegt in Urlaub, lässt sich weder Flugscham noch Balkonien verordnen. Das Volk hat von der illegalen Einreise starker junger muslimischer Männer die Nase gestrichen voll. Das Volk will die öffentlichen Plätze zurückhaben. Das Volk möchte nicht von zehntausenden Windradspargeln die Heimat vergittert bekommen.

    Das Volk will nicht die Politik dieser Fortschrittsregierung. Nicht mehr.

    Selbst die subventionsversessene Industrie wehrt sich auf einmal. 

    Aber: Diese Regierung wurde gewählt und gewollt. Der Kanzler bekam lange Applaus für sein Gerede von der Großen Transformation, der Klimaminister war beliebtester Politiker und konnte die Leute und die Industrie nach Belieben schuhriegeln. Vor lauter Menschenliebe darf jeder ins Sozialsystem kommen, Tausende werden auf Steuerzahlerkosten zusätzlich aus Afghanistan eingeflogen.

    Das Messer ist zum Symbol der verlotterten Migrationspolitik geworden.

    Es ist, als ob die Menschen nach langer Trunkenheit nüchtern werden. Erstaunt sind sie, für was sie ihre Zustimmung gegeben haben sollen. Diese Regierung wurde nicht gewählt, um Klima und Welt zu retten, Industrie und Arbeitsplätze zu vertreiben, sondern um den Bürgern hier ein ordentliches, sicheres Sein zu gewährleisten. Die Herrschenden sind verstimmt und verbunkern sich. Kein Anzeichen, irgendetwas ändern zu wollen. „Es gibt null Hadern, null Zaudern, null Bedauern. Ich bin ganz verschmolzen mit der Aufgabe, die ich habe“, so der Minister für Klima und ein bisschen Wirtschaft. Der Bundespräsident sagt, wer nicht den demokratischen Block unterstütze und auch wähle, könne nicht auf mildernde Umstände hoffen. Da schaut der Knüppel aus dem Sack.

    Die Herrschenden verlieren die Geduld, werden nervös. Erst die Drohungen des Bundespräsidenten, dann Durchhalteparolen, danach kommen die wirklichen Verbote: 

    • Heizungsverbot im September im Bundestag,
    • Ende der Emanzipation durch freie Wahl des Geschlechtes,
    • Ende der Sicherheit durch offene Grenzen und die Finanzierung der Seeschlepper. Da kommt viel neues Volk herein.

    Die Menschen in Deutschland sind nicht erschöpft. Im Gegenteil: sie wollen diese Herrschenden nicht mehr ertragen. Die Umfragen stehen dafür, der Unmut auf Straßen ist deutlich.

    Die Politiker ahnen: Mit diesem Volk ist nicht der Staat zu machen, an dem sie ohne Zaudern, Zögern und Bedauern arbeiten. Sie finden Rat bei Bert Brecht. Der empfahl der Regierung, sich doch ein anderes Volk zu wählen. Vielleicht gibt es bald einen entsprechenden Kabinettsbeschluss.